Mittwoch, 30.07.2008

Masters-Series-Turnier in Cincinnati

Kohlschreiber im Achtelfinale

Cincinnati - Auch ein Überraschungsgegner konnte Philipp Kohlschreiber nicht aus dem Konzept bringen: Der Davis-Cup-Spieler zog beim Masters-Turnier in Cincinnati mit 6:2, 6:2 gegen den Südkoreaner Jun Woong-Sun als erster deutscher Profi ins Achtelfinale ein.

Kohlschreiber, Cincinnati
© Getty

Eigentlich sollte Kohlschreiber gegen Andy Roddick antreten, doch der US-Amerikaner verkündete nach dem Einschlagen über Mikrofon seinen längst feststehenden Verzicht wegen eines steifen Halses und einer Schulterblessur.

Danach sprang der in der Qualifikation gescheiterte Jun als sogenannter Lucky Loser ein. Der 252. der Weltrangliste konnte aber nichts gegen Kohlschreiber ausrichten, der nun auf den Schweden Robin Söderling trifft.

Kiefer verzichtet auf Start

Die Chance auf das Achtelfinale hat auch noch Tommy Haas gegen den Franzosen Gael Monfils. Nicolas Kiefer verzichtete zuvor wegen seiner Fußverletzung dagegen kurzfristig auf seine Erstrunden-Partie gegen den Franzosen Gilles Simon. Kiefer will sich daheim in Hannover für die Olympischen Spiele fit machen lassen.

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Kohlschreiber sammelt in Cincinnati noch Spielpraxis für Peking. Der freche Bayer war auf Roddicks Absage nicht vorbereitet."Ich dachte, wenn einer auf den Platz geht und sich mit mir einschlägt, spielt er auch gegen mich. Ich wurde eines Besseren belehrt", sagte Kohlschreiber, ging mit der neuen Situation aber gut um: "Ich habe ausgeblendet, wer drüben steht. Für mich war es nur eine andere Figur. Ich war genauso topmotiviert und habe echt gut gespielt."

Kohlschreiber ist in Peking auch für das Doppel mit Kiefer vorgesehen, falls Rainer Schüttler trotz seiner Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) keinen Startplatz mehr vom Tennis-Weltverband (ITF) erhalten sollte. So wie es aussehe, werde er mit Kohlschreiber spielen, sagte Kiefer, der 2004 in Athen mit Schüttler Silber geholt hatte.

Federer stand vor dem Aus

Der Niedersachse wollte nur zwei Tage nach seiner Final-Teilnahme in Toronto den Olympia-Start nicht aufs Spiel setzen. "Die ganze Zeit mit Schmerztabletten zu spielen, ist sicher nicht förderlich. Es war eine Entscheidung für Olympia, die Olympischen Spiele waren immer mein Traum", sagte Kiefer, der außerdem auch die US Open Ende August im Blick hat.

Der Weltranglisten-Erste Roger Federer aus der Schweiz vermied nur um Haaresbreite die zweite Auftaktniederlage in Folge und erreichte mit 6:7 (2:7), 7:6 (7:5), 6:0 gegen Robby Ginepri aus den USA das Achtelfinale. Ginepri schlug bei einer 6:5-Führung im zweiten Satz zum Matchgewinn auf, kassierte aber ein Break.

Federer droht der Verlust der Spitzenposition an den Spanier Rafael Nadal, sollte er vor dem Halbfinale ausscheiden und Nadal das Turnier gewinnen. "Er hat es noch nicht geschafft. Ich bin noch da und kämpfe", sagte Federer und witzelte: "Ich freue mich über meine Siegesserie."


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