Donnerstag, 25.09.2008

Tischtennis

Boll vor Weltcup optimistisch

Der Optimismus von Timo Boll vor dem Tischtennis-Weltcup ist groß. "Ich habe derzeit ein sehr gutes Gefühl für den Ball", sagte der Europameister.

Tischtennis, Timo Boll
© dpa

Bereits zweimal konnte der 27-jährige Linkshänder die mit 135.000 Dollar dotierte Veranstaltung in Lüttich gewinnen - zuletzt 2005 ebenfalls in der belgischen Stadt, als er die drei besten Chinesen vom Tisch fegte. "Lüttich war zwar vor drei Jahren ein gutes Pflaster für mich, doch das ist leider keine Garantie für 2008", erklärte Boll.

Boll verlässt sich auf Ballgefühl

Statt auf die Erinnerung verlässt sich der Olympia-Zweite mit der Mannschaft lieber auf sein ausgeprägtes Ballgefühl. Seit Peking und einer Regeländerung - das sogenannte Frischkleben ist nicht mehr erlaubt - hat der Düsseldorfer in der Bundesliga und in der Champions League kein Einzel verloren.

"Ich spiele ganz gut und hoffe, dass ich mich in Belgien noch etwas besser bewegen kann als zuletzt", sagte Fußball-Anhänger Boll, der noch an den Nachwirkungen einer kuriosen Oberschenkel-Verletzung leidet.

Verletzung beim Jubeln zugezogen

Der BVB-Fan war nach dem Dortmunder Ausgleich zum 3:3-Endstand im Revierderby gegen Schalke 04 so enthusiastisch auf der Tribüne hochgesprungen, dass er sich einen "leichten Muskelfaserriss" zugezogen hatte. "Es wird aber von Tag zu Tag besser", sagte Boll. In seiner Vorrunden-Gruppe trifft er auf Gao Ning aus Singapur, den Griechen Kalinikos Kreanga und Segun Toriola aus Nigeria.

Sein Düsseldorfer Klubkollege Dimitrij Ovtcharov, der vom Weltverband ITTF eine der drei Wildcards erhielt, hat es in seiner Gruppe mit Athen-Olympiasieger Ryu Seung Min (Südkorea), Li Ching (Hongkong) und Lokalmatador Jean-Michel Saive (Belgien) zu tun.

Favoriten kommen aus China

"Bei meiner Premiere möchte ich die Vorrunde überstehen", sagte der 19- Jährige. Er hat noch einige Probleme mit der Materialumstellung als Folge des Frischklebe-Verbots.

Olympiasieger Ma Lin und Weltmeister Wang Liqin (beide China) sind zwar nicht am Start. Die Top-Favoriten unter den 16 Teilnehmern kommen dennoch aus dem Reich der Mitte. Der Weltranglisten-Erste Wang Hao und German-Open-Gewinner Ma Long dürften nur schwer zu besiegen sein. "Der Weg zum Titel führt nur über sie", erkannte auch Boll.


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