Sonntag, 21.03.2010

Boxen

Solis deklassiert Drumond

Der Kubaner Odlanier Solis setzt seinen Weg an die Weltspitze im Schwergewicht fort. Der 29-Jährige ließ Carl Davis Drumond aus Costa Rica nicht den Hauch einer Chance. Der Kampf endete mit einem technischen K.o. nach der dritten Runde.

Odlanier Solis wurde 2001, 2003 und 2005 Weltmeister im Super-Schwergewicht
© Getty
Odlanier Solis wurde 2001, 2003 und 2005 Weltmeister im Super-Schwergewicht
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Was für eine beeindruckende Leistung von Odlanier Solis. Seinem Gegner Carl Davis Drumond erteilte der dreimalige Amateur-Weltmeister und Olympiasieger von 2004 eine knallharte Lehrstunde und marschiert nun mit Riesenschritten Richtung Weltspitze.

Drei Runden lang trieb La Sombra Drumond im Ring vor sich her, deckte ihn mit krachenden Schlägen ein und punktete mit schönen Kombinationen. Statt sich K.o. schlagen zu lassen, strich Drumond in der darauffolgenden Rundenpause die Segel.

"Das war wieder eine Demonstration von Power, Geschwindigkeit, Talent und Präzision", freute sich Promoter Ahmet Öner in Key West. "Dass Drumond in der Rundenpause aussteigt, ist zwar schade, weil die Zuschauer natürlich lieber einen satten K.o. sehen wollen, aber man kann es ihm nicht verdenken. Er hat gemerkt, dass Solis mindestens drei Klassen zu stark für ihn ist und wollte seine Gesundheit schützen."

"Klitschko hatte seine Chance"

"Wie Solis seine Gegner beherrscht, mit welcher Selbstverständlichkeit er jeden überrollt, das ist schon beeindruckend. Man darf nicht vergessen, dass Drumond deutlich größer ist als Solis. Aber er hatte nie eine Chance, seine Reichweitenvorteile auszuspielen, weil Odlanier von der ersten Glocke an Druck gemacht hat und vorwärts marschiert ist. Gegen so einen Mann bekommen auch die Klitschkos ihre Probleme."

Nachdem sich die Lager von Vitali Klitschko und Nikolai Walujew nicht über die finanzielle Aspekte des Kampfes einigen konnten, wurde unter anderem Solis als Ersatzgegner gehandelt. Das Rennen machte allerdings Albert Sosnowski, der nun am 29. April auf Schalke gegen Klitschko antreten darf.

Für Solis, der mit 16 Siegen in 16 Kämpfen weiterhin eine makellose Bilanz hat, geht es als nächstes wohl in einem WM-Ausscheidungskampf gegen Ray Austin.

"Vitali Klitschko hatte die Chance, Solis als Gegner für eine freiwillige Titelverteidigung zu bekommen", sagt Öner. "Er hat sich lieber für Sosnowski entschieden, und ich denke, heute hat jeder gesehen, warum. Vitali drückt sich vor Solis, weil der ihm gefährlich werden kann. Deswegen werden wir alles daran setzen, dass Odlanier schnell Pflichtherausforderer wird. Auch Ray Austin wird gegen ihn keine Chance haben."

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