Leichtathletik

IOC: Dopingverdacht bei Hammerwerfern

SID
Donnerstag, 04.09.2008 | 13:51 Uhr
Olympia, Peking, Leichtathletik, Hammerwurf, Doping, Weißrusse
© dpa
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
So12:00
WTA Eastbourne: Tag 1
AEGON Classic Women Single
So14:30
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
So17:00
WTA Mallorca: Finale
AEGON International Women Single
Mo12:00
WTA Eastbourne: Tag 2
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles -
Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles -
Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles -
Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles -
Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Das Hammerwurf-Finale der Olympischen Spiele in Peking wird ein juristisches Nachspiel haben. Silber und Bronze müssen möglicherweise an Nachrücker vergeben werden.

Noch im September will sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit dem Dopingverdacht gegen die weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon beschäftigen.

"Ja, die Disziplinarkommission wird den Fall Ende des Monats diskutieren", sagte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Verband bisher nicht informiert

Dewjatowski hatte am 17. August die Silbermedaille vor Tichon gewonnen. Olympiasieger wurde überraschend der Slowene Primoz Kozmus.

Die russische Agentur All Sport hatte berichtet, Dewjatowski und Tichon seien in Peking positiv auf Testosteron getestet worden. Dies wollte der weißrussische Leichtathletik-Verband allerdings nicht bestätigen.

"Wie können wir etwas kommentieren, was wir nicht haben?", meinte Sprecherin Anastasija Marinina. Bisher habe der Verband weder Dokumente noch eine Bestätigung für einen positiven Test seiner Athleten erhalten.

Dewjatowski droht Lebenslange Sperre

"Dewjatowski und Tichon weisen alle Vorwürfe zurück. Jeder Mensch kann in seinem Körper einen unterschiedlich hohen Anteil an Testosteron haben", sagte die Verbandssprecherin.

Für die Dopingtests während der Sommerspiele ist das IOC zuständig, für Abwicklung und Analyse die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Die WADA lehnte eine Stellungnahme ab und verwies auf die Zuständigkeit des IOC.

Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten und das Duo tatsächlich gedopt gewesen sein, droht Dewjatowski sogar das Karriere-Ende. Der 31-Jährige würde als "Wiederholungstäter" lebenslang gesperrt werden, weil er bereits zwei Jahre (2000 bis 2002) suspendiert war.

Der dreimalige Weltmeister Tichon, ein Jahr älter als sein Landsmann Dewjatowski, hatte bisher noch keinen positiven Test. Das IOC hat in Peking mehr als 5000 Dopingkontrollen durchgeführt, bis zum Ende der Sommerspiele am 24. August waren sechs Athleten erwischt worden.

Japaner Murofushi wieder im Glück?

Sollten sowohl Dewjatowski als auch Tichon ihre Medaillen verlieren, würde der Ungar Krisztian Pars (4./dann Silber) und Athen-Olympiasieger Koji Murofushi (5./dann Bronze) einen Platz aufrücken - Murofushi sogar schon zum zweiten Mal.

Vor vier Jahren bekam der Japaner nachträglich Gold, weil der ursprüngliche Olympiasieger Adrian Annus (Ungarn) nach den Sommerspielen in Athen eine Dopingkontrolle in Ungarn verweigert hatte.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung