Prügel für Cristiano Ronaldo

Von Carolin Blüchel
Donnerstag, 20.11.2008 | 22:08 Uhr
Hattons größter Fan Wayne Rooney ist meistens an seiner Seite
© Getty
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Nach seiner einzigen Niederlage gegen Floyd Mayweather jr. im vergangenen Jahr meldete sich Ricky Hatton mit einem K.o. gegen Paulie Malinaggi in Las Vegas eindrucksvoll zurück. SPOX porträtiert den Mann, der sich trotz Alkohol-Eskapaden auf dem Weg zum besten Boxer des Planeten wähnt.

Wie sieht das Paradebeispiel eines "typischen Klischee-Engländers" aus? Richtig - blass, nicht allzu groß, gegenüber ausgedehnten Sauf-Touren nicht abgeneigt, ebenso wenig gegenüber Schlägereien mit Artgenossen.

Der Otto-Normal-Engländer hat mit Verlaub wenig Star-Potenzial - vielleicht mit Ausnahme von Wayne Rooney oder eben Ricky "The Hitman" Hatton.

Die 1,68 m kleine Kampfmaschine fasziniert die Massen wie kein Zweiter. Bei seinem letzten Kampf gegen den US-Amerikaner Juan Lazcano strömten sage und schreibe 55.000 Zuschauer ins Manchester Stadium, um den Punktsieg des 30-Jährigen im Halbweltergewicht zu bestaunen. Dabei handelte es sich noch nicht einmal um einen Titel-Kampf.

Kurzum: Wenn Hatton kämpft, ist Fußball-Stimmung garantiert. In England ist er neben Joe Calzaghe der Box-Export schlechthin. Selbst die Queen ernannte ihn bereits zum "Member of the British Empire".

Popularität durch Normalo-Image

Eine Popularität, die schon ein klein wenig verwundert. Schließlich bekam der Linksausleger die ersten acht Jahre seiner Karriere von 1999 bis 2005 bevorzugt Fallobst vor die Fäuste.

Sein aggressiver, körperbetonter Boxstil und seine Pressure-Fighter-Mentalität trösteten jedoch über so manchen schwachen Gegner hinweg, selbst das US-Fernsehen übertrug sportlich unbedeutende Kämpfe des Hitman.

Der Grund für seine Beliebtheit liegt wohl auch in seiner Herkunft. Hatton stammt aus einfachen Verhältnissen, sein Erfolgsrezept ist sein Jedermann-Image. Als Jugendlicher arbeitete er im elterlichen Teppichgeschäft.

Nachdem er sich mit einem Teppichmesser an der Hand verletzt hatte, beendete Vater Ray (sein heutiger Manager) jedoch aus Sorge um die Gesundheit des Sohnes dessen Verkäufer-Karriere.

Wie schlägt sich Hatton gegen Malignaggi? Auch unterwegs top-informiert sein

Fress-Attacken und Alkohol-Exzesse in Wettkampfpausen

Zwischen seinen Kämpfen frisst er sich gerne mal 20 kg an und schaut ebenso gerne zu tief ins Glas. Laut Medienberichten soll Hatton bei einer viertägigen Party auf Teneriffa einmal 57 Bier, 17 Wodka-Red-Bull, vier Wodka, drei Whiskey und eine Flasche Champagner vertilgt haben.

Ein anderes Mal rief er unter seinen Fans einen Foto-Wettbewerb mit dem Motto "Ricky Fatton" ins Leben. Das Siegerbild druckte er sich schließlich auf ein T-Shirt und trug es während der Promotion-Tour für seinen nächsten Fight.

Freundschaft mit Wayne Rooney

Und wie es sich für einen guten Engländer gehört, ist Hatton natürlich auch Fußball-Fan, ein extremer dazu. Als Anhänger von Manchester City gab er vor kurzem in einer englischen TV-Show zu, dass er gerne ManUtd-Star Cristiano Ronaldo eine verpassen würde, hätte er die Wahl, einen Prominenten zu schlagen.

Mit Wayne Rooney verbindet ihn jedoch seit Jahren eine enge Freundschaft. Der Stürmer stellt sich auch schon mal als WM-Gürtel-Träger zur Verfügung. Und das sogar unter Hattons Einmarsch-Musik, dem Klub-Lied von Man City.

Megafight gegen Floyd Mayweather jr.

Spätestens seit seinem überraschenden K.o.-Sieg 2005 gegen IBF-Weltmeister Kostya Tszyu, der damals als bester Boxer im Halbweltergewicht galt, rechtfertigte Hatton endgültig jede Euphorie. Das renommierte "Ring Magazine" wählte ihn prompt zum "Boxer des Jahres" und seine Karriere erreichte eine neue Dimension.

Nach überzeugenden WM-Kämpfen gegen Luis Collazo im Welter- und Juan Urango im Halbweltergewicht folgte Hattons größte Herausforderung seiner Karriere.

Im Spieler-Paradies Las Vegas kam es am 8. Dezember 2007 zum Superfight gegen Weltergewichts-Weltmeister Floyd Mayweather jr. Das größte Duell im Weltergewicht seit Oscar de la Hoya gegen Felix Trinidad 1999 wurde in über 100 Länder ausgestrahlt.

Mayweahter zollt Hitman Respekt

Nachdem der Hitman den Pretty Boy in den ersten Runden im Griff zu haben schien, brachte ihn ein Punktabzug in Runde sechs aus dem Konzept. So behauptete er zumindest im Anschluss. Schließlich verlor er in einem atemberaubenden Fight durch Technischen K.o. in der 10. Runde.

Zwar kassierte Hatton gegen Mayweather die erste Niederlage seiner Karriere, doch er gewann jede Menge Respekt des Champions.

"Ricky ist wahrscheinlich der härteste Gegner, gegen den ich jemals geboxt habe. Ich habe ihn ein paar Mal voll erwischt, aber es hat ihm lange scheinbar nichts ausgemacht. Ich verstehe jetzt, warum sie ihn den Killer nennen", sagte Mayweather im Anschluss an den Kampf.

Paulie Malignaggi nächster Gegner

Die Niederlage könnte jedoch nur ein kleiner Schönheitsfleck an Hattons Bilderbuch-Karriere sein. Denn das große Ziel des Hitman ist es, der beste Pound-for-Pound-Boxer der Welt zu werden, also der beste Boxer unabhängig von der Gewichtsklasse zu sein.

Um diesen Traum zu realisieren, trennte er sich nach seinem Punktsieg gegen Juan Lazcano im Frühjahr von seinem langjährigen Trainer Billy Graham und holte sich Floyd Mayweather senior ins Boot.

Mit dessen Hilfe verteidigte der Engländer kürzlich in Las Vegas seinen Titel im Halbweltergewicht mit einem beeindrucken K.o.-Sieg gegen Paulie Malignaggi und ebnete sich somit den Weg für einen Kampf gegen Oscar de la Hoya oder Pound-for-Pound-Champ Manny Pacquiao. Die beiden stehen sich am 6. Dezember an selber Stelle gegenüber.

Hatton darf kein Engländer sein

"Ich bin nach Vegas gekommen, um dann die Chance zu bekommen, mit einem Sieg über Oscar oder Manny der beste Boxer auf dem Planeten zu werden", gibt sich Hatton selbstbewusst.

Ob er dieses Ziel verwirklichen kann, hängt laut Mayweather sr. auch von Hattons zukünftigem Lebensstil ab. "Es kommt darauf an, ob er das Richtige tut, sich richtig ernährt und die Sauferei sein lässt", sagte der Trainer.

Heißt wohl im Klartext: Um den Gipfel zu erklimmen, dürfte Hatton eben kein Engländer mehr sein.

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