Leichtathletik

Trainer Goldmann vom DLV-Team akzeptiert

SID
Werner Goldmann war ins Doping-System verstrickt, durfte seine Arbeit aber wieder aufnehmen
© Imago

Kugelstoß-Trainer Werner Goldmann wurde ohne Widerstände wieder im Nationalteam aufgenommen. Wegen seiner DDR-Dopingvergangenheit war der Coach entlassen worden.

Keinerlei Widerstände gegen seine Rückkehr in die Nationalmannschaft gab es Wochenende bei der Team-EM in Leiria/Portugal bei dem wegen seiner Dopingvergangenheit in der DDR vom Deutschen Leichtathletik-Verband entlassenen Kugelstoß-Bundestrainer Werner Goldmann.

"Er ist von allen Trainern und Athleten willkommen geheißen worden", sagte Track-Chefcoach Rüdiger Harksen. Sein für den Bereich Field zuständiger Kollege Herbert Czingon befand: "Werner Goldmann ist von allen akzeptiert."

Goldmann, Trainer des Berliner Diskus-WM-Zweiten Robert Harting ("Für mich ist das Thema seit vier Wochen abgehakt"), durfte in Leiria in offizieller Mission seinen Schützling betreuen, obwohl er vor dem Arbeitsgericht in Darmstadt noch gegen den DLV klagt.

Wiedereinstellung wohl nur Formsache

Derzeit laufen allerdings außergerichtliche Vergleichsverhandlungen. Seine Wiedereinstellung scheint zu einer reinen Formfrage geworden zu sein, seitdem diese von der unabhängigen Dopingkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) empohlen wurde.

Der mit Goldmanns Entlassung zum 31. Dezember 2008 ausgebrochene Rechtsstreit wird wohl nicht mehr vom Gericht entschieden werden müssen.

Offensichtlich war dem DLV die Brisanz der Personalie aber im Vorfeld von Leiria bewusst. Denn in der Mannschaftsbroschüre tauchte der Name Goldmann unter 18 Trainern nicht auf.

Gerd Jacobs belastete Goldmann schwer

Grundlage der jüngsten Empfehlung der DOSB-Kommission, die im vergangenen Herbst noch andersherum ausgefallen war und zu Goldmanns Entlassung führte, ist dessen Erklärung zum DDR-Doping.

Diese hatte der 58-Jährige Anfang April eingereicht. Im vergangenen Sommer war Goldmann von DDR-Dopingopfer Gerd Jacobs schwer belastet worden.

Mit einer Erklärung zu ihrer Dopingvergangenheit sicherten bereits fünf ehemalige DDR-Trainer ihre Jobs. Dies löste heftige Kritik bei den Dopingopfern aus.

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