Viertelfinalsieg gegen Chinesen Chen Qi

Boll holt erste deutsche WM-Medaille seit 1969

SID
Samstag, 14.05.2011 | 17:44 Uhr
Timo Boll steht bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft in Rotterdam im Halbfinale
© Getty
Advertisement
New Haven Open Women Single
Live
WTA Connecticut: Tag 3
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Tag 4
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight PK
National Rugby League
Broncos -
Eels
Champions Hockey League
Jönköping -
Adler Mannheim
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard PK
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
Champions Hockey League
Grizzlys Wolfsburg -
Banska Bystrica
Champions Hockey League
Red Bull München -
Krakau
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Halbfinale
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3
Champions Hockey League
Mannheim -
Trinec
Champions Hockey League
Cracovia Krakau -
Red Bull München
National Rugby League
Storm -
Raiders
Premiership
Saracens -
Northampton
Premiership
Wasps -
Sale
Premiership
Leicester -
Bath

Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) hat bei der WM in Rotterdam das Halbfinale erreicht und damit eine Medaille bereits sicher. Der Weltranglistenzweite besiegte im Viertelfinale den chinesischen Mannschafts-Weltmeister Chen Qi 4:2.

Als der letzte zaghafte Konter von Chen Qi im Netz landete, hatte Timo Boll Gewissheit: Mit ausgestreckter Faust feierte der Rekord-Europameister seine erste Einzel-Medaille bei einer Tischtennis-WM. Boll badete kurz im Jubel seiner Fans in der Rotterdamer Ahoy-Arena. Er hatte in einem begeisternden Viertelfinale die erste chinesische Hürde aus dem Weg geräumt. Mannschafts-Weltmeister Chen Qi war beim 4:1 (11:5, 5:11, 11:6, 11:7, 11:3)-Sieg des Weltranglistenzweiten, der als erster Deutscher seit 42 Jahren eine WM-Medaille im Einzel schon vor dem Halbfinale am Sonntag gegen den Nummer drei eingestuften Chinesen Zhang Jike sicher hat, nur Statist.

Boll spielte sich in einen Rausch

Die La-Ola-Welle schwappte durch die Arena, und Boll startete wie beflügelt: Die ersten vier Punkte und Satz Nummer eins gingen an den Deutschen. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, den Boll - angetrieben von "Timo, Timo"-Rufen oft genug für sich entscheiden konnte. Chen Qi schien verzweifelt, machte leichte Fehler und fand keinen Weg zurück ins Spiel. Auf der anderen Seite spielte sich Boll in einen Rausch.

Zweimal hatten sich die Linkshänder Boll und Chen Qi in diesem Jahr bereits gegenübergestanden. Im Viertelfinale der Champions League zwischen Bolls Verein Borussia Düsseldorf und UMMC Jekaterinenburg triumphierte jeweils der deutsche Spitzenspieler. "Ein WM-Duell ist allerdings immer ein bisschen anders", warnte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) vor der Begegnung - doch er sollte nicht recht behalten.

Erste deutsche Einzelmedaille seit 1969 sicher

Bronze hat Boll mit seiner Halbfinalteilnahme nun sicher. Es ist die erste Einzelmedaille für den DTTB bei WM-Turnieren, seit Eberhard Schöler 1969 bei der Heim-WM in München Silber geholt hatte. "Ein wichtiger Erfolg für Timo und das deutsche Tischtennis", sagte Schimmelpfennig.

Doch Boll will mehr: Am Sonntag warten zwei weitere chinesische Hürden, die erste im Halbfinale (11.15 Uhr) mit Zhang Jike. Gegen den Teamweltmeister von Moskau 2010 hatte Boll im diesjährigen Finale der German Open in Dortmund mit 0:4 verloren und auch wenige Tage später im Europa-Asien-Vergleich den Kürzeren gezogen. Die zweite Partie der Vorschlussrunde (10.30 Uhr) bestreiten Titelverteidiger Wang Hao und der dreimalige Teamweltmeister Ma Long.

Bundestrainer Roßkopf stolz auf Boll

Gold wäre bei dem Programm eine Sensation. Seit der Österreicher Werner Schlager 2003 in Paris Weltmeister wurde, hat China der Konkurrenz keinen einzigen Titel mehr überlassen. Nur Boll fürchtet die übermächtige Tischtennis-Nation und zittert nach dem Viertelfinale noch ein wenig mehr. "Timo hat sich das über Jahre erarbeitet", sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf. Der Stolz in seiner Stimme war nicht zu überhören.

Am Abschlusstag der WM wird die Ahoy-Arena mit Ausnahme der chinesischen Fans wieder mit ohrenbetäubendem Lärm hinter Boll stehen und dem europäischen Hoffnungsträger die Daumen drücken, die "chinesischen Meisterschaften" weiter aufzumischen.

Mehrsport auf SPOX

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung