Freitag, 16.07.2010

Olympia 2018

Bogner bleibt Bewerbungschef

Willy Bogner bleibt Chef der Münchner Olympiabewerbung. Der 68-Jährige bezeichnete seine Rücktrittsdrohung als Fehler. Die Zeit für die Fertigstellung der Bewerbung wird knapp.

Willy Bogner sit seit November Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH
© Getty
Willy Bogner sit seit November Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH

Trotz der turbulenten Wochen um die Münchner Olympiabewerbung für 2018 wird Willy Bogner weiterhin Bewerbungschef bleiben. Nach der auf einer Gesellschafterversammlung am Donnerstag beschlossenen Budgetaufstockung von 30 auf nun 33 Millionen Euro sei mit seinem angedrohten Rücktritt nicht zu rechnen, sagte Bogner der "Münchner Abendzeitung".

Der Brief, in dem der 68-Jährige vor der Versammlung indirekt mit einem Rücktritt gedroht hatte, bezeichnete Bogner als Fehler: "Hinterher weiß man es besser. Nobody's perfect."

Zwar sei die Aufstockung des Bewerbungsbudgets auf 33 und nicht auf die gewünschten 37 Millionen ein Kompromiss, aber "ich bin auch überzeugt, dass wir mit den 33 Millionen noch eine anständige Bewerbung hinbekommen", sagte Bogner.

Die Turbulenzen und Reibereien in der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 sehe er außerdem "nicht dramatisch. In einem guten Team gehört es auch dazu, dass man sich aneinander reibt, bestimmte Dinge anspricht und dann gemeinsam löst".

"Ungeschminkte Aussprache" am vergangenen Donnerstag

Bei dem Treffen am Donnerstag sei es laut Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zu einer "umgeschminkten Aussprache" gekommen. Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sprach von einem "Gewitter, das jetzt vorbei ist".

Nach der Änderung des Sportstättenkonzeptes und Problemen mit den Landeigentümern in Garmisch-Partenkirchen hatte Bogner mit seiner Forderung für den vorläufigen Höhepunkt der Unruhen um die Olympiabewerbung gesorgt. "Das IOC nimmt vorrübergehende Wetterphänomene nur bedingt war", versicherte aber der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach.

Zumindest haben die jüngsten Turbulenzen aber der öffentlichen Wahrnehmung der Bewerbung laut Bogner "nicht gut getan". Allerdings glaube der Bewerbungschef, dass "sich das bald wieder aufhellen wird".

Langsam würde aber die Zeit drängen: "Es pressiert". Bis zum 11. Januar 2011 muss die Bewerbung stehen. Am 6. Juli wird dann im südafrikanischen Durban entschieden, ob München, Hauptkonkurrent Pyeongchang (Südkorea) oder Außenseiter Annecy (Frankreich) den Zuschlag erhält.

Bewerbungsbudget wird aufgestockt


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