Mittwoch, 01.02.2012

WADA äußert sich zu UV-Affäre

Erfurter UV-Methode vor 2011 nicht verboten

Die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) hat in der Erfurter Blut-Affäre Sportlern und dem Arzt Andreas Franke den Rücken gestärkt.

Athleten des Olympia-Stützpunktes Thüringen sollen mit der UV-Methode behandelt worden sein
© Getty
Athleten des Olympia-Stützpunktes Thüringen sollen mit der UV-Methode behandelt worden sein

"Ich kann bestätigen, dass der Punkt M2.3 2011 in die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden aufgenommen wurde, da diverse Methoden der Blutmanipuation die Aufmerksamkeit der WADA erregt hatten", sagte Terence O'Rorke, Kommunikationsdirektor der WADA, dem Internet-Radsportseite "velonation.com".

Der Punkt M2.3 verbietet "die sukzessive Entnahme, Manipulation und Reinfusion von Vollblut, ganz gleich welcher Menge, in das Kreislaufsystem".

WADA folgt Argumentation

Der Punkt M2.2 verbat bis dahin nur intravenöse Infusionen, die nicht "im Zuge von Krankenhauseinweisungen oder klinischen Untersuchungen" verabreicht wurden.

Damit folgt die WADA der Argumentation von Franke, der in Erfurt bis 2011 30 Sportler mit der sogenannten UV-Methode behandelt hatte.

Franke hatte in mehreren Mitteilungen erklärt, dass die von ihm angewandte Bestrahlung nicht als Doping einzustufen sei und er die Behandlung nicht mehr durchgeführt hat, seit sie von der WADA verboten sei.


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