Platoon mit Schümann Fünfte im MedCup

SID
Sonntag, 21.09.2008 | 12:47 Uhr
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Die Hamburger Jacht Platoon mit Steuermann Jochen Schümann hat bei der Mittelmeer-Segelserie MedCup nach insgesamt sechs Regatten Platz fünf belegt.

Bei den abschließenden Wettfahrten im portugiesischen Portimao segelte die Mannschaft nach erfolgreichem Zwischenspurt, aber verpatztem letzten Tag erneut an einem Podiumsplatz vorbei.

Den Gesamtsieg sichterte sich die amerikanische Jacht "Quantum" mit Platz eins im letzten Rennen. Zweite der 21 teilnehmenden Crews aus zehn Ländern wurde die spanische Jacht "Bribon" vor der argentinischen "Matador".

Unzufriedenheit im Team

"Mit diesem Abschneiden können wir natürlich nicht zufrieden sein. Das war einfach schlecht und auch insgesamt eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Aber ich bin mir sicher, dass es bessergeht. Wir haben in unserem ersten Jahr als Team viel Ansehen gewonnen und das ist wichtiger als das Ergebnis", so Schümann.

"Wir zählen jetzt bei allen Bedingungen zu den Top Teams", sagt der Olympiasieger weiter.

Müller-Speer will selber ran

Der Hamburger "Platoon"-Eigner Harm Müller-Spreer, der einer kleinen Kernmannschaft um Schümann die Chance gibt, trotz Americas-Cup-Flaute in der sogenannten Champions League des Segelsports teilzunehmen, ist optimistisch.

"Für mich war es eine aufwendige Saison, die aber viel Spaß gebracht hat. Ich bin sicher, dass diese Crew nach der einen oder anderen Verbesserung siegfähig sein kann."

Der mehrfache Drachen-Weltmeister plant bereits die nächste Saison: "Ich möchte mein Boot im kommenden Jahr gerne selbst steuern. Ich bin natürlich kein besserer Steuermann als Jochen Schümann, aber Jochen ist als Taktiker Weltklasse und sollte deshalb auf diesem Posten im Einsatz sein."

Im Gespräch ist auch ein mehrere Millionen Euro teurer Neubau, falls die "Platoon" verkauft werden kann.

Weltmeisterschaft das nächste Ziel

Ihre Güte kann die Mannschaft, der in Tim Kröger, Matti Paschen (jeweils Hamburg), Anton Kolb (Bremen) und Jan Schoepe (Cuxhaven) lediglich vier weitere deutsche Segler neben Schümann und Müller-Spreer angehören, vom 20. bis zum 25. Oktober bei der Weltmeisterschaft vor Lanzarote unter Beweis stellen.

Für den Titelkampf haben bereits 18 Jachten aus zwölf Nationen gemeldet.

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