Mittwoch, 11.01.2012

Titelverteidiger scheiterte an einem Stück Gummi

Rallye Dakar: Al-Attiyah steigt aus

Nasser Al-Attiyah stieg aus seinem Hummer, beugte sich über den riesigen Motor und schüttelte kurze Zeit später enttäuscht den Kopf. "Wir hatten massive Probleme mit dem Keilriemen der Lichtmaschine", berichtete Al-Attiyah nach der neunten Etappe der Rallye Dakar, die für ihn zugleich auch die letzte war.

Nasser Al-Attiyah und sein Hummer mussten sich der Wüste geschlagen geben
© Getty
Nasser Al-Attiyah und sein Hummer mussten sich der Wüste geschlagen geben

Der zweifache Etappensieger zeigte sich sichtlich genervt. "Wir hatten in diesem Jahr einfach kein Glück, ohne dass du hier nicht gewinnen kannst", sagte der 41-Jährige. Wie die Nachrichtenagentur "dapd" erfuhr, kommt das vorzeitige Aus Al-Attiyah aber eher entgegen. Denn wenn die Rallye Dakar am kommenden Wochenende nach 9.000 Kilometern durch Argentinien, Chile und Peru auf die Zielgerade einbiegt, steht in Katar die Qualifikation für die Olympischen Spiele auf dem Programm.

Die dürfte Al-Attiyah im Hinterkopf gehabt haben, als sein Hummer auf dem neunten Teilstück mehrmals Probleme machte und nach 174 Kilometern schließlich endgültig den Geist aufgab. Zu diesem Zeitpunkt lag der Rallye-Allrounder bereits mit über einer Stunde Rückstand hinter der Spitze. Was Olympia mit Rallye-Fahrer Al-Attiyah zu tun hat?

Al-Attiyah bei den Olympischen Spielen am Start: Im Tontaubenschießen

Der Katarer will in diesem Jahr in London an den Start gehen - im Tontaubenschießen. In dieser Disziplin schrammte Al-Attiyah bereits 2004 in Athen als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbei. Bei den Asienspielen 2002 und 2008 holte er mit der Mannschaft Katars Gold, 2008 zudem Bronze im Einzel.

Der Tausendsassa hat zudem noch ein weiteres Eisen im Feuer: Al-Attiyah wird 2012 auch bei der Rallye-Weltmeisterschaft in einem Citroen an den Start gehen. Allerdings erst ab dem zweiten Rennen. Kurzzeitig gab es daher Spekulationen, dass All-Attiyah das Aus nutzt, um schon beim WM-Auftakt in Monte Carlo dabei sein zu können.

Daumendrücken für den Teamkollegen

Für All-Attiyah alles gute Argumente, das Aus bei der Rallye Dakar mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen, denn "auch mit dem Hummer wäre der Gesamtsieg möglich gewesen".

Im Vorjahr triumphierte Al-Attiyah als Volkswagen-Werksfahrer in einem Touareg und drückt nun seinem Teamkollegen Robby Gordon (USA) die Daumen: "Er ist der einzig Verbliebene, der die Mini schlagen kann."

Teamkollege Gordon war auch der Einzige, der Al-Attiyah bei der Reparatur des Hummers hätte helfen können. Doch der NASCAR-Star war dem Katari schon enteilt, fuhr dann auch seinen ersten Tagessieg ein und verkürzte den Rückstand auf den neunmaligen Dakar-Sieger Stephane Peterhansel (Frankreich) auf 5:58 Minuten.

Wer den Gesamtsieg am Sonntag holt, wird Al-Attiyah höchstens am Rande mitbekommen. Er ist dann ja beim Tontaubenschießen.

Rallye Dakar: Tortur vom ersten Meter an
Die Dakar 2012 hat beinhart begonnen. Tragischer Tiefpunkt der ersten Etappe war natürlich der tödliche Unfall von Motorrad-Pilot Jorge Martinez
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Aber auch bei den Autos war vom ersten Kilometer an klar, was für eine Tortur die Rallye ist. Hier brannte das Auto des Argentiniers Jose Antonio Blangino aus
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Auch Routiniers waren nicht vor dem Feuer gefeit. Der Südafrikaner Alfie Cox hat schon viele Dakar-Rallyes gesehen, diesem Brand stand aber auch er machtlos gegenüber
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Von Cox' Auto war wirklich überhaupt nichts mehr übrig. Und das auf der allerersten Etappe der über 8000 Kilometer langen Rallye
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Vorjahressieger Nasser Al-Attyiah musste ebenfalls noch vor Ende des ersten Teilstücks die Segel streichen. Der Motor an seinem Hummer machte schlapp
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Sein Hummer-Kollege Robby Gordon schleppte Al-Attyiah noch ins Ziel. Zuvor hatte er sich erfolgreich durch die ersten Dünen Südamerikas gekämpft
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Die ersten Wertungskilometer der Rallye führten die Piloten an der argentinischen Atlantikküste entlang. Das Ziel liegt diesmal in Peru
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Die ersten Wertungskilometer der Rallye führten die Piloten an der argentinischen Atlantikküste entlang. Das Ziel liegt diesmal in Peru
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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