Tischtennis-EM

Boll und Co. holen fünftes Gold in Folge

SID
Mittwoch, 12.10.2011 | 20:40 Uhr
Im EM-Finale besiegte Deutschland mit Timo Boll Schweden mit 3:0
© Getty
Advertisement
Western & Southern Open Women Single
Live
WTA Cincinnati: Finale
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Tag 2
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight Pressekonferenz
National Rugby League
Broncos -
Eels
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard Pressekonferenz
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3

Gold-Hamster Timo Boll und seine Teamkollegen haben erneut zugeschlagen: Zum fünften Mal in Serie führte Deutschlands Ausnahmespieler die DTTB-Asse bei der EM zum Team-Gold.

Mit dem 3:0 im Endspiel von Danzig gegen Schweden untermauerten Boll und Co. ihren Ruf als "Chinesen Europas". Seit über sechs Jahren sind die deutschen Herren in EM-Spielen ungeschlagen, Rekordeuropameister Boll schraubte seine beeindruckende EM-Bilanz mit dem Triumph in Polen auf 14 Titel.

Bevor sich das deutsche Team jubelnd in die Arme fiel, hatte der 30 Jahre alte Boll (Düsseldorf) den Weg durch einem Sieg im Generationen-Duell mit der 15 Jahre älteren Tischtennis-Legende Jörgen Persson geebnet. Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland), der beim Halbfinale am Vortag gegen Portugal (3:1) wegen Herzrasen und Kopfschmerzen noch passen musste, sowie Patrick Baum (Düsseldorf) machten die fünfte Ausgabe im Gold-Abonnement perfekt.

"Wenn man über eine so lange Zeit so konstante Leistung zeigt, kann man schon stolz sein", sagte ein sichtlich zufriedener Timo Boll nach dem Spiel, war aber angesichts der noch vor ihm liegenden Aufgaben zu müde für mehr als ein Schlückchen Sekt: "Es geht ja für uns direkt weiter." DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig lobte seine Erfolgsgaranten: "Das Team hat gezeigt, dass es spielerisch, taktisch und mental gut drauf ist."

Deutschland wird Favoritenrolle gerecht

Boll und Co. waren mit Respekt in das Match gegen den Rekord-Champion (14 Titel) gegangen. "Schweden wird alles versuchen. Sie werden uns alles abverlangen", hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf vorab vermutet, zumal die Schreckensbilanz von 3:11 in EM-Vergleichen und 0:4 in EM-Endspielen für das Topteam der 80er und 90er Jahre sprach.

Doch die Deutschen brachen den Bann und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Vor rund 900 Zuschauern, darunter das deutsche Tischtennis-Idol Eberhard Schöler als Vizepräsident des europäischen Verbandes ETTU, zeigte Boll an der Platte nur im ersten Satz Respekt vor Altmeister Persson, unter anderem Einzel-Weltmeister von 1991. Doch der Weltranglistenvierte musste beim 3:1 hart arbeiten und kühlte sich nach dem Duell mit einem Eisbeutel beide Knie.

Ovtcharov mit starken Leistungen

Zumindest ein wenig durchschnaufen konnte Boll, der nach einem anstrengenden Sommer-Engagement in China in diesem Jahr auf eine Titelverteidigung im Doppel verzichtet, nach dem Finale bis zum folgenden Nachmittag. Der WM-Dritte hat bei der am Donnerstag beginnenden Einzelkonkurrenz erneut die Titelverteidigung im Visier. Seine bisherigen Auftritte in Danzig machten Hoffnung, 7:0 Siege konnte er im Team-Wettbewerb verbuchen.

Aber auch sein Teamkollege Ovtcharov, den Boll auf dem Weg zum fünften EM-Titel in einem möglichen Halbfinale treffen könnte, zeigte sich in Polen in starker Form und unterstrich seine Medaillenambitionen. In vier Team-Einzeln gab der 23-Jährige bislang nur einen einzigen Satz ab. "Ich bin froh, dass ich mich über Nacht regeneriert habe, denn ich bin seit Monaten gut drauf", sagte Ovtcharov.

Den Mannschaftstitel bei den Frauen sicherten sich zum vierten Mal in Folge die Niederländerinnen mit einem 3:0 im Finale gegen Rumänien. Die DTTB-Frauen hatten das Turnier nach dem Scheitern im Viertelfinale auf Platz fünf beendet.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung