
Doping
Spanien will Anti-Doping-Kampf verschärfen
Mit einer schärferen Gesetzgebung soll im Anti-Doping-Kampf in Spanien die Kooperation von Sport- und Zivilgerichten erleichtert werden. Bereits mehrfach gab es Ärger mit der WADA.
Nach der anhaltenden Kritik an der laschen Handhabung im Anti-Doping-Kampf will Spanien seine Gesetzgebung ändern, um die Kooperation zwischen Zivil- und Sportgerichten zu verbessern.
Das kündigte jedenfalls der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky in der Sporttageszeitung "Marca" an.
"Dopingfälle standen häufig im rechtsfreien Raum. Wir werden Möglichkeiten finden, um eine größere Flexibilität zu erreichen. Die Reform wird im Einklang mit dem Welt-Anti-Doping-Code stehen", sagte Lissavetzky.
Ärger mit der WADA im Fall Puerto
Die spanische Justiz hatte sich zuletzt die Verärgerung der Welt-Anti-Doping-Agentur auf sich gezogen, da sie die Herausgabe der Akten aus der Operacion Puerto verweigerte.
Frühestens nach Ende des Prozesses könnten die Unterlagen eingesehen werden, was nicht vor 2011 geschehen dürfte.
Großes Interesse hatte Spanien an einer Aufklärung des Skandals um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes ohnehin nicht gezeigt.
Unausreichende Anhaltspunkte
Bereits zweimal hatte Untersuchungsrichter Antonio Serrano wegen nicht ausreichender Anhaltspunkte den Prozess eingestellt.
Aber auch das im vergangenen Jahr verabschiedete Königliche Dekret, das Dopingkontrollen zwischen 23.00 und 8.00 Uhr untersagt, hatte in der Vergangenheit für Kopfschütteln gesorgt.
















