Kanu

Hoff und Leue/Wylenzek holen Gold

SID
Samstag, 15.08.2009 | 17:16 Uhr
Bei den Olympischen Spielen in Peking belegte Max Hoff den fünften Platz
© Getty
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Max Hoff hat bei der Kanu-WM im kanadischen Dartmouth im Einerkajak über 1000 Meter überraschend die Goldmedaille gewonnen. Auch im Zweiercanadier holt das deutsche Team die Goldmedaille.

Grandiose Goldfahrten von Kajak-Solist Max Hoff und den Zweiercanadiern Erik Leue/Tomasz Wylenzek, eine Niederlage mit umgerechnet 2,15 Zentimeter des Frauen-Viererkajaks und ein abgesoffenes Flaggschiff: Bei der WM in Dartmouth räumten die deutschen Kanuten am ersten Finaltag kräftig ab, trotz der insgesamt sieben Medaillen flossen aber auch Tränen der Enttäuschung.

Das Frauen-Quartett um die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin ließ nach Silber über 500 m die Köpfe hängen, die Teamleitung legte gegen die Zielfoto-Auswertung offiziell Protest ein. Platz zwei über den Kilometer belegten der Vierercanadier um Thomas Lück sowie Franziska Weber und Carolin Leonhardt/Tina Dietze. Canadier Sebastian Brendel Dritter.

Männer-Vierer fällt Algen zum Opfer

Völlig frustriert waren die Männer aus dem Vierer, die laut Lutz Altepost  nach rund 100 Metern "in einen Algenberg gefahren" waren. Der Zweierkajak hatte es gar nicht erst ins A-Finale geschafft. Der frühere Wildwasser-Weltmeister Hoff strahlte dagegen nach seinem Rennen auf dem Lake Banook mit der Sonne um die Wette.

"Ich habe mir das erträumt und erhofft, aber ich bin sprachlos und superglücklich", sagte der Kölner. Der 26-Jährige sorgte für den ersten deutschen Erfolg in der Königsklasse seit zehn Jahren, damals hatte Lutz Liwowski  gewonnen.

Wylenzek holt seinen vierten Titel

Athen-Olympiasieger Wylenzek , erstmals mit Erik Leue  bei einer WM am Start, bejubelte nach Foto-Finish den vierten Titel seiner Laufbahn und widmete diesen seinem früheren Partner Christian Gille. "Der hat bestimmt am Fernseher mitgefiebert", sagte Wylenzek.

Leue sah die Plakette nur sechs Tage nach seinem eigenen 24. Geburtstag auch als nachträgliches Geschenk für Cheftrainer Reiner Kießler, der am Donnerstag seinen 58. Ehrentag feierte. Leue meinte: "Wir haben das Boot noch einmal umgebaut, den Schwerpunkt verlagert. So lief es richtig super, wir konnten unterwegs ein paar Körner für den Endspurt sparen."0,082 Sekunden betrug dann der Vorsprung auf Aserbaidschan.

Frauen einen Wimpernschlag hinten

Mit bloßem Auge war der Ausgang des Rennens der Frauen nach einem halben Kilometer wohl kaum zu erkennen. 0,004 Sekunden lagen die Ungarinnen am Ende vor Leonhardt, Nicole Reinhardt, Wagner-Augustin und Dietze. Unter Tränen sagte Wagner-Augustin: "Auf jeden Fall haben wir Gold verloren, ich muss das erst noch verarbeiten."

Das als Titelverteidiger angetretene Flaggschiff der Männer trudelte fünfeinhalb Sekunden hinter Sieger Weißrussland ins Ziel. Altepost: "Die Algen hatten sich an der Spitze und hinten verhakt, das Boot ließ sich kaum noch steuern." Die restlichen 18 Finals finden am Sonntag statt.

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