Montag, 22.09.2008

Tennis

Davis-Cup-Finale in verbotener Halle

Argentinien will der von Olympiasieger Rafael Nadal angeführten spanischen Tennis-Nationalmannschaft auf einem schnellen Teppichboden den Davis-Cup-Sieg streitig machen.

Argentinien, Davis-Cup, Tennis
© DPA

Doch die Wahl der Arena für das Finale vom 21. bis 23. November bringt Probleme, denn die Gauchos wollen in der Halle von Cordoba spielen, die nicht über die vom Weltverband ITF vorgeschriebene Kapazität von 12.000 Zuschauern verfügt.

"Es gibt diese Regel, aber man muss auch flexibel sein", erklärte ITF-Sprecherin Barbara Travers. Spanien hatte sich am Wochenende mit 4:1 gegen die USA durchgesetzt; Argentinien überstand das Halbfinale durch ein 3:2 über Russland.

Für Nadal spielt der Belag keine Rolle

Für den Weltranglisten-Ersten Nadal ist die Diskussion um die Halle, die entgegen der ITF-Bestimmungen 2000 Plätze zu wenig hat, und den Belag egal.

Als Triumphator war er nach seinem entscheidenden zweiten Sieg im Sand-Duell gegen den Amerikaner Andy Roddick auf den Schultern seiner Kollegen aus dem großen Tor der Stierkampf-Arena in Madrid getragen worden. Einem Torero kann nichts Größeres passieren.

"Das Endspiel gegen Argentinien wird schwer", sagte der 22-Jährige. "Aber nicht wegen des Belags, sondern wegen der Stärke des Gegners."

"Können auch auf einer Eisbahn spielen"

Spaniens Team-Kapitän Emilio Sanchez stieß ins gleiche Horn. "Es ist völlig egal, auf welchem Belag wir spielen", sagte er und verwies darauf, dass Nadal auf Rasen und Sand Grand-Slam-Sieger ist. Spaniens Nummer 2, der Weltranglisten-Fünfte David Ferrer, meinte grinsend.

"Von mir aus könnten wir auch auf einer Eisbahn spielen." Dass der Untergrund tatsächlich kaum eine Rolle spielt, zeigte sich im Viertelfinale in Bremen, als die Iberer dem deutschen Team auf einem Hartplatz keine Chance ließen.

Heimvorteil nicht von Bedeutung

Für Cordoba sprechen noch andere Gründe als der schnelle Belag. David Nalbandian, der Anführer der Gauchos, stammt aus dieser Gegend rund 800 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires.

Und die Halle ist so eng und mit steilen Rängen gebaut, dass die ohnehin gefürchteten argentinischen Tennis-Fans ihrem Ruf als fünfter Mann im Team leicht gerecht werden können.

"Auch das ist uns eigentlich egal. Denn die Zuschauer werden nur zu einem Faktor, wenn die Spiele knapp sind", betonte Sanchez. "Ansonsten ist der Einfluss nur gering."


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