Springreiter im Nationenpreis auf Rang zwei

SID
Donnerstag, 15.07.2010 | 23:30 Uhr
Isabell Werth gewann im Einzelwettbewerb 1996 die olympische Goldmedaille
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Deutschlands Springreiter haben in Aachen den Heimsieg im Nationenpreis verpasst. Das Team von Bundestrainer Otto Becker belegte den zweiten Rang hinter Überraschungssieger Irland.

Deutschlands Springreiter haben in Aachen den Heimsieg im Nationenpreis verpasst. Das Team von Bundestrainer Otto Becker belegte den zweiten Rang hinter Überraschungssieger Irland.

Frust und Enttäuschung bei den deutschen Springreitern. Die Gastgeber mussten sich beim CHIO in Aachen nach einem schweren Patzer von Ludger Beerbaum im Nationenpreis knapp geschlagen geben.

Die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker belegte mit neun Fehlerpunkten nur den zweiten Platz. Es siegte überraschend Irland (4), Dritter wurde die USA (12).

Beerbaum sammelt 18 Strafpunkte

Vor 45.000 Zuschauern wurde der erste Durchgang für Beerbaum zum Fiasko. Die junge Stute Gotha des viermaligen Olympiasiegers trat nach einem Fehler an der Trippelbarre auf eine Hindernisstange und kam völlig aus dem Rhythmus.

Beerbaum sammelte 18 Strafpunkte und bildete das Streichergebnis. "Da hat sich Gotha völlig verrechnet. Das ist mangelnde Erfahrung", sagte der Reiter.

Die Teamkameraden machten Beerbaums Patzer zunächst wett. Marco Kutscher (Hörstel) mit dem Holsteiner Wallach Cash und Marcus Ehning (Borken) mit dem Hengst Plot Blue blieben fehlerfrei.

Debütantin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) erlaubte sich mit dem zwölf Jahre alten Wallach Lambrasco vier Fehlerpunkte. "Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, aber ich hätte es besser machen können", sagte Mayer.

Durchwachsener zweiter Durchgang

Im zweiten Durchgang blieben die Auftritte der deutschen Reiter durchwachsen. Kutscher erzielte mit Cash vier Fehlerpunkte, Meyer brachte es auf einen Fehlerpunkt. Beerbaum zeigte sich deutlich verbessert und blieb mit seinem neun Jahre alten Nachwuchspferd im zweiten Durchgang ohne Fehler.

Dennoch wurde der Sieg verpasst. "Wir wollten gewinnen. Das ist uns heute nicht gelungen. Deshalb ist es eine Enttäuschung", sagte Bundestrainer Becker, dessen Team in diesem Jahr im Nationenpreis noch nicht gewonnen hat.

Nachdem der 27. Sieg im 70. Nationenpreis von Aachen seit 1929 verpasst wurde, müssen die deutschen Reiter beim diesjährigen CHIO weiter auf den ersten Erfolg warten.

In sechs Prüfungen vor dem Nationenpreis gelang kein Sieg. Zudem ließen die Becker-Schützlinge die Chance ungenutzt, mit Blick auf die Weltmeisterschaften Anfang Oktober in Kentucky/USA Selbstvertrauen zu tanken.

Schmezer: "Das Ergebnis ist in Ordnung"

Die Dressur-Equipe konnte im Grand Prix am Donnerstag angeführt von der fünfmaligen Olympiasiegerin Isabell Werth dem hohen Druck standhalten. Die Gastgeber belegten mit 219,665 Punkten hinter den überragenden Niederländern (236,140) Platz zwei. Werth kam auf Satchmo (75.836) als beste Deutsche auf Rang vier.

"Das Ergebnis ist in Ordnung, auch wenn es Licht und Schatten gab", sagte Bundestrainer Holger Schmezer zur Gesamtleistung. Bei Werth sah der Coach auch Unsicherheiten. "Leider hat sich Isabell einen teuren Fehler in den Zweierwechseln erlaubt." Für Werth war der Auftakt in Ordnung: "Ich bin absolut zufrieden. Satchmo wird immer konstanter."

Für das überragende Ergebnis sorgte der Niederländer Edward Gal, der bei seinem Sieg mit Totilas in 83,860 Punkten einen Rekord für die Soers aufstellte.

Neben Werth präsentierten sich die weiteren deutschen Reiter in unterschiedlicher Form. Einen guten Eindruck hinterließ Debütant Christoph Koschel (Hagen). Der Newcomer konnte mit dem elf Jahre alten Wallach Donnperignon (72,644 Punkte) die Erwartungen erfüllen und wurde Sechster.

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