Finale gegen Federer

Wirbelsturm namens Murray

SID
Montag, 08.09.2008 | 00:10 Uhr
© Getty
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Vorteil Roger Federer: Der Titelverteidiger ruhte sich schon für das US-Open-Finale aus, als Tropensturm "Hanna" tobte und seine Gegner vom Platz jagte. Dank unfähiger Organisatoren geht Federer mit einem Tag mehr Pause in das erste New Yorker Montags-Endspiel seit 1987.

Sein Gegner: fast schon sensationell Andy Murray. Der "Highlander" knüpfte gegen den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal an seine fantastische Form vom Vortag an und gewann mit 6:2, 7:6 (7:5), 4:6, 6:4.

Dabei deutete vieles auf ein Comeback des Spaniers hin, als er zunächst den dritten Satz für sich entschied und im vierten bereits mit 3:1 in Front lag.

Doch der Brite Murray steigerte sich und verwandelte seinen ersten Matchball. In der neuen Weltrangliste springt der 21-Jährige auf den vierten Platz.

"Da kann man nur gratulieren"

"Es ist schwer, jeden Tag frisch zu sein. Ich wusste, dass so etwas irgendwann passieren musste", bestätigte Nadal nach seinem 84. Saisonmatch. "Es war nicht der beste Moment, aber es ist nie der beste", sagte er im Rückblick auf die erfolgreichsten Monate seiner Karriere. "Er hat mich geschlagen, weil er besser war. Da kann man nur gratulieren." 

Murray stand als erster Brite seit Greg Rusedski vor elf Jahren an gleicher Stelle in einem Grand-Slam- Endspiel. Gar 72 Jahre her ist der letzte britische Sieg durch Fred Perry bei einem der vier wichtigsten Turniere. 

Eine neue Nummer eins hat die Damenwelt. Im ersten US-Open-Finale an einem Sonntag seit 1974 bezwang Serena Williams die Serbin Jelena Jankovic mit 6:4, 7:5 und kehrte erstmals seit August 2003 an die Spitze der Weltrangliste zurück. Alles zum Damenfinale

17. Finale für Federer

Federer freut sich riesig auf das Finale. "Ich spüre nicht so viel Druck. Es geht nur um ein Match, und ich hoffe, das wird mir gelingen", sagte der 27-Jährige am Samstag nach dem 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 über Vorjahresfinalist Novak Djokovic.

"Manchmal hatte ich Momente, in denen ich dachte: So spiele ich normalerweise auf Hartplatz. Ich fühle mich gut. Ich brauche keinen Extra-Schlaf und keine Extra-Behandlung. Das wird ein Schlüssel sein", erklärte er mit Blick auf sein 17. Grand-Slam-Finale am Montag.

Federer nimmt Revanche

Weil Federer gegen Olympiasieger Nadal sowohl in Wimbledon als auch bei den French Open im Finale verlor, wartet er weiter auf den 13. Grand-Slam-Titel, der ihn bis auf einen Sieg an Rekordhalter Pete Sampras heranbringen würde.

Bei den Australian Open war er als Titelverteidiger nach seiner Viruserkrankung im Halbfinale am späteren Sieger Djokovic gescheitert. Dafür nahm Federer über weite Strecken eindrucksvoll Revanche gegen den Serben, der damit in der Weltrangliste auf Rang drei hinter dem Ex-Spitzenreiter bleibt.

"Das war ein wichtiges Spiel. Das wusste ich, als ich die Auslosung sah", sagte der Baseler, der um kurz nach elf bei klebrigem Wetter unter Wolken im Arthur-Ashe-Stadium aufschlug.

Heftiger Regen 

Erst 90 Minuten später begannen Nadal und Murray im Louis-Armstrong-Stadium nach Absprache der Organisatoren mit dem TV-Sender "CBS" und wurden beim überraschenden Stand von 6:2, 7:6 (7:5), 2:3 für den Schotten durch heftigen Regen vom Platz gespült.

Bei parallelem Beginn wäre auch dieses Match möglicherweise beendet worden. Der US-Tennis-Verbandschef Arlen Kantarian sprach erst von reiner Spekulation. Später räumte er aber ein: "Im Nachhinein wäre das die richtige Entscheidung gewesen."

Andere wussten es vorher. "Ich weiß nicht, warum sie uns nicht zur selben Zeit angesetzt haben. Ich habe kein Problem damit, im Armstrong zu spielen", sagte Murray vor seiner Partie.

Höhnischer Beifall

Nadal hatte dort bisher nicht einmal trainiert, war aber mit der Ansetzung einverstanden. "Keine Beschwerden", sagte der Spanier. Verwunderlich war aber, dass die Nummer eins nach Federer begann, obwohl er sein Viertelfinale einen knappen Tag vor dem Rivalen bestritten hatte.

Federer darf auch am Montag wieder auf die Unterstützung der einheimischen Fans hoffen. "Ich fühle mich ein bisschen wie ein New Yorker", sagte er.

Djokovic wurde nach seiner Kritik am Amerikaner Andy Roddick zwar nicht erneut ausgebuht, doch bei Fehlern gab es mitunter höhnischen Beifall. Der 21-Jährige bekannte danach: "Einige Sachen will ich so schnell wie möglich vergessen."

Die Ergebnisse der US Open im Überblick

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