Sonntag, 14.09.2008

Radsport

Astana zu Armstrong-Wechsel: "Beide wollen"

Lance Armstrong polarisiert. Die direkt an den Comeback-Plänen Beteiligten sind hellauf begeistert. Andere wenden sich eher mit Grausen ab bei dem Gedanken, dass der Rekordsieger 2009 tatsächlich seinen achten Tour-de-France-Sieg anpeilen könnte.

Radsport, Lance Armstrong
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"Beide Parteien wollen die erneute Zusammenarbeit - es sieht gut aus", sagte Philippe Maertens, der Sprecher des Astana-Teams, dessen Chef Johan Bruyneel Armstrong von 1999 an in den Mannschaften US Postal und Discovery Channel zum unantastbaren und - nach überwundener Krebserkrankung - "wunderbaren" Tour-Giganten formte.

Die ARD, seit zwei Jahren auch offensiver Anti-Doping-Kämpfer, macht sich für die Tour-Ächtung des Texaners stark.

TV-Berichterstattung auch von Armstrong abhängig

Für viele ist der fast 37-Jährige, der sein Herz politisch an die Republikaner verschenkte, die Galionsfigur des "alten Radsports" mit den schwer behandelbaren Doping-Symptomen. Deshalb könnte die ARD ihren weiter offenen Wiedereinstieg in die Tour-Berichterstattung von 2009 an in gewisser Weise auch vom Verhältnis der Tour-Gewaltigen zum umstrittenen Comeback-Willigen abhängig machen.

Allgemeine Vertragsinhalte stünden bei den jetzigen Überlegungen über eine Tour-TV-Fortsetzung allerdings im Vordergrund, "und das Thema Armstrong spukt eher im Hinterkopf, zumal geklärt werden muss, wie viel Wahrheitsgehalt in den Comeback-Plänen liegt", sagte ARD-Sprecher Rolf-Dieter Ganz.

Armstrong ist Vergangenheit

Er bestätigte aber auch seine Aussagen in der "Welt am Sonntag" über das "Auslaufmodell" Armstrong: "Für uns ist er ein Stück Vergangenheit. Den wollen wir da nicht mehr sehen. Die Zukunft gehört den jungen Fahrern. Sie besteht bestimmt nicht in der Wiederkehr der Generation Armstrong."

Der deutsche Markt mit seinen TV-Kunden ist in Frankreich interessant. Den ARD-ZDF-Ausstieg 2007 nach dem Bekanntwerden des Dopingfalls Sinkewitz hatte die Tour kurzzeitig in einen Schockzustand versetzt. Nach der Rückkehr in diesem Jahr ist die Zukunft offen.

Lance Armstrong - Der Absturz des Tourminators
Er verzückte Millionen. Und steht am Ende doch als Persona non grata da. Lance Armstrong hat eine bewegte Karriere hinter sich. SPOX blickt auf einen in jeder Hinsicht "einmaligen" Sportler zurück
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Er verzückte Millionen. Und steht am Ende doch als Persona non grata da. Lance Armstrong hat eine bewegte Karriere hinter sich. SPOX blickt auf einen in jeder Hinsicht "einmaligen" Sportler zurück
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Der 17-jährige Lance beginnt, regelmäßig an Triathlons teilzunehmen
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Er ist ein Vorzeigeathlet
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Doch schnell wird klar, dass seine Stärke das Radfahren ist. Mit 22 Jahren gewinnt er als jüngster Radprofi die Straßen-WM in Oslo
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Doch schnell wird klar, dass seine Stärke das Radfahren ist. Mit 22 Jahren gewinnt er als jüngster Radprofi die Straßen-WM in Oslo
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1995 fährt er zum ersten Mal die Tour de France zu Ende
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1995 fährt er zum ersten Mal die Tour de France zu Ende
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Nur ein Jahr später wird bei Armstrong Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert - er entscheidet sich gegen eine herkömmliche Chemotherapie
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Nur ein Jahr später wird bei Armstrong Krebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert - er entscheidet sich gegen eine herkömmliche Chemotherapie
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Er trainiert härter als je zuvor - der Sport soll ihm helfen, die Krankheit zu besiegen
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Vom Krebs geheilt, startet Armstrong 1999 bei der Tour de France, gewinnt vier Etappen
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Vom Krebs geheilt, startet Armstrong 1999 bei der Tour de France, gewinnt vier Etappen
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Das "Comeback des Jahrhunderts" ist perfekt. Er gewinnt die Tour zum ersten Mal, das US Postal Team feiert ihn
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Das "Comeback des Jahrhunderts" ist perfekt. Er gewinnt die Tour zum ersten Mal, das US Postal Team feiert ihn
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Zweiter wird Alex Zülle (l.) vor Fernando Escartin auf dem dritten Platz
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Tour de France 2000: Armstrong fährt schon wieder im Gelben Trikot
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Unvergessen bleiben dabei die Duelle mit dem mittlerweile verstorbenen Marco Pantani
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Armstrong gewinnt die Tour, Ullrich wird Zweiter, Zabel gewinnt die Sprint-Wertung. Doch das war erst der zweite Streich...
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...und der Dritte folgt sogleich. Für Jan Ullrich bleibt 2001 mal wieder nur der zweite Rang
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Die Tour 2002: In keinem Jahr wurde es Armstrong so leicht gemacht wie in diesem. Ullrich nahm wegen diverser Krisen gar nicht erst Teil
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Der vierte Tour-Sieg ist perfekt. Zweiter wird Joseba Beloki (l.), Dritter Raimondas Rumsas
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100 Jahre Tour de France. Die Tour startet und endet wie 1903 in Paris
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Mit Sicherheit die spannendste Tour der letzten Jahre, geprägt durch den Zweikampf zwischen Armstrong und Ullrich
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Mit Sicherheit die spannendste Tour der letzten Jahre, geprägt durch den Zweikampf zwischen Armstrong und Ullrich
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Faire Geste: Einen Sturz von Armstrong nutzt Ullrich nicht aus, sondern wartet, bis sein Kontrahent wieder zu ihm aufgeschlossen hat
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Für sein sportliches Verhalten bekommt Ullrich nicht nur den "Fair Play Preis" des deutsche Sportbundes, sondern auch noch den Bambi verliehen
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Ullrichs Sportsgeist bleibt am Ende unbelohnt. Er wird mit 1:01 Minute Rückstand zum fünften Mal Zweiter
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Armstrong hingegen stellt mit seinem fünften Tour-Triumph in Folge den Rekord von Miguel Indurain ein
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Und auch in der Liebe könnte es nicht besser laufen. Im Herbst 2003 geben er und Sängerin Sheryl Crow ihre Beziehung öffentlich bekannt
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Bei der Tour 2004 will Armstrong Geschichte schreiben und den alleinigen Rekord
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Die Anwesenheit von Freundin Sheryl und Töchterchen Grace scheinen ihn geradezu zu beflügeln
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Er düpiert die Konkurrenz, siegt als erster Mensch in der Geschichte zum sechsten Mal bei der Tour de France - und das auch noch in Folge
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Das Jahr 2005: Schon vor der Tour kündigt Armstrong seinen Rücktritt vom Radsport an. Es wird seine vermeintlich letzte Tour de France sein
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Somit ist es auch Jan Ullrichs letzte Chance, den US-Amerikaner zu schlagen
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Somit ist es auch Jan Ullrichs letzte Chance, den US-Amerikaner zu schlagen
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Unerwartet kommt es aber zum erbitterten Dreikampf zwischen Ivan Basso, Jan Ullrich und Lance Armstrong
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Unerwartet kommt es aber zum erbitterten Dreikampf zwischen Ivan Basso, Jan Ullrich und Lance Armstrong
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Doch am Schluss triumphiert einmal mehr Lance Armstrong, Jan Ullrich wird nach einer vom Pech verfolgten ersten Woche in der Gesamtwertung Dritter
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Doch am Schluss triumphiert einmal mehr Lance Armstrong, Jan Ullrich wird nach einer vom Pech verfolgten ersten Woche in der Gesamtwertung Dritter
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Durch diesen Sieg verbessert er seine bereits historische Bestmarke auf sieben Siege in Folge
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Durch diesen Sieg verbessert er seine bereits historische Bestmarke auf sieben Siege in Folge
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Nach drei Jahren Pause gibt Armstrong 2009 sein Tour-Comeback beim Team Astana - und ist sofort Publikums- und Pressemagnet
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Nach drei Jahren Pause gibt Armstrong 2009 sein Tour-Comeback beim Team Astana - und ist sofort Publikums- und Pressemagnet
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Der Prolog in Monaco lief mit Rang zehn noch ganz gut, doch als es in die Berge ging, hatte Armstrong...
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Der Prolog in Monaco lief mit Rang zehn noch ganz gut, doch als es in die Berge ging, hatte Armstrong...
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...gegen die junge Garde um Andy Schleck und Alberto Contador das Nachsehen. Dennoch reichte es für Platz drei in Paris
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...gegen die junge Garde um Andy Schleck und Alberto Contador das Nachsehen. Dennoch reichte es für Platz drei in Paris
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2010 sollte mit dem eigenen Team RadioShack der ganz große Coup folgen: sein achter Sieg bei der Tour de France
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Doch daraus wurde nichts. Am Ende hieß es Rang 23 für einen chancenlos hinterherfahrenden Lance Armstrong
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Doch daraus wurde nichts. Am Ende hieß es Rang 23 für einen chancenlos hinterherfahrenden Lance Armstrong
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Doch das große Ende folgte 2012. Armstrong wollte sich nicht mehr gegen die Dopingvorwürfe wehren. Es folgte ein Abschlussbericht der US-Antidopingagentur USADA, der...
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Doch das große Ende folgte 2012. Armstrong wollte sich nicht mehr gegen die Dopingvorwürfe wehren. Es folgte ein Abschlussbericht der US-Antidopingagentur USADA, der...
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...das System Armstrong schonungslos aufdeckte. Bestechungen, Drohnachrichten, Dopingprogramme - das Kartenhaus des Tourminators brach endgültig zusammen
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...das System Armstrong schonungslos aufdeckte. Bestechungen, Drohnachrichten, Dopingprogramme - das Kartenhaus des Tourminators brach endgültig zusammen
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Am Ende bleibt ein Mann zurück, der mit Hilfe von Doping zu einer Legende wurde - aber wohl nur die Spitze des Eisbergs im verseuchten Radsport war
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Am Ende bleibt ein Mann zurück, der mit Hilfe von Doping zu einer Legende wurde - aber wohl nur die Spitze des Eisbergs im verseuchten Radsport war
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Entscheidung in den nächsten Wochen

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff kündigte am vergangenen Mittwoch eine Entscheidung "innerhalb der nächsten Wochen" an. Womöglich müssen die TV-Macher, die Jan Ullrich bis zum Eklat 2006 mit attraktiven Extra-Werbeverträgen hofierten, 2009 eine ganze Reihe höchst belasteter Personalien im Tour-Zirkus aushalten.

Die Doping-Gesperrten Ivan Basso sowie die ehemaligen Armstrong-Helfer Floyd Landis und Tyler Hamilton drängen nach dem Absitzen ihrer Fahrverbote wieder auf die Sommerbühne nach Frankreich.

Auch Armstrong ist von seiner Vergangenheit beim Thema Doping belastet. Wenige Tage nach seinem Karriere-Ende im Juli 2005 hatten "L'Equipe"-Reporter in nachträglich vorgenommenen Analysen in sechs seiner eingefrorenen Urin-Proben aus dem Jahr 1999 EPO-Spuren offengelegt.

Juristisch und sportrechtlich blieb der Doping-Nachweis für Armstrong folgenlos, weil wegen fehlender B-Probe keine Gegen- Analyse vorgenommen werden konnte. Mit hohem persönlichem und finanziellem Engagement hatte sich der Rekordsieger vor Gerichten gegen seine Kritiker stets gegen Doping-Vorwürfe gewehrt und Manipulation immer abgestritten.

Armstrong-Erklärung am 24. September

Armstrong wird sich laut "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" am 24. September auf dem "Global Summit" des Ex-Präsidenten Bill Clinton in New York zu seiner sportlichen Zukunft äußern. Den Termin - während der Rad-WM in Varese/Italien - bestätigte der Astana-Sprecher.

Vorher wird es laut Maertens kein Treffen zwischen Bruyneel und Armstrong geben. Der Texaner, dessen Jahreseinkommen das Forbes-Institut 2005 auf 28 Millionen Dollar schätzte, will ohne Gage fahren. Ihm geht es vor breiter Öffentlichkeit um seine Anti-Krebs-Stiftung - und um sein Image. Eine erfolgreiche Rückkehr nach drei Jahren Pause würde die amerikanische Helden-Saga Armstrong um ein weiteres Kapitel bereichern.


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