Freitag, 01.08.2008

Master-Series-Turnier in Cincinnati

Haas unterliegt Nadal - Aus für Federer

Cincinnati  - Auch Tommy Haas hat die kurz bevorstehende Wachablösung an der Tennis-Weltspitze nicht verhindern können.

kohlschreiber, cincinnati
© Getty

Wimbledon-Sieger Rafael Nadal fehlte nach dem 6:4, 7:6 (7:0) über Haas beim Masters-Turnier in Cincinnati nur noch ein Sieg, um den erneut früh gescheiterten Roger Federer nach viereinhalb Jahren als Nummer eins abzulösen. Dessen Bezwinger Ivo Karlovic erwies sich auch für Philipp Kohlschreiber als etwas zu stark. Der Olympia-Teilnehmer aus Augsburg unterlag dem Kroaten Karlovic nach hartem Kampf mit 6:7 (6:8) und 6:7 (3:7) in Kohlschreibers erstem Viertelfinal-Match eines Masters-Turniers in diesem Jahr.

Karlovic hatte zuvor Federer mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:5) besiegt. Nadal rechnete nach seinem 31. Sieg in Folge laut vor, wie er nach drei Jahren als Nummer zwei Federer endlich überholen kann und stellte dann mit Blick auf sein Viertelfinale gegen Nicolas Lapentti aus Ecuador fest: "Das wird ein wichtiges Spiel."

Nadal wird fast sicher die neue Nummer 1

Mit einem Erfolg über den 89. der Weltrangliste würde Nadal spätestens am 18. August die Spitzenposition übernehmen. Bei einer Final-Teilnahme in Cincinnati wäre der Spanier auch auf dem Papier bereits am 11. August vorn, mit einem Turniersieg schon am kommenden Montag und damit noch vor Olympia.

Selbst eine Niederlage gegen den einstigen Top-Ten-Spieler Lapentti könnte Federers Sturz kaum noch verhindern: Der Schweizer müsste Olympiasieger werden und Nadal in Peking in der ersten oder zweiten Runde scheitern.

Der seit dem 2. Februar 2004 an der Spitze stehende Federer zeigte sich erneut als großer Sportsmann und will nicht, dass er nur aufgrund einer Pleite von Nadal noch vorn bleibt.

Federer hofft auf die nächsten Wochen 

"Nadal verdient es, die Nummer eins zu sein", sagte Federer, nachdem er erstmals ein Match ohne eigenen Aufschlagverlust verloren hatte. Wann er den Topplatz einbüße, sei zweitrangig.

Er hoffe, in den kommenden Wochen endlich wieder etwas zu gewinnen, sagte der 26-Jährige, der nach Olympia als Titelverteidiger bei den US Open antritt. Unmittelbar nach seiner Achtelfinale-Pleite wusste Federer noch gar nicht, wann er nach Peking fliegt, wo er am Donnerstag den 27. Geburtstag feiert.

Nadal war mit seiner Leistung gegen Haas nur mäßig zufrieden. "Es war wahrscheinlich nicht mein bestes Match, aber das Wichtigste war im Moment der Sieg", sagte der 22-Jährige. Haas trauerte nach der dritten Niederlage im dritten Vergleich seinen verpassten Chancen nach und zog eine gemischte Bilanz.

Kohli macht es spannend 

"Ich habe teilweise sehr gut gespielt. Doch im Tiebreak ging bei mir fast gar nichts mehr. Man muss gerade gegen die Top-Leute kontinuierlich gutes Tennis spielen, um als Gewinner vom Platz zu gehen", sagte der Wahl-Amerikaner und will sich nun bei den Turnieren in Los Angeles und Washington auf die US Open in New York vorbereiten.

Kohlschreiber freute sich nach seinem fast noch verschenkten Sieg gegen den Schweden Robin Söderling über weiteres Selbstvertrauen für Olympia. Beim 7:6 (7:4), 5:7, 7:6 (10:8) vergab der Augsburger im entscheidenden Tiebreak erst vier Matchbälle in Folge und wehrte dann selbst zwei ab.

"Wenn man 6:2 führt, freut man sich eigentlich und denkt, das ist es. Mein Trainer und meine Freundin sind draußen bestimmt gestorben", sagte Kohlschreiber. Im Halbfinale würde entweder Nadal-Mentor Carlos Moya aus Spanien oder der Schotte Andy Murray warten. Nadal träfe bei einem Sieg auf Australian-Open-Sieger Novak Djokovic aus Serbien oder Lettlands Jungstar Ernests Gulbis.


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