Tischtennis
Boll und Co. erreichen EM-Viertelfinale
Das Olympia-Silber hat Timo Boll und seine Mitstreiter bei der Tischtennis-Europameisterschaft in St. Petersburg zu einer großen Kraftanstrengung beflügelt.
Trotz einiger Probleme qualifizierte sich der Titelverteidiger mit drei Siegen gegen Frankreich (3:1), Dänemark (3:0) und Ungarn (3:1) ungeschlagen als Gruppenerster für das Viertelfinale gegen Russland.
Gegen die ambitionierten Gastgeber müssen die deutschen Herren einen Zahn zulegen. Die DTTB-Damen verpassten als Gruppendritte die Medaillenrunde.
"Wir mussten uns quälen"
"Wer in der Halle war, hat gesehen, dass wir uns quälen mussten", kommentierte Boll das erste EM-Wochenende in der schwach besuchten Petersburger SKK-Halle. "Russland ist eine sehr schwierige Aufgabe", erklärte Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig zu der Auslosung der K.o-Runde.
Bei einem Erfolg gegen die Russen um Spitzenspieler Alexei Smirnow ist im Halbfinale am Montagabend entweder Rumänien oder Österreich die letzte Hürde vor dem erneuten Einzug in das Endspiel.
Süß, Steger und Baum überzeugen
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Der Weltranglisten-Siebte Boll, der drei Einzel gewann, und sein Düsseldorfer Clubkollege Dimitrij Ovtcharov wurden in der Ungarn-Partie geschont. "Wir haben eine lange Saison in den Knochen, wollen uns aber von Spiel zu Spiel steigern", sagte Herren-Bundestrainer Richard Prause.
Das Trio Christian Süß (Düsseldorf), Bastian Steger und Patrick Baum (beide Frickenhausen) nutzte die Gunst der Stunde. "Wir haben eben fünf gute Spieler und bewusst rotiert, erklärte Prause.
Boll wehrt zwei Matchbälle ab
"Beim Weltcup konnte ich mich steigern und war am Ende gut in Form. Warum sollte das bei der EM nicht auch so sein", erklärte Führungsspieler Boll, der drei Titel verteidigen möchte.
Gegen den Franzosen Emmanuel Lebesson musste er zwei Matchbälle abwehren, beim 3:1 gegen den starken Dänen Michael Maze zeigte der Linkshänder gewohnte Klasse. "Das war ein gutes Match", sagte der Weltcup-Zweite.
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