Samstag, 13.09.2008

Paralympics

Gold für Eskau, Schröder und Segel-Team

Handbikerin Andrea Eskau, Leichtathlet Matthias Schröder und die Sonar-Segelmannschaft mit Jens Kroker, Robert Prem und Siegmund Mainka haben bei den Paralympics die Goldmedaillen Nummer zehn, elf und zwölf für die deutsche Mannschaft gewonnen.

Paralympics, Peking, Deutschland, Eskau, Handbike
© dpa

Der sehbehinderte Schröder (49,45 Sekunden) profitierte von der Disqualifikation des über die 400 Meter schnelleren Chinesen Yansong Li, der seine Bahn verlassen hatte.

Vor Qingdao reichte dem 39-jährigen Münsteraner Kroker und seiner Crew Platz fünf im Finalrennen und ein Punkt Vorsprung zum umjubelten Sieg. "Wir sind überglücklich, können es noch gar nicht fassen", jubelte Kroker nach seinem Sieg in der Fushan Bucht.

Gold, Silber und Bronze für Damen

Die zweimalige Weltmeisterin Andrea Eskau (Magdeburg), die sich 1998 bei einem Fahrradunfall die Wirbelsäule schwer verletzt hatte, gewann über insgesamt 36,3 Kilometer auf der Straße mit 13/100 Sekunden Vorsprung vor der Niederländerin Monique van der Vorst Gold.

Als Dritte sicherte sich Dorothee Vieth aus Hamburg ihre zweite Bronzemedaille der Paralympics in Peking.

"Der Kurs ist landschaftlich sehr reizvoll, aber auch sehr anspruchsvoll", sagte die 47 Jahre alte Geigenlehrerin.

Bei den Leichtathletik-Wettkämpfen eroberte Claudia Nicoleitzik aus Püttlingen die Silbermedaille im 200 Meter-Sprint der Startklasse T 36. Schneller war nur die Chinesin Fang Wang.

Kröger erneut undankbarer Vierter

Im Segelrevier vor Qingdao haderte 2.4mR-Steuermann Heiko Kröger aus Mönkeberg bei Kiel zum zweiten Mal nach den Paralympics von Athen mit Platz vier im Abschlussklassement.

Nach Rang sieben im letzten Rennen war Kröger zwar punktgleich mit dem Bronzemedaillengewinner John Ruf, hatte aber weniger Tagessiege vorzuweisen.

"Es ist so bitter, zweimal hintereinander Vierter zu werden", sagte Kröger, dem von Geburt an ein Unterarm fehlt.

Olympiasieger wurde der Kanadier Paul Tingley vor dem spurtstarken Franzosen Damien Seguin und dem Amerikaner Ruf.

Grimm legt keinen Protest ein

Für einen Protest im Schwimmen nach dem umstrittenen Ausgang des Brustfinales und der Aberkennung der Goldmedaille von Thomas Grimm ist es allerdings zu spät.

"Es sollte der Sport im Vordergrund stehen und hier ging es nur um einen Formfehler", kritisierte der deutsche Chef de Mission, Karl Quade. Tatsächlich war die Disqualifikation des Mexikaners Pedro Rangel wegen Tauchens während des Brustrennens rechtens.

Weil er aber schon als Sieger auf der Anzeigentafel erschienen war, wurde dem Protest seiner Mannschaft stattgegeben.

Schiedsrichter ausgetauscht

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wechselte daraufhin den Chefschiedsrichter aus und diskutierte den Fall noch hinter den Kulissen.

"Ich gehe nicht davon aus, dass es eine dritte Siegerehrung gibt, dann wäre die Außendarstellung des IPC ganz hinüber", sagte Grimm, der auch nicht den Internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen will.

"Das dauert sehr lange, ich weiß nicht, ob das im Interesse des Sports ist."


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Wer sichert sich 2016 in Rio Olympisches Gold?

Novak Djokovic
Roger Federer
Andy Murray
Rafael Nadal
Stan Wawrinka
Ein anderer Spieler

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.