BBL

Dirk Bauermann bekräftigt Kritik

SID
Mittwoch, 18.03.2009 | 18:07 Uhr
Dirk Bauermann ist seit 2003 Trainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft
© sid
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Der Trainer der deutschen Basketball-Auswahl, Dirk Bauermann, hat seine Kritik an den zu geringen Einsatzzeiten deutscher Spieler in der Basketball-Bundesliga erneuert.

Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann hat seine heftige Kritik hinsichtlich der geringen Spielzeit für die deutschen Profis in der Bundesliga (BBL) bekräftigt. Aufgrund der Reaktionen aus der BBL sah sich der 51-Jährige veranlasst, seine "Brandrede" anlässlich einer Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag in Bamberg noch einmal zu erläutern.

"Es ist meine Pflicht als Bundestrainer, dieses Thema deutlich beim Namen zu nennen. Nur so habe ich die Hoffnung, dass sich etwas ändern wird", wird Bauermann auf der Internetseite des Deutschen Basketball Bundes (DBB) zitiert.

Man habe in den vergangenen Tagen intensiv Zahlen gesammelt und analysiert, die erneut eindeutig belegen würden, dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

"Für den gesamten Basketball in Deutschland hat die Qualität der Nationalmannschaft einen enorm hohen Wert. Daher muss das auch im direkten Interesse der Liga stehen, und wir sollten alle an einem Strang ziehen", appelliert Bauermann.

Bisherige Regeländerung "unzureichend"

Bauermann ist der Überzeugung, dass die 8+4-Regelung, die mindestens vier deutsche Spieler im Kader vorsieht, ab der kommenden Saison "an der aktuellen Situation substantiell nichts ändern wird und völlig unzureichend ist". Die Konsequenz sei vermutlich, dass acht Ausländer spielen und vier Deutsche zuschauen.

Da im Basketball im Wesentlichen acht Spieler zum Einsatz kommen, würde auch die gewünschte 6+6-Regelung letztlich nur eine 6+2-Regelung bedeuten. Dazu Bauermann: "Das muss man wissen, um meine Äußerungen zu verstehen."

Gemäß der Statistik erhalten die einheimischen Profis in der Bundesliga ledigich etwa 16,4 Prozent Spielanteile, US-Amerikaner 68,5 und Staatsangehörige anderer Länder 14,6 Prozent.

Dagegen erhalten in den führenden europäischen Ligen wie zum Beispiel in Spanien die einheimischen Akteure immerhin 36,7 und in Griechenland 50,2 Prozent Spielanteile.

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