Rudern

Rocher übersteht WM-Schrecksekunde

SID
Dienstag, 25.08.2009 | 14:51 Uhr
Der Achter steht als bisher einziges Boot bei der WM im Finale
© Getty
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Trotz eines Beinahe-Verlustes eines Ruders ist Mathias Rocher bei der WM in Posen ins Halbfinale eingezogen. Bisher haben elf deutsche Boote die Vorschlussrunde erreicht. Der Achter steht schon im Finale.

Der Schrecksekunde folgte die Erleichterung: Der deutsche Nachwuchsruderer Mathias Rocher hat im Einer-Hoffnungslauf der WM in Posen für kurze Zeit ein Skull aus der Hand verloren, mit großem Kampfgeist aber dennoch den angestrebten Halbfinaleinzug geschafft.

"Nach dem Missgeschick musste ich mich die gesamte Strecke wieder vorbeikämpfen. Das Halbfinale war mein Minimalziel", sagte der 19-Jährige nach dem Rennen.

"Er wäre fast umgekippt"

Der Magdeburger verdrängte noch den Südafrikaner Peter Lambert vom wichtigen zweiten Platz und holte sich dafür ein Lob von Cheftrainer Hartmut Buschbacher ab. "Er wäre fast umgekippt. Er hat aber die Ruhe bewahrt und seine Aufgabe erfüllt", meinte Buschbacher.

Gleiches gilt für Juliane Domscheit. Der 21-Jährigen aus Potsdam genügte im Hoffnungslauf auf dem Malta-See ein dritter Platz hinter der Schwedin Frida Svensson und der Polin Agata Gramatyka für den Halbfinaleinzug. Dort erwartet Buschbacher am Donnerstag aber starke Konkurrenz: "Beide haben ihr Minimum erfüllt. Das wird im Halbfinale aber eine ganz schwere Aufgabe."

Deutschland-Achter bereits im Finale

Der Deutsche Ruderverband kann mit seiner WM-Zwischenbilanz zufrieden sein. Das Flaggschiff Deutschland-Achter steht bereits im Finale, elf Boote haben sich für die Halbfinals qualifiziert. Diese Bilanz kann durch die Hoffnungsläufe im Frauen-Achter und Frauen-Doppelvierer am Mittwoch noch aufgebessert werden.

Auch Mathias Rocher will noch mehr. Nach seinem vierten Platz beim Weltcup-Finale Mitte Juli in Luzern gilt er als Hoffnungsträger im DRV.

Rocher will nun ins Finale

Auch der ehemalige Einer-Weltmeister Marcel Hacker, der in Posen im Doppelvierer sitzt, lobt seinen Nachfolger. "Er verkauft sich gut und wird hier eine Menge Erfahrung sammeln", meinte Hacker, der sich bei den Olympischen Spielen 2012 in London aber wieder einen Start im Einer vorstellen kann.

Rocher hat ihm schon einen harten Kampf dafür angekündigt. "Das ist Konkurrenz, die wir brauchen", meinte Buschbacher. Nach seinem zweiten Platz hinter dem Litauer Mindaugas Griskonis will sich Rocher aber erst einmal auf sein WM-Halbfinale konzentrieren. "Technisch war es besser als im Vorlauf. Ich möchte gerne ins A-Finale kommen."

Der Achter will den Titel

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