Leichtathletik

800m-Olympiasieger Schumann läuft nicht mehr

SID
Nils Schumann gewann 2000 die oympische Goldmedaille über 800m
© Getty

Olympiasieger Nils Schumann hat aufgrund anhaltender körperlicher Beschwerden seine Karriere beendet. Der 31-Jährige wurde seit 2003 immer wieder von Verletzungen geplagt.

800-m-Olympiasieger Nils Schumann beendet neun Jahre nach seinem Triumph von Sydney und zahlreichen verletzungsbedingten Rückschlägen seine Karriere.

"Ich gehe mit erhobenen Hauptes", sagte der 31-Jährige am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der "Thüringer Allgemeinen". "Die deutschen Meisterschaften waren mein letztes 800-m-Rennen. Ich höre auf."

Die Entscheidung sei in Absprache mit seiner Familie und Trainer Dieter Hermann gefallen.

"Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert. Aber die ersten Tage ist es mir schwergefallen", sagt Schumann, der nun seine eigene Firma Prana Sports vorantreiben will, mit der er Motivationstraining und Ernährungsberatung anbietet.

Schumann: "1:45 Minuten kann ich nicht mehr laufen"

Schumann, Freiluft- und Hallen-Europameister von 1998, läuft seit seinem zweiten Platz bei den deutschen Hallenmeisterschaften im Februar 2003 seiner alten Form hinterher.

Nach dreijähriger Pause mit mehreren Operationen an Achillessehne und Fersenknochen war er im Sommer 2006 auf die Laufbahn zurückgekehrt, konnte jedoch nicht mehr an die alte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Sein letzter internationaler Erfolg war EM-Bronze 2002 in München. Kurz danach lief er mit 1:44,16 Minuten in Brüssel auch seine Bestzeit.

Ursprünglich plante Schumann, der im Herbst 2007 nach einem Abstecher nach Frankfurt zu seinem Erfolgstrainer Dieter Hermann nach Erfurt zurückgekehrt war, die Heim-WM in Berlin (15. bis 23. August) als letzten großen Höhepunkt.

Doch immer wieder warfen ihn Infekte und Krankheiten aus der Bahn. "Eigentlich wollte ich am Freitag in Leverkusen noch einen Angriff auf die WM-Norm wagen. Das wäre aber utopisch gewesen. 1:45 Minuten kann ich nicht mehr laufen."

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