Freitag, 04.07.2008

Niederlage beim Supercup

Deutschland verliert gegen Puerto Rico

Bamberg - Das deutsche Team hat sein erstes Spiel beim Supercup verloren. Die Auswahl von Bundestrainer Dirk Bauermann unterlag in Bamberg Puerto Rico 83:85 (39:32) und kassierte in der Vorbereitung auf das Olympia-Qualifikationsturnier in Athen damit die erste Niederlage.

Nowitzki Dirk
© Getty

Schon war der Partie gab es für das deutsche Team ein Hiobsbotschaft: Ademola Okulaja wird in diesem Sommer nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen können.

"Die hartnäckigen Rückenbeschwerden haben in der bildgebenden Diagnostik einen Befund ergeben, der den Einsatz von Okulaja in nächster Zeit nicht möglich macht. Weitere Untersuchungen werden eingeleitet", gab der DBB auf seiner Internetseite bekannt.

"Das ist natürlich ein herber Verlust für uns und vor allem ganz bitter für Ademola", sagte Bauermann. Okulaja ist nach Mithat Demirel und Johannes Herber bereits der dritte Leistungsträger, auf den die deutschen Korbjäger verzichten müssen.

"Mit seiner großen Erfahrung und seinen Qualitäten als Allrounder wäre er sehr wichtig für uns gewesen", so Bauermann weiter.

Nowitzki bester Werfer

Bester Werfer gegen Puerto Rico war Dirk Nowitzki mit 21 Zählern. Der am Mittwoch eingebürgerte Amerikaner Chris Kaman kam noch nicht zum Einsatz. In ihrer zweiten Partie trifft die deutsche Mannschaft auf Slowenien, das gegen Griechenland 71:79 unterlag.

Wann Kaman erstmals mit dem deutschen Team trainieren wird, ist noch unklar. Für den Center von den Los Angeles Clippers muss der DBB erst noch eine Versicherung abschließen, damit der 26-Jährige im schwarz-weißen Trikot spielen darf.

Sichere Führung verspielt

Ohne den 2,13-Meter-Riesen verspielte die DBB-Auswahl im Schlussviertel einen sicher geglaubten Sieg und gab eine 13-Punkte-Führung noch aus der Hand. Schon zu Beginn hatte das deutsche Team nur schwer in die Partie gefunden.

Bauermann hatte mit Demond Greene, Steffen Hamann, Patrick Femerling, Nowitzki und Konrad Wysocki wieder eine veränderte erste Fünf aufs Feld geschickt. Nach den ersten zehn Minuten lagen die Gastgeber mit drei Punkten (13:16) zurück.

Wysocki überzeugt

Mit Beginn des zweiten Abschnitts drehte das Bauermann-Team dann aber auf. Besonders die von der Bank gekommenen Jan-Hendrik Jagla und Tim Ohlbrecht belebten das Spiel der deutschen Mannschaft.

Auch der Neu-Frankfurter Wysocki sammelte im Hinblick auf einen Kaderplatz für die Ausscheidung in der griechischen Hauptstadt weitere Pluspunkte. "Er hat sich hier toll präsentiert. Wir setzen auf ihn", sagte Bauermann.

Der 26-jährige Wysocki kam gegen die Lateinamerikaner auf zehn Punkte, Lokalmatador Ohlbrecht auf sieben Zähler. Beide hatten so ihren Anteil daran, dass der Europameister von 1993 zur Halbzeit mit 39:32 in Führung lag.

17 Punkte von Roller

Nach der Pause kamen Nowitzki und Co. erneut nur langsam in Schwung und machten deutlich, dass bis zum Start der Qualifikation noch einige Arbeit wartet. Nach einem 13:0-Lauf des Olympia-Sechsten von 2004, bei dem Nowitzkis Mannschaftskollege Jose Barea auf 24 Punkte kam, lag das deutsche Team plötzlich mit 39:45 zurück, auch weil Nowitzki fünf Minuten lang nicht traf.

Doch angetrieben von knapp 6000 Zuschauern in der JAKO-Arena kamen die Gastgeber zurück und lagen im Schlussabschnitt bereits 65:52 in Führung. Doch am Ende ließen die Kräfte bei den deutschen Spielern nach. Auch 17 Punkte des starken Pascal Roller konnten die Niederlage nicht mehr verhindern.


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