Paralympics

Pistorius "schnellster Mann auf keinen Beinen"

SID
Dienstag, 09.09.2008 | 13:37 Uhr
Oscar, Pistorius
© DPA
Advertisement
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Viertelfinale
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Halbfinale & Finale
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn
NBA
Warriors @ Hornets
European Challenge Cup
Toulouse -
Lyon
NHL
Islanders @ Penguins
NHL
Flyers @ Canucks
NBA
Rockets @ Jazz
European Rugby Champions Cup
Glasgow -
Montpellier

Auch die Paralympics in Peking haben ihren Sprint-König. Auf zwei Hightech-Karbonprothesen flog der Südafrikaner Oscar Pistorius im "Vogelnest" über die Bahn und darf sich weiterhin "schnellster Mann auf keinen Beinen" (Pistorius) nennen.

Anders als Bolt zündete er erst auf den letzten zehn Metern den Turbo. "Den Start habe ich total verschlafen, doch es reichte ja noch", meinte Pistorius, der seinen Weltrekord von 10,91 Sekunden um 26/100 Sekunden verfehlte.

Der 21-jährige "Vorkämpfer der Behinderten" hatte sich vor Wochen mit einem erfolgreichen Justiz-Marathon vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS sogar die Startberechtigung für Olympia erstritten. Doch aufwendige Untersuchungen und Diskussionen lenkten vom Training ab - und er verpasste die Norm über 400 Meter.

Wettkämpfe gegen Nichtbehinderte

Ursprünglich wollte der ehemalige Rugbyspieler, dem schon mit 17 Monaten nach Geburtsschäden Teile beider Unterschenkel amputiert werden mussten, nicht bei den Paralympics antreten.

"Ich denke, das ist nur logisch, die nächste Stufe für mich sind Wettkämpfe gegen Nichtbehinderte", sagte der Paralympics-Sieger von 2004, der in Peking noch Gold über 200 und 400 Meter anpeilt. "Da kann ich meine Schnelligkeit erst richtig ausspielen", betonte der "Blade Runner".

Für viele Behinderte ist Pistorius zum Vorkämpfer, ja sogar zum Idol geworden. "Die Leichtathletik bei den Paralympics ist wie die Formel 1. Pistorius trug diese Federn als Erster. Leider wurde er vor Olympia so lange untersucht, dass er hinterher die Norm nicht mehr schaffte", sagte der Leverkusener Heinrich Popow, der am Oberschenkel amputiert ist.

Du Toit wandelt auf Spuren von Phelps

Neben Pistorius steht auch seine Teamkollegin Natalie du Toit im Rampenlicht der Behindertenspielen. Nicht nur weil sie als erste Athletin sowohl bei Olympia als auch bei den Paralympics die Fahne tragen durfte.

Nach ihren Siegen über 100 Meter Schmetterling (Weltrekord) und 100 Meter Freistil (Paralympics-Rekord) wandelt sie im "Wasserwürfel" auf den Spuren von Superstar Michael Phelps, der mit seinen acht Olympiasiegen und sieben Weltrekorden Sportgeschichte schrieb.

"Ich will bei meinen fünf Starts fünfmal Gold holen", meinte die beinamputierte 24-Jährige, die beim olympischen Langstreckenschimmen über 10 Kilometer 16. wurde.

"Sicherlich war ich etwas geknickt. Doch jetzt bin ich viel besser drauf. Bei Olympia waren alle auf sich fixiert. Da hilft dir Keiner. Bei den Paralympics geht es mehr um das, was Olympische Spiele symbolisieren. Es geht um Freundschaft und Kameradschaft."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung