Schwerins Damen sind die Gejagten

SID
Samstag, 17.10.2009 | 14:01 Uhr
Nationaltrainer Giovanni Guidetti verspricht sich eine verbesserte Frauen-Bundesliga
© Getty

Vor Saisonbeginn haben die Volleyballerinnen aus Schwerin und Dresden ihre Ziele hoch gesteckt. Auch die Raben aus Vilsbiburg wollen dieses Jahr oben mitspielen.

Nach einem Traumsommer der Nationalmannschaft mit dem Erreichen des EM-Halbfinales, dem Gewinn der U-20-WM und Platz drei im Grand Prix wollen die deutschen Volleyballerinnen auch dem Bundesliga-Alltag neues Leben einhauchen.

In der heute beginnenden Serie startet Titelverteidiger Schweriner SC als Favorit. Neben den beiden zuletzt ärgsten Verfolgern Rote Raben Vilsbiburg und Dresdner SC scheinen einige ambitionierte Außenseiter in der Lage, in die nationale Spitze vorzustoßen.

Bundestrainer: "Niveau der Bundesliga wird sich verbessern"

"Das Niveau der Bundesliga wird und muss sich verbessern. Vor allem ist es wichtig, dass unsere jungen Nationalspielerinnen verstärkte Einsatzzeiten bekommen", sagt Bundestrainer Giovanni Guidetti.

Der Coach, der gerade einen Teil der U-20-Weltmeisterinnen in sein EM-Team holte, will nach EM-Platz vier am Ende der kommenden Bundesliga-Saison möglichst viele Talente der Liga in sein ansonsten mit ausländischen Profis bestücktes WM-Team berufen.

Vilsbiburg mit drei neuen U-20-Weltmeisterinnen

In Lenka Dürr, Sarah Petrausch und Lena Möllers verpflichteten die Roten Raben Vilsbiburg ein Trio aus dem U-20-Sensationsteam.

Abzuwarten bleibt, wie die drei Spielerinnen nur zwei Wochen nach der EM-Endrunde in Polen und extrem kurzer Saisonvorbereitung in Bayern Fuß fassen.

Pokalsieger Vilsbiburg hat nach dem Abgang einiger gestandener Spielerinnen mit "einem Platz unter den besten Vier" sein Saisonziel recht vorsichtig abgesteckt.

Schwerin will "in Meisterschaft ganz oben mitspielen"

"Wir wollen in der Meisterschaft ganz oben mitspielen, im Pokal unbedingt zum Finale nach Halle und im europäischen Wettbewerb so weit wie möglich kommen", sagt dagegen Schwerins Trainer Edwin Benne.

Der 2,08-Meter-Hüne, der einst 382 Länderspiele für das Weltklasse-Team der Niederlande bestritt, hat in Berit Kauffeldt, Denise Hanke, Lisa Thomsen und Anja Brandt vier Spielerinnen aus Guidettis A-Kader am Start und findet: "Wir haben uns als Mannschaft breiter aufgestellt, mehr Talente und mehr Qualität hineingebracht. Wir sind ein tolles Team."

Dieser Optimismus wird aus Richtung Dresden noch übertroffen. "Die Meisterschaft muss unser Ziel sein. Wir wollen angreifen. Ich glaube daran, ihr seid für mich die beste Mannschaft", sagte Vorstandsmitglied Jörg Dittrich bei der Präsentation des DSC-Teams.

Nach Leverkusens Rückzug Liga nur mit 14 Teams

In der aufgrund des kurzfristigen Rückzuges von Bayer Leverkusen auf 14 Teams geschrumpften Liga haben sich aber auch Aurubis Hamburg, VC Wiesbaden und Altmeister USC Münster namhaft verstärkt.

Unter den drei Aufsteigern ragt der SV Lohhof heraus, der in den 80er Jahren viermal deutscher Meister war.

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