0:6, 0:6, 0:6 - Danke für gar nichts!

Von SPOX
Dienstag, 02.08.2011 | 11:52 Uhr
"Guckt mich nicht an!" Laurent Bram hat allen Grund, sich zu verstecken
© Getty
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Der luxemburgische Tennisprofi Laurent Bram vertritt sein Heimatland beim Davis Cup und lässt sich von Andy Murray auf dem Court nach Strich und Faden verprügeln. Ein Yankees-Spieler schlägt die eigenen Fans blutig und die Real-Madrid-Stars fahren in den USA Studentinnen über den Haufen. Das und mehr in den Pechvögeln im Monat Juli.

Wie jeden Monat stellen wir Euch auch jetzt wieder unsere Pechvögel des Monats vor.

VOTING Wer ist Euer Pechvogel? Stimmt im Voting auf der rechten Seite ab!

Also: Wer hatte Eurer Meinung nach das größte Pech oder hat sich am dümmsten angestellt? Die Wahl läuft bis einschließlich kommenden Sonntag. Danach gibt es die Auswertung mit dem Vergleich zum Voting der SPOX-Redaktion.

Kandidat 1: Laurent Bram

Eine Niederlage gegen einen der besten Tennisspieler der Welt kann man sich erlauben. Logisch. Was der Luxemburger Laurent Bram in der Davis-Cup-Partie gegen Andy Murray erlebte, ist mit "Niederlage" allerdings nicht ausreichend beschrieben.

Gerade mal 51 Minuten dauerte das "Match"... Bei drei Gewinnsätzen! Mehr brauchte der Schotte beim besten Willen auch nicht. Er prügelte Bram mit 6:0, 6:0, 6:0 glatt vom Platz. Glatter geht es gar nicht.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass Murray derzeit auf Rang vier der Welt steht und sogar schon mal an zweiter Stelle geführt wurde. Brams beste Platzierung war Rang 996. Die Bilanz des Luxemburgers im Davis Cup liegt allerdings bei 5-14. Darüber, wie Murray gegen diese fünf Gegner abgeschnitten hätte, sollte man wohl lieber nicht nachdenken.

Kandidat 2: Thomas Levet

Was gibt es Schöneres für einen Golfer als einen Triumph vor heimischer Kulisse? Herzlich wenig, genau. Entsprechend ausgiebig freute sich der gebürtig aus Paris stammende Thomas Levet, als er am 3. Juli bei den French Open den Titel einfuhr.

Zur Feier des Tages wagte er den Siegessprung in einen See... Tümpel... was auch immer. Kann man schon mal machen. Allerdings wäre es vermutlich klug gewesen, dabei die Beine anzuziehen.

So kam Levet reichlich unsanft auf und musste beim Rausklettern feststellen, dass er sich das Schienbein gebrochen hatte. Das Ergebnis: Sechs Wochen Pause, wodurch der Franzose die British Open verpasste. Blöd gelaufen, beziehungsweise gesprungen.

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Kandidat 3: Eine UCLA-Studentin

Einmal in einem Golfcart wie eine gesengte Sau durch die Gegend rasen - das ist der Traum vieler. Offensichtlich gilt das auch für die Fußballer von Real Madrid, die kürzlich im Rahmen ihres Trainingslagers in Los Angeles auf dem Uni-Campus der UCLA unterwegs waren.

Klar, dass die Jungs ordentlich aufs Gaspedal traten. Nur gibt es auf so einem Campus dummerweise auch noch andere Menschen. Studenten beispielsweise. Ein weibliches Exemplar dieser Spezies kam gerade aus einem Seitenweg gelaufen, als eines der Carts heransauste - und wurde einfach über den Haufen gefahren.

Die Jungs fragten kurz nach, ob alles in Ordnung sei und fuhren weiter. Darüber, ob es sich nun um einen dummen Unfall oder aber um einen Suizidversuch des Mädels handelt, darf ebenso spekuliert werden wie darüber, wer eigentlich am Steuer des Carts saß.

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Kandidat 4: Volha Malevich

Wir befinden uns bei den U-23-Leichtathletik-Europameisterschaften im tschechischen Ostrava, der 10.000 Meter-Lauf der Frauen ist in vollem Gange. Eine Runde vor Schluss liegt die Weißrussin Volha Malevich auf dem dritten Rang, die Bronzemedaille winkt.

Doch in der letzten Runde geht nichts mehr, sie wird vom Feld überholt und klappt unmittelbar hinter der Ziellinie zusammen. Was war passiert? Ein klarer Fall von: zu früh gefreut.

Die Gute hatte nach der vorletzten Runde schon feiernderweise die Hände in die Höhe gehoben, bevor sie merkte, dass ihre Konkurrentinnen weiterliefen. Also trabte Malevich, die in der vermeintlichen Schlussrunde alles aus sich rausgeholt hatte, weiter. Entsprechend fertig war sie am Ende und erlitt einen Schwächeanfall. What a drama!

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Kandidat 5: Sabine Krantz

Sabine Krantz hat ihr Rennen im Gegensatz zu Volha Malevich zwar durchgezogen, hatte aber trotzdem herzlich wenig zu lachen. Die Weltklasse-Geherin legte am 11. Juni in Erfurt über 20 Kilometer eine Zeit von 1:31:07 Stunden hin - und kann sie sich wohl in die Haare schmieren.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte nämlich dummerweise vergessen, die Veranstaltung bis zur Deadline am 31. Dezember 2010 beim Weltverband IAAF anzumelden.

Somit hat die 30-Jährige zwar theoretisch eine gute Qualifikationszeit für die Leichtathletik-WM hingelegt. Aber eben nur theoretisch. Nach aktuellem Stand wird sie aufgrund der Panne im südkoreanischen Daegu nicht dabei sein. DLV raus!

Kandidat 6: Ein Yankees-Fan

Als treuer Fan eines Teams muss man mitunter schon ordentlich leiden. Bei den New York Yankees teilweise sogar körperlich, wie dieser Fan in der Partie gegen die Baltimore Orioles am eigenen Leib zu spüren bekam. Oder besser: am eigenen Riechkolben.

Third Baseman Eric Chavez steht am Schlagmal. Beim dritten Versuch trifft er den Ball und schickt ihn in die Publikumsränge - mitten in die Visage eines Zuschauers.

Während die Yankees die Partie mit 8:3 gewannen, blutete der Typ munter die ein oder andere Serviette voll. Selber schuld, wenn er den begehrten Ball nicht fängt.

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Auswertung: Das war euer Pechvogel des Monats Juni

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