Judo-WM

Deutsche Judoka gehen in Tokio erneut leer aus

SID
Samstag, 11.09.2010 | 14:40 Uhr
Claudia Malzahn ist seit 2005 professionelle Judoka
© Getty
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Am dritten Tag der Judo-WM in Tokio blieben die deutschen Kämpfer ohne Medaille. Die WM-Dritte des Vorjahres Claudia Malzahn musste sich bereits im Auftaktkampf geschlagen geben.

Die deutschen Judoka haben auch am dritten Tag der Weltmeisterschaften in Tokio die Medaillenkämpfe verpasst. Die mit großen Hoffnungen gestartete Claudia Malzahn, 2009 in Rotterdam noch WM-Dritte, unterlag in der Klasse bis 63kg nach Freilos in der ersten Runde bereits in ihrem Auftaktkampf der Aserbaidschanerin Ramila Yusubova.

Die Weltranglistendritte aus Halle/Saale kassierte gegen ihre 39 Plätze tiefer eingestufte Gegnerin bereits nach 65 Sekunden die entscheidende große Wertung.

"Ich bin natürlich enttäuscht, hatte mir mehr erhofft. Die Vorbereitungen liefen wirklich gut, ich bin traurig, dass es nicht geklappt hat", sagte Malzahn. Auch für Claudia Ahrens kam in Runde zwei das Aus gegen Joung Da-Woon aus Südkorea.

Niederlage gegen Europameisterin

Immerhin bis in die dritte Runde schaffte es Viola Wächter in der Klasse bis 57kg. Die Schweitenkirchenerin verlor nach schnellen Siegen gegen Carla Renzi (Australien) und Nora Djakova (Albanien) gegen Ioulietta Boukouvala aus Griechenland.

Marlen Hein unterlag in der ersten Runde der rumänischen Europameisterin Corina Caprioriu. "Wir haben heute insbesondere bei den Frauen die Erwartungen nicht erfüllt. Wir müssen dringend Ursachenforschung betreiben", sagte Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo-Verbandes.

100. Goldmedaille für Japan

Weltmeisterin in der Klasse bis 57kg wurde Kaori Matsumoto, die damit das 100. Gold für Japan bei Weltmeisterschaften gewann. Bronze holte die Österreicherin Sabrina Filzmoser, Schützling des deutschen Atlanta-Olympiasiegers Udo Quellmalz.

Bei den Männern kam für Christopher Völk in der Klasse bis 73kg das Aus in der dritten Runde trotz couragierter Vorstellung gegen den starken Japaner Hiroyuki Akimoto.

Zuvor hatte sich Völk gegen den Moldawier Marcel Trudov durchgesetzt. "Wenn ich eine Nacht drüber geschlafen habe, denke ich, dass ich mit einem guten Gefühl hier rausgehen kann", sagte Völk, den Frese lobte: "Christopher stand gegen Akimoto auf Augenhöhe mit einem Weltklassejudoka, er ist auf dem richtigen Weg Richtung Olympia."

Für das bislang einzige deutsche Edelmetall hatte am Eröffnungstag Schwergewichtler Andreas Tölzer mit Silber gesorgt.

Herren: Silber für Tölzer, Wollert geht leer aus

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