Trainer Guidetti: "So noch nie erlebt"

EM: Volleyballerinnen imponieren mit Teamgeist

SID
Mittwoch, 28.09.2011 | 12:26 Uhr
Nationaltrainer Guido Guidetti (M.) steht mit seinen DVV-Frauen im EM-Viertelfinale
© Getty
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Deutschlands "Schmetterlinge" sind reif für den nächsten Coup. "Ins Viertelfinale gehen wir auf jeden Fall als Favorit. Ich habe jetzt viel Hoffnung für das Turnier", sagt Bundestrainer Guidetti vor dem ersten K.o.-Spiel.

Giovanni Guidetti zieht beim Training in Belgrads "Hala Pionir" die Blicke von Deutschlands Volleyballerinnen auf sich: "Alle mal herschauen!" Er wirft den Ball in Richtung Netz, Felix Koslowski versenkt ihn mit einem Schmetterschlag in der anderen Spielfeldhälfte. Applaus, Lachen. Die Stimmung im deutschen Team bei der Europameisterschaft 2011 in Serbien und Italien ist bestens - nicht nur, weil Bundestrainer und Co-Trainer mit gekonntem Zusammenspiel imponieren.

Drei Spiele hat die deutsche Auswahl in der Vorrunde absolviert, dabei drei Siege eingefahren und nur einen Satz abgegeben. Gegen die Ukraine, Frankreich und Gastgeber Serbien steigerten sich Guidettis "Schmetterlinge" kontinuierlich und erreichten ohne Umweg über die Playoff-Runde das Viertelfinale. Zudem zählen die Deutschen dank der Leistung gegen die starken Serbinnen nun sogar zu den Medaillen-Kandidaten.

Für Guidetti liegt das Erfolgsrezept auf der Hand: "Diese Gruppe ist etwas Besonderes. Sie hält zusammen - egal was passiert. So etwas wie hier habe ich noch nie in meinem Leben gesehen."

"Es macht einfach Spaß, weil die Chemie stimmt"

Spaß am Volleyball, Mut zum Risiko und vor allem viel Leidenschaft - Deutschlands Volleyballerinnen präsentieren sich in Belgrad wie das Gegenteil ihrer männlichen Kollegen. Diese waren vor zwei Wochen bei der EM in Tschechien und Österreich angetreten, um eine Medaille zu gewinnen. Am Ende stand die schlechteste Platzierung seit 40 Jahren bei einer EM-Endrunde: Rang 15, Vorletzter.

Guidetti aber formte ein Team, das geschlossen auftritt und dazu mit Angelina Grün Deutschlands beste Volleyballerin nach mehr als dreijähriger Nationalmannschaftspause wieder in seinen Reihen hat. Die Mannschaft funktioniert. "Jeder hat seinen Verantwortungsbereich und weiß, was zu tun ist", sagt Grün. "Es herrscht ein tolles Feeling. Es macht einfach Spaß, weil die Chemie stimmt."

Eine Schlüsselrolle spielt Mentaltrainer Christian Fust, der das Team bereits seit drei Jahren betreut und in Belgrad zu erstaunlicher psychischer Stärke führte. "Christian sieht viele Dinge von außen, die wir gar nicht wahrnehmen", sagt Christiane Fürst. "Er findet die kleinen Dinge, die man verändern muss, um erfolgreich zusammen zu spielen." Zudem herrscht eine überaus offene Atmosphäre. "Jeder ist hier ehrlich zu sich und zu den anderen", sagt Grün. "Da lässt man vor den anderen - im übertragenen Sinne - auch mal die Hosen runter."

"Dieser Teamgeist ist ein Schatz"

"Dieser Teamgeist ist ein Schatz", sagt Kapitänin Margareta Kozuch. "Es ist normalerweise schwierig bis unmöglich, so etwas hinzukriegen. Aber wir haben es und wissen, dass wir immer darauf vertrauen können." Auch im Viertelfinale am Donnerstag (29. September, 17 Uhr), wenn gegen die Tschechische Republik oder Frankreich das Halbfinale möglich ist und damit die insgesamt neunte EM-Medaille in greifbare Nähe rückt. 2009 stand Deutschland zuletzt im Halbfinale, belegte aber Platz vier. 2003 wurde Bronze und damit zum vorerst letzten Mal Edelmetall gewonnen.

So weit denkt man im deutschen Lager noch nicht. Auch wenn derzeit nicht nur die Ausgangsposition im EM-Rennen, sondern auch im Kampf um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 aussichtsreich ist. Dafür allerdings müsste Team Deutschland das Finale erreichen.

Damit wiederum würden sich die Deutschen einen der beiden europäischen Startplätze beim World Cup (4. bis 18. November in Japan) sichern, bei dem die ersten drei Olympiatickets vergeben werden. "Für uns zählt jetzt nur das Viertelfinale", sagt Guidetti. "Das wird ein schweres Spiel, denn jeder erwartet von uns den Sieg. Aber es gibt in jedem Volleyballspiel einen Weg, um zu gewinnen."

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