Donnerstag, 01.12.2011

Voting: Pechvogel des Monats November

Twitter-Sperre dank Cowboys-Weichei

Twitter-Verbot für eine NFL-Cheerleaderin, Peitschenhiebe für einen Popo-Grabscher und ein wortkarger Interview-Partner. Auch im November gab es wieder reichlich Pechvogel-Kandidaten. Wen wählt Ihr?

Cowboys-Cheerleader Melissa Kellerman ist zu tough für Tight End Jason Witten
© Getty
Cowboys-Cheerleader Melissa Kellerman ist zu tough für Tight End Jason Witten

Wie jeden Monat stellen wir Euch auch jetzt wieder unsere Pechvögel des Monats vor.

VOTING Wer ist Euer Pechvogel? Stimmt im Voting auf der rechten Seite ab!

Also: Wer hatte Eurer Meinung nach das größte Pech oder hat sich am dümmsten angestellt? Die Wahl läuft bis einschließlich kommenden Sonntag. Danach gibt es die Auswertung mit dem Vergleich zum Voting der SPOX-Redaktion.

Kandidat 1: Melissa Kellerman

Melissa Kellerman
© Getty

Als NFL-Cheerleaderin hat man es schon nicht leicht: Man muss die Choreografie voll drauf haben, dabei hübsch aussehen und sich auch mal von einem 120 Kilo-Brocken über den Haufen rammen lassen. So erging es zumindest Melissa Kellerman.

Die 22-jährige Pompon-Schwingerin der Dallas Cowboys ging gerade ihrem Job nach und heizte den Fans ein. Dabei hatte sie dem Feld ihren Rücken zugedreht und sah nicht, was auf dem Feld abging.

Tight End Jason Witten hatte sich einen wilden Pass von Tony Romo geschnappt, wurde von seinem Gegenspieler ins Aus gedrängt und rammte Kellerman ungespitzt in den Boden. Was tat die Gute? Sie stand einfach wieder auf, lachte sich kurz mit ihren Kolleginnen schlapp und cheerte dann weiter.

Ihr Fazit bei Twitter: "Entgegen Eurer Befürchtungen hat es nicht so sehr weh getan. Unser Tight End ist scheinbar nicht so tough wie er scheint... Entweder das, oder ich bin einfach tougher..;-)" So weit, so sympathisch - denkste! Während die Beteiligten die Geschichte cool meisterten, ließen die Cowboys Kellermans Account sperren. Wieso auch immer.

VIDEO: Witten tackelt eine Cheerleaderin

Kandidat 2: Clarke MacArthur

Clarke MacArthur
Clarke MacArthur
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Machen wir uns nichts vor: Bei einem Eigentor sieht man immer doof aus. Aber auch da gibt es feine Unterschiede. Das musste auch Flügelstürmer Clarke MacArthur von den Maple Leafs feststellen.

Toronto lag in eigener Halle gegen den Rivalen aus Ottawa 50 Sekunden vor Schluss mit 2:4 hinten. Da musste schnellstmöglich der Anschlusstreffer her!

Die Leafs gewinnen ein Bully am gegnerischen Tor, MacArthur bekommt den Puck und hat theoretisch eine gute Idee: Er passt zurück zur blauen Linie, wo Verteidiger Carl Gunnarsson steht.

Aber eben nur theoretisch. Denn MacArthurs Rückspiel schießt an Gunnarsson vorbei über die komplette Eisfläche und direkt hinein ins eigene Gehäuse. Den Goalie hatte man zuvor zugunsten eines sechsten Feldspielers runter genommen. Den Senators sollte es Recht sein, sei feierten den 5:2-Endstand.

VIDEO: MacArthurs Kunstpass ins eigene Tor

Kandidat 3: Mohammaed Nosrati und Sheis Rezaei

Mohammaed Nosrati
Mohammaed Nosrati
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Fußballer sind schon komische Menschen. Im Torjubel vergessen sie alles um sich herum und packen die bescheuertsten Aktionen aus. Oder sich gegenseitig an.

So geschehen im iranischen Erstligaspiel zwischen Persepolis und Damash Gilan. Nach dem Treffer zum 1:0 thront Shey Rezaei auf der Jubeltraube, Mohammaed Nosrati kommt hinzu - und langt ihm beherzt an den Hintern. Der Kollege reagiert alles andere als begeistert und schlägt die Hand gleich weg.

Popo-Kneifer sind im Fußball nicht unbedingt eine Neuheit, im Iran sieht man das Ganze allerdings nicht ganz so gerne. "Opfer" Rezaei wurde vorerst vom Spielbetrieb ausgeschlossen, Nosrati suspendiert. Zudem wurden ihre Gehälter um jeweils 15 Prozent gekürzt und der Klub-Präsident musste seinen Hut nehmen, weil er den Vorfall nicht beim Verband gemeldet hatte.

Der kleine Grabscher ist zu einem handfesten Skandal geworden. Ein iranischer Richter hatte unmittelbar nach dem Zwischenfall sogar behauptet, es handele sich um eine Straftat, die mit Gefängnis von bis zu zwei Jahren und 74 Peitschenhieben zu ahnden wäre.

VIDEO: Hintern-Grabscher beim Torjubel

Kandidat 4: Ryan Murphy

Ryan Murphy
Ryan Murphy
© Getty

Als Eishockeyspieler musst du dir Respekt verschaffen und als Sohn einer deutschen Legende in den USA sowieso. Das weiß auch Tom Kühnhackl, Sprössling von Hall of Famer Erich Kühnhackl und 2010 von den Pittsburgh Penguins gedraftet.

Derzeit geht Tommy für die Niagara IceDogs in der Ontario Hockey League auf Torejagd. Oder auch nicht. Denn im Spiel gegen die Kitchener Rangers checkte er deren Verteidiger Ryan Murphy mit voller Wucht über den Haufen. Dagegen war Jason Wittens Cheerleader-Tackle ein kompletter Witz!

Die Geschwindigkeit, mit der Kühnhackl angeschossen kam, war beeindruckend, Murphys Gehirnerschütterung hingegen weniger. Das Ergebnis des Monster-Checks sind saftige 20 Spiele Sperre, den Ruf als Raubein dürfte er damit weg haben. Was der Papa wohl dazu sagt?

VIDEO: BAM! Was ein Bodycheck

Kandidat 5: Samuel Inkoom

Samuel Inkoom
Samuel Inkoom
© Getty

Gelbe Karte fürs Springen an Zäune oder das Ausziehen des Trikots - alles Mumpitz! Damit treibt die FIFA seit Jahren jeden waschechten Fußballfan in den Wahnsinn. In der Ukraine hat ein Schiedsrichter nun komplett den Vogel abgeschossen.

Der namentlich beste Klub der Welt, Dnipro Dnipropetrowsk, führte mit 1:0 bei Karpaty. Außenverteidiger Samuel Inkoom hatte schon Gelb und sollte vom Feld, Teamkollege Evgeniy Shakhov stand zur Einwechslung bereit. Inkoom joggte zur Seitenlinie und stand im Geiste schon unter der Dusche.

Logische Reaktion: Er zog sein Trikot aus, das brauchte er jetzt schließlich nicht mehr. Der Schiedsrichter sah das wohl etwas anders: Er verpasste Inkoom die Gelb-Rote Karte, Shakhov durfte sich wieder setzen. Für Dnipropetrowsk ging es in Unterzahl weiter.

Kandidat 6: New Yorks Sportpresse

John Tortorella
John Tortorella
© Getty

Dass Spieler und Trainer nicht immer Lust darauf haben, sich der Presse zu stellen, ist mehr als verständlich. Gerade vor einem Spiel ist man angespannt und möchte die lästige Pflicht einfach nur schnellstmöglich hinter sich bringen. New York Rangers-Coach John Tortorella ist dabei der ungekrönte König des Speed-Interviews.

Hier Tortorellas ungekürztes 43-sekündiges "Gespräch" mit der Presse vor dem Spiel gegen die Montreal Canadiens:

Reporter: Was bringt Stralman dem Klub?

Tortorella: Wer?

Reporter: Ihr neuer Verteidiger.

Tortorella: Keine Ahnung.

Reporter: Wissen Sie schon, wann er wird spielen können?

Tortorella: (schüttelt den Kopf)

Reporter: Irgendwelche Neuigkeiten zu Rupp?

Tortorella: Nö.

Reporter: Steht er auf der Verletztenliste?

Tortorella: Ich habe keine Ahnung.

Reporter: Wie schaut es mit Wolskis gestrigem MRT aus?

Tortorella: Ich habe keine Ahnung.

Reporter: Gut. Lassen Sie uns das versuchen - wissen Sie schon, wo Sean starten wird?

Tortorella: Keine Ahnung.

Reporter: Wann hat Ihre Mutter Geburtstag?

Tortorella: (lächelt) Ich habe keine Ahnung.

Auswertung: Das war der Pechvogel des Monats Oktober

SPOX

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