Nach der Krebs-Behandlung

Okulaja kämpft für sein Comeback

SID
Mittwoch, 21.01.2009 | 11:55 Uhr
Ademola Okulaja will nach seiner Krebs-Diagnose wieder spielen
© sid
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Nach dem bislang positiven Behandlungsverlauf ist der an Krebs erkrankte Nationalspieler Ademola Okulaja guter Dinge, bald wieder auf dem Parkett stehen zu können.

Die Diagnose Krebs war niederschmetternd für Ademola Okulaja. Doch der Nationalspieler kämpft derzeit wieder tapfer für sein Comeback auf dem Parkett.

"Ich bin guter Dinge, aber ich erzwinge nichts. Ich komme erst wieder, wenn ich wirklich gesund bin, wirklich Leistung bringen kann", sagte der 33-Jährige dem Magazin "stern".

Seit September in Chemotherapie

Okulaja befindet sich seit September in der Chemotherapie. Im Februar wird er sich wieder in die Klinik nach Würzburg begeben.

Das Ergebnis der letzten Kontrolluntersuchung sei "gut". "Die kleineren Herde haben sich nicht vergrößert. Und an der Stelle, an der der Primär-Tumor war, ist auch nichts mehr gewachsen", meinte der gebürtige Nigerianer.

Okulaja: "Hatte super viel Glück im Unglück"

Erstmals äußerte sich Okulaja ausführlich über die Dramatik seiner Krankheit. "Ich hatte super viel Glück im Unglück", sagte der Flügelspieler vom Bundesligisten Brose Baskets Bamberg, der im Juli vergangenes Jahr aus dem vorolympischen Trainingslager des Nationalteams wegen Rückenschmerzen abgereist war.

Anschließend hatten die Ärzte einen Tumor diagnostiziert, der Okulajas siebten Brustwirbel bereits von innen zerstört hatte. Die Mediziner entfernten den Wirbel und fügten einen Ersatz aus Titan ein.

"Die zwei Wochen Training mit dem zerschmetterten Wirbel waren hoch gefährlich. Schon bei der kleinsten Bewegung hätte ein Knochensplitter ins Rückenmark dringen können, und ich wäre gelähmt gewesen", sagte Okulaja, der sich am vergangenen Samstag beim Allstar-Game der Bundesliga erstmals seit vergangenen Sommer in der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

Okulaja will nicht davon rennen

Im Umgang mit dem Krebs helfe ihm seine Einstellung als Profisportler. Es sei dieselbe Energie und Konzentration wie im Spiel, mit der er die Krankheit angehe.

"Alles fällt zusammen um dich herum. Alle kommen auf dich zu, jeder um dich hat Panik und rennt. Und du stehst trotzdem aufrecht da und sagst: "Ich renne nicht davon. Da sind noch Wege. Da müssen wir hin"", meinte der verheiratete Vater zweier Söhne mit dem Spitznamen "The Warrior" (übersetzt: "der Kämpfer").

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