Fecht-WM: Florett-Damen nur auf Platz vier

SID
Mittwoch, 10.11.2010 | 19:47 Uhr
Katja Wächter hat zum Auftakt des Team-Wettbewerbs Grund zu jubeln
© sid
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Die deutschen Florett-Damen haben bei der Fecht-WM in Paris die Bronzemedaille verpasst. Im Gefecht um Platz drei verlor das Quartett gegen Südkorea.

Die italienischen Florettfechterinnen haben bei den Weltmeisterschaften in Paris ihren Titel erfolgreich verteidigt. Im Finale besiegten die Europameisterinnen, die im Halbfinale das deutsche Team 45:30 bezwungen hatten, gegen Polen 45:37.

Das deutsche Quartett mit Katja Wächter, Sandra Bingenheimer, Carolin Golubytskyi (alle Tauberbischofsheim) und Martina Zacke (Berlin) verlor im Gefecht um Bronze gegen Südkorea 42:45 und musste sich mit Platz vier begnügen.

Damen verpassen Bronze

Das Warten der deutschen Fechter auf die dritte Medaille bei der WM in Paris geht weiter. Im Teamwettbewerb verpassten die Florett-Damen mit Katja Wächter, Sandra Bingenheimer, Carolin Golubytskyi (alle Tauberbischofsheim) und Martina Zacke (Berlin) durch eine 42:45-Niederlage im "kleinen Finale" gegen Südkorea Bronze und konnten dadurch den dritten Platz von den Titelkämpfen in Antalya 2009 nicht verteidigen.

"Die Mädels haben sich trotzdem in der Weltspitze etabliert", sagte Sportdirektor Manfred Kaspar zur Leistung der Weltranglistenvierten. Damit stehen für die Deutschen bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt weiter zwei Medaillen zu Buche.Florettfechter Peter Joppich holte am vergangenen Sonntag im Einzel seinen vierten Weltmeistertitel, einen Tag zuvor hatte Säbelfechter Nicolas Limbach Silber gewonnen.

Joppich greift nach zweiter Medaille

Am Donnerstag greift Joppich, der als erster deutscher Fechter überhaupt zum vierten Mal Einzelweltmeister geworden war, gemeinsam mit Olympiasieger Benjamin Kleibrink im Mannschaftswettbewerb nach seiner zweiten Medaille.

Im Gefecht um Bronze lagen die Deutschen zu Beginn stetig mit ein oder zwei Punkten in Rückstand, ehe Bingenheimer die Deutschen 19:16 in Führung brachte und erstmals einen kleinen Vorsprung herausholte. Doch die Südkoreanerinnen um die WM-Dritte Hyun Hee Nam blieben dran und so entwickelte sich bis zum Schluss ein enges Gefecht, bei dem am Ende die Deutschen das Nachsehen hatten.

Auf verlorenem Posten

Im Halbfinale standen die deutschen Damen, die bei der Heim-EM in Leipzig Zweite geworden waren, gegen den Titelverteidiger und Topfavoriten Italien allerdings wie im Finale von Leipzig auf verlorenem Posten. Beim 30:45 gegen die Italienerinnen um Einzel-Weltmeisterin Elisa di Francisca und die dreimalige Olympiasiegerin Valentina Vezzali war das Quartett zwar gut gestartet und führte zwischenzeitlich mit 8:7, doch von der kurzen Schwächephase ließen sich die Favoritinnen beeindrucken.

Stück für Stück setzten sie sich ab und gewannen am Ende verdient. Bereits im Einzelwettbewerb hatten die Italienerinnen ihre Ausnahmestellung bestätigt und das komplette Medaillenset mit Gold, Silber und Bronze gewonnen. Im Gegensatz dazu waren die deutschen Fechterinnen ohne Edelmetall geblieben.

Südeuropäerinnen total überlegen

"Italien wirft 90 Meter, der Rest nur 75", sagte Kaspar und musste sogar einen Vergleich aus der Leichtathletik bemühen, um die Überlegenheit der Südeuropäerinnen zu verdeutlichen.

Zum Auftakt hatten das Team um die Weltranglistenzwölfte Wächter ihre Pflichtaufgaben souverän gelöst. Einem nie gefährdeten 45:19 gegen Singapur folgte ein 39:31 gegen die Ukraine.

Am Mittwoch war der deutschen Delegation zusätzlich eine besondere Ehre zuteil geworden. Reinhard Schäfers, deutscher Botschafter in Frankreich, empfing am Rande der Titelkämpfe die deutsche Delegation.

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