3:2-Sieg über Brasilien

Deutsche Volleyballer sorgen für Begeisterung

SID
Sonntag, 19.09.2010 | 20:58 Uhr
Deutschlands Volleyballer träumen von der WM-Goldmedaille
© Getty
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Die deutschen Volleyballer haben nach einem 3:2-Sieg über Brasilien Medaillenhoffnungen für die WM geweckt. Auch die Damen überzeugten bei der Grand-Prix-Qualifikation für 2011.

Mit dem ersten Triumph seit 16 Jahren über Weltmeister Brasilien haben Deutschlands Volleyballer Medaillenhoffnungen für die WM geweckt.

Ebenfalls in die Erfolgsspur zurück kehrte das Frauen-Nationalteam, das bei der Grand-Prix-Qualifikation für 2011 zwei 3:1-Siege gegen die Türkei und den EM-Zweiten Niederlande feierte, ehe es gegen Weltmeister Russland eine 1:3-Niederlage gab.

"Wenn man gegen den Weltmeister und die derzeit beste Mannschaft der Welt gewinnt, dann muss man einige Sachen richtig gemacht haben", sagte Angreifer Sebastian Schwarz nach dem umjubelten 3:2 am Freitagabend in Ludwigshafen gegen Brasilien. Es war der erste Sieg gegen den Weltranglisten-Ersten seit 1994, und mit Blick auf die am kommendeen Samstag beginnende Weltmeisterschaft erhofft sich Schwarz noch eine weitere Leistungssteigerung: "Es geht noch mehr, vor allem im Zusammenspiel. Wenn uns das gelingt, können wir das Niveau nochmals anheben."

Traum von der ersten WM-Medaille seit 40 Jahren

Zwar bemühten sich alle, den Sieg nicht überzubewerten (Robert Kromm: "Man sollte nicht allzu euphorisch sein, die Brasilianer hatten eine lange Reise hinter sich"), aber insgeheim träumt die Mannschaft von der ersten WM-Medaille seit 40 Jahren. Daran konnte auch das 1:3 (26:24, 23:25, 25:27, 22:25) am Sonntagabend im zweiten Duell gegen die Südamerikaner nichts ändern. Die deutsche Mannschaft spielte auch dort auf Augenhöhe mit dem Gegner.

Schon mit dem 3:2-Testspielsieg bei WM-Gastgeber Italien hatten der regelmäßig beste Punktesammler Georg Grozer und seine Kollegen ihre Möglichkeiten angedeutet. "Deutschland ist sehr gut in Aufschlag und Block", sagte sogar Brasiliens Weltmeister-Trainer Bernardinho.

Hübner als Sorgenkind

Einziges Sorgenkind im aufstrebenden deutschen Team ist der erfahrene Blockspezialist Stefan Hübner, der an Knieproblemen laboriert. Ob er nach dem dritten und letzten Testspiel gegen Brasilien am Dienstag in Heidelberg mit ins italienische Triest reisen kann, ist noch unklar. Dort warten in der WM-Vorrunde in Serbien, Euorpameister Polen und Kanada schwere Gegner. Zuspieler Patrick Steuerwald ist dennoch überzeugt, "dass wir bei der WM richtig was reißen können".

Auf dem besten Weg zu einer Überraschung ist auch das Frauen-Nationalteam, das sich auf Sardinien nur wenige Woche nach dem enttäuschenden neunten Platz beim Grand Prix wie verwandelt präsentiert. Bei der Qualifikation für das Kräftemessen der zwölf weltbesten Teams im kommenden Jahr gab es nach dem Auftakterfolg gegen die Türkei auch gegen die favorisierte Niederlande ein souveränes 3:1. Margareta Kozuch war mit 21 Punkten überragende Spielerin.

Fürst: "Wir haben es geschafft"

"Wir haben es geschafft, noch mehr Qualität in unser Spiel zu bringen, in allen Elementen. Wenn es so weitergeht, können wir unser großes Ziel, die Qualifikation, erreichen", sagte Christiane Fürst.

Mit der Spielführerin, die in Italien nach monatelanger Zwangspause wegen einer Schulterverletzung erstmals wieder dabei ist, kehrte auch die Stabilität ins Team zurück.

In den Spielen gegen Europameister Italien (Dienstag) und Bulgarien (Mittwoch) wird sich entscheiden, ob Deutschland eines der beiden Tickets für den Grand Prix 2011 löst.

Es wäre eine gelungene Generalprobe für die WM in Japan (29. Oktober bis 14. November).

Damen bezwingen Erzrivale Niederlande

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