Rugby-WM in Neuseeland

All Blacks gegen "Staatsfeind Nummer eins"

SID
Freitag, 14.10.2011 | 13:09 Uhr
Die All Blacks wollen bei der Heim-WM in Neuseeland der WM-Titel gewinnen
© Getty
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Am Sonntag kommt es mit dem Halbfinal-Knüller zwischen Australien und Neuseeland zum vorläufigen Höhepunkt der Rugby-WM. Die Wallabies rücken mit Neuseelands "Staatsfeind Nummer eins" an. Die All Blacks kämpfen derweil mit Verletzungssorgen und gegen Disneyland und Angelausflüge.

Eigentlich wollte er ja in Disneyland sein, Mickymaus die Hand schütteln, mit Goofy herumalbern. Doch statt Urlaub zu machen, steht für Aaron Cruden am Sonntag Schwerstarbeit an.

Der kürzlich nachnominierte neuseeländische Rugby-Nationalspieler trifft mit den All Blacks am Sonntag im WM-Halbfinale auf den Erzrivalen Australien. "Das ist eindeutig das größte Spiel meines Lebens und eine Riesenherausforderung", sagte der 22-Jährige: "Gegen Australien - das ist immer eine epische Schlacht."

Dass Cruden an dieser "epischen Schlacht" teilnehmen kann, war gleich in mehrfacher Hinsicht nicht vorherzusehen. Denn erstens wurde bei dem Youngster vor drei Jahren Hodenkrebs diagnostiziert. Und zweitens war der Verbindungshalb (Fly-Half) gar nicht für Neuseelands WM-Aufgebot nominiert.

Cruden in Startformation

Erst als sich Superstar Dan Carter im Training einen Adduktoren-Abriss zuzog, musste Cruden seinen geplanten Disneyland-Urlaub verschieben. Weil inzwischen auch für Carters Vertreter Colin Slade das Turnier verletzungsbedingt beendet ist, rückt nun Cruden für den Kracher gegen Australien in die Startformation.

"Es ist ziemlich lustig, wie sich die Dinge innerhalb von zwei Wochen ändern. WM-Halbfinale - viel mehr geht nicht", sagte Cruden: "Ich mache momentan eine ziemlich geile Achterbahnfahrt mit. Hoffentlich kann ich die fortsetzen."

Angstgegner Australien

Darauf hofft eine ganze Nation, doch den Weltmeister von 1987, der schon zweimal an Australien in einem WM-Halbfinale scheiterte (1991 und 2003) plagen weitere Verletzungssorgen.

Kapitän Richie McCaw schleppt sich seit Wochen mit einer Fußverletzung durchs Turnier, Routinier Mils Muliaina musste selbiges aufgrund einer Schulterverletzung vorzeitig beenden.

Für den Fall, dass sich auch Cruden verletzt, nominierte Trainer Graham "Ted" Henry inzwischen Stephen Donald nach. Als Ersatz für den Ersatz vom Ersatz. Alles nicht so einfach, und das war auch der Akt der neuerlichen Nachnominierung nicht.

"Ich war zum Angeln auf dem Waikato River. Ich glaube, Ted hat mich ein paar Mal nicht erreicht", erzählte Donald. Schließlich habe ihn Mils Muliaina an die Strippe bekommen. "Milsy sagte mir, 'geh endlich ans Telefon, du Idiot!'"

Ja, das Halbfinal-Duell der beiden Nachbarn erzählt viele Geschichten, man kann sie gar nicht alle wiedergeben. Auf Australiens Seite wäre beispielsweise Trainer Robbie Deans zu nennen, ein gebürtiger Neuseeländer und ehemaliger Co-Trainer der All Blacks.

Der "Staatsfeind Nummer eins"

Weil der neuseeländische Verband den Erfolgs-Coach verprellte, übernahm der 52-Jährige vor vier Jahren die Geschicke beim Erzrivalen und baute eine neue, junge Mannschaft auf. Oder James O'Connor, Sohn neuseeländischer Eltern und männliche Ausgabe von Teenie-Star Justin Bieber. Oder aber Quade Cooper, wen wundert's, auch ein gebürtiger Kiwi.

Der 23-Jährige gilt in seinem Geburtsland nach zwei fragwürdigen Aktionen gegen Neuseelands Nationalheiligtum und All-Blacks-Kapitän Richie McCaw als "Staatsfeind Nummer eins".

Entscheidene Phase des Turniers

Unter anderem traf Cooper "Captain Fantastic" einmal im Spiel mit dem Knie am Kopf. Unabsichtlich natürlich.

"Es stört mich überhaupt nicht, der Staatsfeind Nummer eins zu sein. Eigentlich genieße ich es sogar", sagte Cooper: "Wir sind nicht hier, um Freundschaften zu schließen. Wir sind hier, um das Turnier zu gewinnen."

Der schillernde Jungstar, der auch schon wegen Einbruchs angeklagt war, ist übrigens mit der australischen Schwimm-Olympiasiegerin Stephanie Rice liiert. Die gratulierte ihrem Liebsten im vergangenen Jahr via Twitter zu einem Sieg der Wallabies über Südafrika.

Unglücklicherweise geriet ihr Glückwunsch-Gezwitscher zu einem "riesigen Fehler in Sachen Wortwahl und Urteilsvermögen", wie sie später öffentlich eingestand. Auch so eine Geschichte. Mal sehen, was am Sonntag so alles neu hinzukommt.

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