Sonntag, 14.09.2008

Motorrad

Bradl Dritter in Indianapolis

Eine furiose Aufholjagd hat Stefan Bradl bei einsetzendem Regen in Indianapolis auf Platz drei gespült. Beim ersten Motorrad-Grand-Prix auf der Traditions-Rennstrecke kam der Zahlinger trotz einer völlig verpatzten ersten Runde noch auf das Siegerpodest.

Motorrad, Indianapolis, Bradl
© Getty

Frust schob dagegen Sandro Cortese, der in einem starken Rennen beim Abbruch nur Fünfter war und für seine engagierte Leistung nicht belohnt wurde. Den Sieg holte sich erstmals in seiner Karriere der Spanier Nicolas Terol, der beim Abbruch 1/100 Sekunde vor seinem Landsmann Pol Espargaro die Ziellinie überfahren hatte.

"Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich auf dem dritten Platz gelandet bin nach dem schlechten Start", sagte Bradl und freute sich diebisch. Direkt nach dem Start war ein Großteil des Feldes an ihm vorbeigefahren.

Aufholjagd ab Runde zwei

"Ich hatte ein Problem, habe den zweiten Gang nicht hineinbekommen", erklärte der Bayer die Vorkommnisse zu Beginn des Rennens. Bis Platz 16 wurde er durchgereicht, startete aber ab der zweiten Runde eine fulminante Jagd.

"Da gab es nur noch volle Kanne für mich und auch als der Regen einsetzte bin ich Vollgas gefahren. Mir blieb ja nichts anderes übrig", sagte der Aprilia-Pilot, der zwölf Runden vor dem Ende den Anschluss an eine Gruppe geschafft hatte, die Platz drei unter sich ausmachen konnte.

Nur noch sieben Punkte Abstand auf den WM-Dritten

Mit seiner Leistung machte Bradl zudem sein Missgeschick vom Niederlande-Grand-Prix wett, als er bei einsetzendem Regen durchgereicht worden war. Mit dem Podestplatz rückte er als WM-Vierter bis auf sieben Punkte an den Drittplatzierten, Weltmeister Gabor Talmacsi aus Ungarn, heran.

Sandro Cortese dagegen wird vom Pech verfolgt. Er war lange Zeit das Zugpferd der Gruppe, machte Tempo und teilte sich mit Bradl später in die Führungsarbeit.

Als der Abbruch kam, lag er aber nur auf Platz fünf. "Ein Podestplatz wäre sicher auch für mich drin gewesen. Man weiß ja nie, wann der Regen kommt. Schade", sagte der Berkheimer.


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