Dienstag, 03.08.2010

Sonstiges

Schützen warten weiter auf WM-Medaille

Bei der Heim-WM in München warten die deutschen Sportschützen weiterhin auf eine Medaille. Nach sechs von 15 olympischen Entscheidungen gingen die DSB-Athleten bisher leer aus.

Bei den Olympischen Spielen 2008 holten die deutschen Sportschützen noch vier Medaillen
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Bei den Olympischen Spielen 2008 holten die deutschen Sportschützen noch vier Medaillen

Bei der Heim-WM in München warten die deutschen Sportschützen weiterhin auf eine Medaille. Nach sieben von 15 olympischen Entscheidungen gingen die DSB-Athleten bisher leer aus.

Ex-Weltmeister Karsten Bindrich verlor im Stechen die Nerven, Feierabend-Schütze Patrik Lengerer zielte grippegeschwächt daneben - für die enttäuschenden deutschen Sportschützen war auch Tag vier der Heim-WM in München ein Schuss in den Ofen.

"Wir sind vom Pech verfolgt"

Nach sieben von 15 olympischen Entscheidungen stehen die Gastgeber noch ohne Medaille da.

"Wir sind vom Pech verfolgt", sagte Sportdirektor Heiner Gabelmann, wollte aber kurz vor Halbzeit der Titelkämpfe vom Ziel von vier olympischen Medaillen nicht abrücken: "Unsere starken Disziplinen kommen noch."

Allerdings platzte mit Bindrich eine weitere Medaillenhoffnung. Der 37-jährige Routinier ließ im Stechen um die letzten beiden vakanten Finalplätze gleich die erste Scheibe fliegen und landete mit 121 Treffern nur auf Platz zehn.

"Ich war derb aufgeregt"

"Mist. Die erste Scheibe musst du einfach treffen", sagte Wurfscheiben-Bundestrainer Wilhelm Metelmann frustriert. "Das ist bitter, ich war aber auch derb aufgeregt. Ich hatte eine Bombenform und kriege sie nicht komplett in den Wettkampf", sagte Bindrich.

Das galt bislang für fast alle deutschen Schützen bei der Heim-WM. Stefan Rüttgeroth landete auf Platz 31, Rene Damme wurde 74. Den Sieg sicherte sich der Spanier Alberto Fernandez.

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Lengerer auf Platz 21

Im Luftpistolen-Wettbewerb landete Lengerer als Bester mit der Luftpistole nur auf Platz 21. "Es wäre schon schön, wenn wir mal eine Medaille holen, damit endlich der Knoten im Team platzt", sagte Bundestrainer Peter Kraneis über die WM, bei der bis auf die deutschen Leistungen fast alles stimmt.

Seinen "Pistoleros" wollte er aber keinen Vorwurf machen: "Ganz nach vorn reicht es nicht. Wir können nicht genug trainieren, erst nach Feierabend. Viele unserer Konkurrenten sind Profis."

Matsuda auf Rang eins

Mechanik-Konstrukteur Lengerer (28) vergab seine vage Finalchance mit einer schwachen letzten Serie. Der 46 Jahre alte Maschinenbau-Ingenieur Hans-Jörg Meyer (Wolfenbüttel) wurde 34., der 40 Jahre alte Diplom-Architekt Abdullah Ustaoglu (Karlsruhe) kam nicht über Rang 49 hinaus.

Der Japaner Tomoyuki Matsuda gewann mit 689,4 Ringen sein zweites WM-Gold nach dem Triumph mit der Freien Pistole.

Heim-WM als Nachteil

Neben den fehlenden Trainingseinheiten sieht Kraneis zudem den "Heim-Nachteil" als Grund für die bislang schwachen deutschen Leistungen.

"Die fühlen sich bei der Heim-WM alle mehr unter Druck. Da sind der Clan und die ganze Familie da", sagt Kraneis: "Ich rede gar nicht darüber, dass mal jemand über sich hinauswächst. Ich wäre froh, wenn sie wenigstens ihr normales Niveau bringen würden."

Deutsche hoffen auf Freitag

Den Deutschen bleibt nun die Hoffnung auf Freitag. Dann treten in Sonja Pfeilschifter im Dreistellungskampf und dem dreimaligen Olympiasieger Ralf Schumann mit der Schnellfeuerpistole die heißesten Goldanwärter an - und es soll keinen weiteren Schuss in den Ofen geben.

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