Radrennen/Schwimmen

Goldregen für Deutschland

SID
Freitag, 12.09.2008 | 16:16 Uhr
© dpa
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Goldener Freitag für das deutsche Paralympics-Team und ein Eklat beim Schwimmen.

Die Radrennfahrer Michael Teuber und Wolfgang Sacher lösten die Medaillenflut am Stausee des "Ming Toms Reservoirs" mit zwei Erfolgen im Zeitfahren auf der Straße aus, Weltrekordlerin Kirsten Bruhn erschwamm mit einem Start-Ziel-Sieg über 100 Meter Brust im Pekinger Wasserwürfel die neunte Goldplakette.

Grimm verliert Gold

Einzig die Aberkennung des Erfolges von dem bereits als Sieger gekürten Brustschwimmer Thomas Grimm trübte den Erfolgstag.

Das Wettkampfgericht gab einem Protest des schnelleren Mexikaners Pedro Rangel statt, der zunächst disqualifiziert worden war.

"Es ist völlig unverständlich, dass die Siegerehrung schon durchgeführt wurde", sagte Schwimm-Bundestrainer Bernhard von Welck. Phil Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), entschuldigte sich bei den Deutschen.

Der gelähmte Berliner Grimm, der über 100 m Brust als Zweiter anschlug, wurde Opfer der bei den Paralympics manchmal überforderten Organisatoren.

"Das ist wirklich bitter"

Zunächst profitierte der 35-Jährige von dem Ausschluss seines Kontrahenten wegen eines technisch verbotenen Beinschlags. Bei der Siegerehrung weinte er vor Freude.

Danach musste der Student, der nach vier paralympischen Spielen seine Karriere mit dieser unglücklichen Entscheidung beendete, das Gold wieder hergeben.

"Das ist wirklich bitter, die Arbeitsweise des IPC ist fraglich", sagte Grimm, der sich aber dennoch über Silber freute. Bronze wurde Niels Grunenberg wieder aberkannt - der Berliner war so sauer, dass er seinen Blumenstrauß wegwarf.

"Das ist merkwürdig", sagte der deutsche Chef de Mission Karl Quade, "eigentlich sollte nach der Medaillenvergabe nichts mehr verändert werden."

Bruhn siegt und schwimmt Weltrekord

Ausnahme-Athletin Bruhn aus Neumünster setzte das Glanzlicht des sechsten Wettkampftages, als sie im Vorlauf mit Weltrekord die Konkurrenz schockte und im Finale mit 16 Sekunden Vorsprung ihr eigenes Rennen schwamm.

Mit der Zeit von 1:36,30 Minuten schon am Vormittag hatte die Titelverteidigerin auf ihrer Paradestrecke ihre bisherige Bestmarke um fünf Sekunden unterboten.

"Das zu kapieren wird noch dauern", sagte die 38 Jahre alte Querschnittsgelähmte, "ich werde richtig feiern, denn diese Medaille ist ganz oben anzusiedeln."

Zuvor hatte sie bereits einmal Silber und zweimal Bronze geholt. Über 50 m Freistil am Montag will sie noch einmal aufs Treppchen: "Der Knoten bei den Schwimmern ist jetzt geplatzt, nun will ich auch noch etwas holen", sagte sie.

Sportdirektor zieht positive Bilanz

"Das ist klasse, genau die Ergebnisse, die wir brauchen", sagte Frank-Thomas Hartleb, Sportdirektor des Deutschen Behinderten- Sportverbandes (DBS), zur Halbzeit der Wettkämpfe.

Das dritte Edelmetall im Aquativ Center steuerte über 100 m Freistil die blinde Daniela Schulte (Berlin) bei.

Teuber holt drittes Gold

"Ich bin gegen alle Empfehlungen immer am Limit gefahren und habe alles aus meinem Körper herausgeholt. Ich wollte unbedingt noch einmal Gold und bin nun total ergriffen", sagte der 40 Jahre alte Münchner Teuber, der nach einem Autounfall teilweise gelähmt ist, nach 24,8 Kilometern in 38:46,79 Minuten bei 33 Grad Celsius.

Der elfmalige Weltmeister war schon aus Athen mit zwei goldenen Plaketten heimgekehrt, in Peking hatte er schon Silber gewonnen.

Gold auch an Sacher

Sein Teamkollege Sacher, der 41 Jahre alte Verwaltungsfachwirt aus Penzberg, setzte sich im Einzelzeitfahren auf der Straße in 34:41,62 durch.

Sacher, dem ein Unterarm fehlt, hatte in der Verfolgung und im Zeitfahren auf der Bahn Silber und Bronze geholt. Bronze über 12,7 Kilometer errang Dorothee Vieth vom Hamburger SV, im Mixed-Zeitfahren über dieselbe Distanz gewann Barbara Weise (Erlangen) Silber.

In der Leichtathletik wurde Thomas Ulbricht vom PSC Berlin mit 3178 Punkten im Fünfkampf Zweiter. Die erst 17-jährige Maria Seifert (HSC Erfurt) gewann über 100 m in 14,28 Sekunden Bronze.

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