Leichtathletik

"Ein-Tages-WM" im Berliner Olympiastadion

SID
Donnerstag, 19.03.2009 | 15:40 Uhr
Ariane Friedrich wird in Berlin an den Start gehen
© Getty

Viele Top-Athleten wollen den Golden-League-Auftakt in Berlin als Generalprobe für die WM an gleicher Stelle nutzen. Unter anderem kündigten sich Issinbajewa und Friedrich an.

Den Golden-League-Auftakt der Leichtathleten am 14. Juni beim DKB-ISTAF im Berliner Olympiastadion wollen zahlreiche Top-Athleten als Generalprobe für die WM (15.-23. August) an gleicher Stelle nutzen.

Unter anderem werden die russische Stab-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa und Hallen-Europameisterin Ariane Friedrich im Hochsprung bei der "Ein-Tages-WM" antreten.

Friedrich will nicht auf Jagd nach dem Jackpot gehen

"Es ist die beste Vorbereitung in Hinblick auf die WM. Jeder Sportler wäre dumm, wenn er diese Chance nicht nutzen würde", sagte die Frankfurterin am Donnerstag in Berlin.

Zugleich kündigte Friedrich an, nicht auf Jagd nach dem mit einer Million Dollar gefüllten Golden-League-Jackpot gehen zu wollen. "Das heißt aber nicht, dass ich nicht wieder zur Spielverderberin werden kann", meinte die 25-Jährige in Anspielung auf das Finale 2008, als sie mit ihrem Sieg in Brüssel Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) einen Anteil am Jackpot vermasselte.

Friedrich wird wegen des geplanten Universiade-Starts in Belgrad (1. bis 12. Juli) die Golden-League-Meetings in Oslo und Rom verpassen.

Keine Entscheidung im Fall Chambers

Dagegen ist Stab-Olympiasiegerin Issinbajewa heiß aufs große Geld. Sie steigt so früh wie selten in die Saison ein, um sich mit einem Erfolg in Berlin die Chance auf die Million zu erarbeiten. "Sie hat für alle Meetings der Golden League zugesagt", berichtete ISTAF-Boss Gerhard Janetzky.

Noch keine Entscheidung sei dagegen im Fall des umstrittenen ehemaligen Dopingsünders Dwain Chambers gefallen. Janetzky: "Wir haben ihn noch nicht eingeladen, wir entscheiden erst im Mai."

Zum ISTAF werden mindestens 50.000 Zuschauer im Olympiastadion erwartet. Das Sportfest wird in 180 Ländern im Fernsehen übertragen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung