Montag, 06.02.2012

World Cup of Darts in Hamburg

England siegt mit Phil "The Power" Taylor

"There is only one Phil Taylor", sangen die englischen Fans fast durchgehend. Die Dartlegende schlechthin beehrte beim World Cup of Darts die Hansestadt und verwandelte mit seinen Kontrahenten aus 24 Nationen und fast 10.000 Fans die Alsterdorfer Sporthalle in einen gigantischen Pub.

Darts-Legende Phil Taylor begeisterte die Massen beim Weltcup in Hamburg
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Darts-Legende Phil Taylor begeisterte die Massen beim Weltcup in Hamburg

Es herrschte Partystimmung wie bei einer Mischung aus Rosenmontag und Last Night Of The Proms - nur dass es Bier gab statt Kamelle und Tee. Reichlich Bier.

Im Finale am späten Sonntag setzten sich Taylor und sein Partner Adrian Lewis gegen Australien durch. England sicherte sich damit den Titel des zum zweiten Mal ausgetragenen Mannschaftswettbewerbs.

Rund 24.000 Euro Siegprämie nahmen die beiden Briten mit - und bleibende Eindrücke aus der bisherigen Dart-Diaspora auf dem Kontinent: "Hamburg ist großartig", sagte Taylor, tolle Stadt, tolle Stimmung."

Spaß im Publikum

Laute Musik dröhnte während des Turniers aus den Boxen. Die Zuschauer grölten begeistert, während die Athleten die Halle durchquerten und die Bühne betraten.

Viele Fans hingen sich über die Absperrung und hielten den Stars ihre Hand zum Abklatschen hin. Diese Szenen erinnerten an den Einmarsch von Profiboxern. Zahlreiche Fans von der Insel hatten auch den Weg nach Hamburg gefunden und sorgten für Heimspielatmosphäre.

Best of Phil "The Power" Taylor
Philip Douglas Taylor gilt als bester Dartspieler aller Zeiten. Geboren wurde "The Power" im August 1960 in Burslem in Stoke-on-Trent
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Philip Douglas Taylor gilt als bester Dartspieler aller Zeiten. Geboren wurde "The Power" im August 1960 in Burslem in Stoke-on-Trent
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1995 wird Taylor erstmals Weltmeister der von ihm mitbegründeten PDC (Professional Darts Corporation)
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1995 wird Taylor erstmals Weltmeister der von ihm mitbegründeten PDC (Professional Darts Corporation)
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Gleich im nächsten Jahr verteidigt er seinen Titel in einem unfassbar stylischen Outfit und klasse Fönfrisur
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Gleich im nächsten Jahr verteidigt er seinen Titel in einem unfassbar stylischen Outfit und klasse Fönfrisur
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Im Finale des 96er Turniers besiegt er Dennis Priestley, gegen den er insgesamt fünf WM-Endspiele bestreitet (vier Siege)
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Im Finale des 96er Turniers besiegt er Dennis Priestley, gegen den er insgesamt fünf WM-Endspiele bestreitet (vier Siege)
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Taylor 1998 mit der kleinen Glaskugel. Im Finale hatte er Priestley mit 6:0 abgefertigt
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Taylor 1998 mit der kleinen Glaskugel. Im Finale hatte er Priestley mit 6:0 abgefertigt
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1999 sah Taylor irgendwie entfernt aus wie Pastewka, spielte aber so gut wie immer und schlug Peter Manley mit 6:2
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1999 sah Taylor irgendwie entfernt aus wie Pastewka, spielte aber so gut wie immer und schlug Peter Manley mit 6:2
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Szene aus dem 99er Finale. Zwei weitere Male werden sich die beiden im WM-Endspiel gegenüber stehen. Taylor siegt jeweils 7:0
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Szene aus dem 99er Finale. Zwei weitere Male werden sich die beiden im WM-Endspiel gegenüber stehen. Taylor siegt jeweils 7:0
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Noch ein Bild aus dem Jahr 1999: Taylor und der Niederländer Raymond van Barneveld, der ihn 2007 im Finale mit 7:6 bezwingen soll
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Noch ein Bild aus dem Jahr 1999: Taylor und der Niederländer Raymond van Barneveld, der ihn 2007 im Finale mit 7:6 bezwingen soll
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Auch 2000 wird Taylor Weltmeister. In späteren Jahren wird er sein Shirt immer genau in der richtigen Länge wählen
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Auch 2000 wird Taylor Weltmeister. In späteren Jahren wird er sein Shirt immer genau in der richtigen Länge wählen
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Very british: Phil Taylor posiert vor dem Buckingham Palace in London
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Very british: Phil Taylor posiert vor dem Buckingham Palace in London
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Was soll ich machen? Ich bin halt so gut! Taylor wird Weltmeister 2001 nach einem 7:0 über John Part
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Was soll ich machen? Ich bin halt so gut! Taylor wird Weltmeister 2001 nach einem 7:0 über John Part
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Kleiner Zeitsprung: 2003 verliert Taylor das WM-Finale gegen eben jenen John Part, mit dem...
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Kleiner Zeitsprung: 2003 verliert Taylor das WM-Finale gegen eben jenen John Part, mit dem...
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... er hier einträchtig in Las Vegas posiert
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... er hier einträchtig in Las Vegas posiert
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Doch wieder etwas zurück: Taylor holt 2002 seinen zehnten Titel. Manley war sein "Opfer" im Finale
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Doch wieder etwas zurück: Taylor holt 2002 seinen zehnten Titel. Manley war sein "Opfer" im Finale
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Kein Geheimnis macht Taylor um seine Figur. Die ist Ergebnis täglichen Fitnesstrainings in der Muckibude
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Kein Geheimnis macht Taylor um seine Figur. Die ist Ergebnis täglichen Fitnesstrainings in der Muckibude
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2004 gewinnt Taylor ein dramatisches Finale gegen Kevin "The Artist" Painter nach Shoot Out mit 7:6
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2004 gewinnt Taylor ein dramatisches Finale gegen Kevin "The Artist" Painter nach Shoot Out mit 7:6
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Es folgen die Titel 2005 und 2006 und die bereits erwähnte Niederlage gegen van Barneveld 2007
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Es folgen die Titel 2005 und 2006 und die bereits erwähnte Niederlage gegen van Barneveld 2007
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2008 scheidet Taylor sogar im Viertelfinale aus, ehe er sich 2009 mit einem 7:1 im Finale über van Barneveld revanchiert
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2008 scheidet Taylor sogar im Viertelfinale aus, ehe er sich 2009 mit einem 7:1 im Finale über van Barneveld revanchiert
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Seinen Sieg am 3. Januar 2010 - den insgesamt 15. WM-Titel - bezeichnete Taylor als den wichtigsten seiner Karriere
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Seinen Sieg am 3. Januar 2010 - den insgesamt 15. WM-Titel - bezeichnete Taylor als den wichtigsten seiner Karriere
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In Deutschland hauptsächlich als Zeitvertreib in Kneipen bekannt, zählt Darts in England zu den Nationalsportarten. Einschaltquoten von mehr als fünf Millionen sind dort keine Seltenheit.

Nur Fußball lockt noch mehr Menschen vor den Fernseher. "Wir möchten den Sport auch in Deutschland voranbringen und lassen daher große Turniere hierzulande stattfinden", erklärte Sebastian Mayer, Eventdirektor der Professional Darts Corporation (PDC) Europe.

"Die Stimmung ist einfach geil"

Die Team-WM war mit einem Preisgeld von insgesamt 150.000 Pfund (ca. 180.000 Euro) dotiert, die sechs Sessions waren mit fast jeweils rund 1.800 Zuschauern nahezu ausverkauft.

Bestens gelaunt saßen die Zuschauer mit ihren Bierchen an länglichen Tischen und grölten Anfeuerungsrufe Richtung Bühne. "Die Stimmung ist einfach geil", rief ein junger Mann. "Hauptsache saufen", schrie sein Tischnachbar ihm entgegen. Je später der Abend und je betrunkener manche Zuschauer wurden, desto unwichtiger wurde das sportliche Geschehen.

Phil Taylor statt Justin Bieber

Ob in der 2. Runde nun Nordirland oder Dänemark, Schottland oder Südafrika gewann - den meisten dürfte es egal gewesen sein. Trotzdem wurde die Gelegenheit genutzt, um bei erfolgreichen Würfen begeistert auf den Bänken zu tanzen.

Darts und Alkohol - irgendwie gehört das immer noch zusammen. Auch manche Athleten sind einem Bierchen vor dem Spiel nicht abgeneigt. "Autofahren dürfte ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr", sagte der deutsche Vertreter Bernd Roith direkt nach seinem ersten Spiel lachend. Für ihn ist Darts vorwiegend ein Hobby.

Phil The Power Taylor ist in England dagegen ein Superstar und mehrfacher Millionär.

Als der 51-Jährige die Halle betrat, drängelten sich die Leute an die Absperrung. Darunter auch ein junges englisches Mädchen, das vom Alter her eher auf Justin Bieber stehen könnte. "Es ist unglaublich, ihn einmal live zu sehen", sagte sie begeistert. Sie hatte ihren Spaß, alle hatten ihren Spaß.


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"There is only one Phil Taylor", sangen die englischen Fans fast durchgehend.

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