Goldfavoriten erleiden Schiffbruch

SID
Freitag, 19.08.2011 | 18:05 Uhr
Nicole Reinhardt hat im Einerkajak das Finale bei der WM in Ungarn erreicht
© Getty
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Erst platzte der Traum vom Titel-Hattrick für Max Hoff, dann fuhren die Zweierkajak-Olympiasieger Andreas Ihle/Martin Hollstein der Konkurrenz hinterher: Die Goldfavoriten der deutschen Kanu-Flotte haben am ersten Finaltag der Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged in den olympischen Klassen Schiffbruch erlitten, da war der zweite Platz des Frauen-Viererkajaks nur ein schwacher Trost.

Überschattet wurden die Siegerehrungen zudem von einer peinlichen Panne. Nachdem Anne Knorr/Debora Niche (Leipzig/Berlin) im nicht-olympischen Zweierkajak der Frauen über 1000 m Gold gewonnen hatten, wurde nach der Medaillenvergabe die erste statt der dritten Strophe der deutschen Nationalhymne gespielt.

"Ich lass mir davon die Laune nicht verderben. Ich rede mir ein, das war eine fremde Sprache. Starkes Ding auf alle Fälle, was soll man machen", sagte Niche.

"Damit sind wir nicht zufrieden, da die Erwartungshaltung aufgrund der Vorleistungen eine andere war", sagte Verbandspräsident Thomas Konietzko. Während der Essener Hoff nach seinem enttäuschenden vierten Platz im Einerkajak über 1000 m beim Sieg des Kanadiers Adam van Koeverden keinen Kommentar abgab, ließen die Titelverteidiger Ihle/Hollstein nach Rang fünf über den Kilometer ihrem Frust freien Lauf.

Der Magdeburger Ihle schlug mit der Faust gegen einen Fahnenmast, Hollstein schüttelte immer wieder fassungslos den Kopf. "Bei normalen Bedingungen hätte es auf keinen Fall so ausgehen dürfen", sagte Ihle und spielte damit auf die Windvorteile auf den inneren Bahnen an.

Den Wind sah auch Hoff-Trainer Detlef Hofmann als Hauptgrund für die erfolglose Jagd nach dem dritten Gold an. "Das ist eine Enttäuschung, das ist klar. Unter den Bedingungen ist er aber ein gutes Rennen gefahren", sagte Hofmann.

Dass Hoff am Vormittag noch zwei Läufe im Viererkajak über 1000 m bestreiten musste, sah Hofmann als nicht so schwerwiegend an: "Auch ohne Start im Vierer hätte er nicht gewonnen."

Minimalziel erreicht

Immerhin haben Hoff sowie Ihle/Hollstein durch ihre Platzierungen die Quotenplätze für die Sommerspiele 2012 und damit laut Konietzko das "Minimalziel erreicht".

Für den Lichtblick in den olympischen Klassen im ungarischen Kanu-Mekka sorgte überraschend der Viererkajak der Frauen über 500 m mit Platz zwei hinter den von tausenden Fans lautstark angefeuerten Ungarinnen. "Wir haben uns im Halbfinale das Selbstvertrauen geholt. Dann haben wir nur auf uns geschaut", sagte Franziska Weber (Potsdam).

Neben Weber zählten Carolin Leonhardt (Mannheim), Silke Hörmann (Karlsruhe) und Tina Dietze (Leipzig) zum silbernen Quartett, das ebenfalls einen Olympia-Quotenplatz sicher hat und nicht nur bei Cheftrainer Reiner Kießler bei hochsommerlichen Temperaturen für ein "Wellental der Gefühle" sorgte.

WM-Titel für Knorr/Niche

Im nicht-olympischen Zweierkajak der Frauen über 1000 m holten Anne Knorr/Debora Niche (Leipzig/Berlin) überraschend den WM-Titel. Zudem gab es im ebenfalls nicht-olympischen Zweiercanadier über 500 m Bronze durch Peter Kretschmer/Kurt Kuschela (beide Potsdam) Bronze.

Am Samstag wollen die DKV-Athleten weitere Medaillen in den vier anstehenden Finals der olympischen Klassen an Land ziehen. "Zwischen Platz eins und neun ist alles möglich", sagte Vierer-Olympiasiegerin Nicole Reinhardt (Lampertheim) nach ihrem Halbfinalerfolg im Einerkajak über 500 m am Freitag.

Ebenfalls im Finale stehen der Zweierkajak mit Franziska Weber/Tina Dietze (Potsdam/Leipzig), der Zweiercanadier mit Tomasz Wylenzek/Stefan Holtz (Essen/Leipzig) und der Viererkajak um Max Hoff. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das Minimalziel Finale ist erreicht", sagte Athen-Olympiasieger Wylenzek.

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