Dienstag, 29.07.2008

Masters-Series-Turnier in Cincinnati

Starker Haas schlägt Juschni

Cincinnati  - Tommy Haas winkt die Chance, Rafael Nadal beim Sturm auf den Tennis-Thron aufzuhalten. Nach Philipp Kohlschreiber überstand auch Haas beim Masters- Turnier in Cincinnati die erste Runde mit 7:6 (7:2), 2:6, 6:4 gegen den Russen Michail Juschni.

Tommy Haas, Tennis, Cincinnati
© Getty

Bei einem Erfolg über French-Open-Halbfinalist Gael Monfils könnte Haas im Achtelfinale auf Nadal treffen, der Roger Federer als Weltranglisten-Erster ablösen will.

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Für Kohlschreiber kommt es nach dem 6:3, 6:4 über den US-Qualifikanten Michael Yani knüppeldick: Der Davis-Cup-Spieler trifft im Abendmatch auf dem Centre Court auf den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Roddick.

Dem Lokalmatador hatte Kohlschreiber in der dritten Runde der Australian Open vor einem halben Jahr eine schmerzliche Fünf-Satz-Niederlage zugefügt und dabei eines der besten Matches seiner Karriere geliefert.

Kiefer wieder gegen Simon

Auch Nicolas Kiefer ist nach seiner Final-Niederlage gegen Nadal in Toronto schon wieder gefordert und muss nur drei Tage nach seinem hauchdünnen Halbfinal-Erfolg erneut gegen den Franzosen Gilles Simon antreten. 

Haas musste gegen den kampfstarken Juschni ab dem zweiten Satz Selbstzweifel überwinden, ehe der Erfolg nach 2:08 Stunden feststand - obwohl beide jeweils 88 Punkte gewannen.

"Ich habe bei 2:3 ein sehr schlechtes Aufschlagsspiel gespielt. Dann hat er mit seinem russischen Akzent 'Come on' geschrien. Das ging mir ein bisschen unter die Haut, und auf einmal war der Satz vorbei", berichtete Haas. In der vorigen Woche in Toronto war er in Runde zwei am Russen Nikolai Dawidenko gescheitert, diesmal biss er sich durch.

Haas schlägt stark auf

Der Wahl-Amerikaner vergab zwar auch zu Beginn des dritten Satzes die Chance, dem an Nummer 14 gesetzten Juschni das Service abzunehmen.

"Da war ich mental eigentlich schon wieder vor dem Aus. Bei 4:4 habe ich dann endlich meine Chance genutzt. Wenn man solche engen Matches gewinnt, ist das immer sehr angenehm", sagte Haas, der 17 Asse schlug und im fünften Vergleich zum dritten Mal gegen Juschni gewann.

Gegen Monfils verlor der 30-Jährige den bisher einzigen Vergleich, allerdings auf Sand. Die dreimal operierte rechte Schulter, die Haas vor einem Jahr erneut Probleme bereitet hatte, zwickt momentan nicht. Dafür nimmt muss der Hamburger kleine Schmerzen in Handgelenk und Ellbogen in Kauf nehmen.


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