Montag, 16.01.2012

Mit Konstanz und Konzentration zum König von Dakar

Rallye Dakar: Peterhansel mit zehntem Sieg

Als die letzte Spazierfahrt erfolgreich beendet war, kletterte Stephane Peterhansel gemeinsam mit seinem französischen Landsmann Jean-Paul Cottret auf die Motorhaube seines Minis. Eingerahmt von ein paar einheimischen Schönheiten auf der Plaza de Armas im historischen Zentrum von Lima ließ sich das siegreiche Duo von den begeisterten Fans feiern. Zu diesem Zeitpunkt lagen über 8.000 Kilometer hinter Peterhansel, der sich mit seinem insgesamt zehnten Sieg endgültig zum König der Rallye Dakar krönte.

Stephane Peterhansel (r.) gewinnt die Rallye Dakar zum zehnten Mal
© Getty
Stephane Peterhansel (r.) gewinnt die Rallye Dakar zum zehnten Mal

"Es hat so lange gedauert, bis ich noch einmal gewinnen konnte. Dies nun auch in Südamerika zu schaffen, ist eine gewaltige Erleichterung für mich", sagte Peterhansel. Sechs Mal hatte er zuvor auf dem Motorrad triumphiert, nun stehen zusätzlich vier Erfolge in der Automobilwertung zu Buche.

"Dieser Dakar-Sieg in ganz sicher einer meiner Schönsten. Zumal die erste Woche überaus knapp verlaufen ist und die ganze Zeit unter sehr viel Druck gefahren wurde", sagte Peterhansel, der am Steuer seines Mini die Ruhe behielt.

Erster Triumph nach fünf Jahren

Der Dakar-Rekordhalter fuhr seinem ersten Triumph nach fünf Jahren konzentriert, abgeklärt und konstant wie nie entgegen. Drei Tagessiege und ab dem dritten Tag Führender der Gesamtwertung bei der Zeitenjagd durch Argentinien, Chile und Peru: Ausschlaggebend für seinen Triumph bei dem berühmt-berüchtigen Rallye-Marathon war aber etwas anderes.

"Ich habe noch nie eine Rallye ohne technische Probleme absolviert. In diesem Jahr mussten wir auf den knapp 8.000 Kilometern nicht einmal stoppen", sagte Peterhansel. Technische Probleme hatten zum Beispiel Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah zur Aufgabe gezwungen.

Dakar-Zukunft noch offen

Inzwischen wird der 46-Jährige in einem Atemzug mit Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher (7 Titel) und Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb (8 Titel) genannt. Denn Allrounder Peterhansel gewann in den Jahren 1991, 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998 die Rallye Paris - Dakar in der Motorradwertung. 1999 wechselte der Franzose von zwei auf vier Räder und gewann 2004, 2005 und 2007 auch die Automobilwertung.

Bei der Dakar 2010 und 2011 belegte Peterhansel in der Autowertung jeweils den vierten Gesamtrang. Zu seinen bittersten Dakar-Momenten gehörte aber 2006 in Führung liegend die Kollision mit einem Baum. Beim Sieg seines französischen Teamkollegen Luc Alphand wurde Peterhansel nur Vierter.

Peterhansel, als Jugendlicher Skateboardmeister in seiner Heimat, sei sich von Anfang an sicher gewesen, dass er 2012 endlich wieder gewinnen könne: "Aber wir mussten von Tag zu Tag denken, ohne Fehler und ohne technische Probleme und dann sehen, was passiert."

Ob "Mister Dakar" Peterhansel im kommenden Jahr seinen elften Sieg anpeilen wird, steht noch nicht fest. Zunächst wird der Franzose mit Familie, Freunden und dem Team den zehnten Erfolg feiern. "Dann werden wir sehen, was die Zukunft bringt."

Rallye Dakar: Tortur vom ersten Meter an
Die Dakar 2012 hat beinhart begonnen. Tragischer Tiefpunkt der ersten Etappe war natürlich der tödliche Unfall von Motorrad-Pilot Jorge Martinez
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Aber auch bei den Autos war vom ersten Kilometer an klar, was für eine Tortur die Rallye ist. Hier brannte das Auto des Argentiniers Jose Antonio Blangino aus
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Auch Routiniers waren nicht vor dem Feuer gefeit. Der Südafrikaner Alfie Cox hat schon viele Dakar-Rallyes gesehen, diesem Brand stand aber auch er machtlos gegenüber
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Von Cox' Auto war wirklich überhaupt nichts mehr übrig. Und das auf der allerersten Etappe der über 8000 Kilometer langen Rallye
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Vorjahressieger Nasser Al-Attyiah musste ebenfalls noch vor Ende des ersten Teilstücks die Segel streichen. Der Motor an seinem Hummer machte schlapp
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Sein Hummer-Kollege Robby Gordon schleppte Al-Attyiah noch ins Ziel. Zuvor hatte er sich erfolgreich durch die ersten Dünen Südamerikas gekämpft
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Die ersten Wertungskilometer der Rallye führten die Piloten an der argentinischen Atlantikküste entlang. Das Ziel liegt diesmal in Peru
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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Es gab auf dem ersten Teilstück übrigens nicht nur Sand. Auch Wasserdurchquerungen standen auf der Tagesordnung - das volle Dakar-Programm eben.
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