Issinbajewa springt Weltrekord

SID
Samstag, 12.07.2008 | 00:01 Uhr
Leichtathletik, Golden League, Asafa Powell, Francis Obikwelu
© Getty
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Rom - Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa hat ihr Freiluft-Saisondebüt beim Golden-League-Meeting in Rom mit einem fantastischen Weltrekord von 5,03 Meter gekrönt.

Die 26 Jahre alte Russin überbot am späten Freitagabend bei der "Golden Gala" der Leichtathleten ihre bisherige Bestmarke vom 12. August 2005 in Helsinki gleich um zwei Zentimeter. Es war ihr 22. Weltrekord.

Zweite wurde die Polin Monica Pyrek (4,75). Silke Spiegelburg sorgte als Dritte für das beste Ergebnis im Mini-Team der lediglich vier deutschen Starter: Mit 4,70 Metern stellte die 22-Jährige aus Leverkusen eine persönliche Bestleistung auf. Zum deutschen Rekord von Annika Becker (Rotenburg/Bebra) fehlten der EM-Sechsten von Göteborg noch sieben Zentimeter.

Asafa Powell verzichtet

Europarekordmann Francis Obikwelu hatte Ex-Weltrekordler Asafa Powell zuvor die Schau gestohlen. Dem 29 Jahre alten Portugiesen reichten im 100-Meter-Finale mäßige 10,04 Sekunden, um sich im Fotofinish gegen den zeitgleichen Vizeweltmeister Derrick Atkins (Bahamas) durchzusetzen. Dritter bei der "Golden Gala" der Leichtathleten im Stadio Olimpico wurde der Jamaikaner Nesta Carter in 10,05. Obikwelu hält den Europarekord mit 9,86 Sekunden.

Powell war wegen einer Leistenzerrung zum Finale nicht angetreten. Im Vorlauf mit 10,19 Sekunden noch Fünfter, entschied sich der 25 Jahre alte Jamaikaner zum Verzicht auf den Endlauf. "Er ist okay, wollte aber nichts riskieren und hat das Rennen vorsichtshalber beendet", erklärte sein Manager Paul Doyle. Der WM-Dritte Powell wollte sein Europa-Debüt vor allem als Formtest schon im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking nutzen.

Pistorius verpasst Olympia-Norm

Prothesen-Sprinter Oscar Pistorius verpasste auch in Rom die Qualifikation für die olympischen Spiele. Der Südafrikaner lief die 400 Meter in 46,62 Sekunden und kam damit bis auf sechs Hundertstel an seine persönliche Bestzeit heran. Das Olympia-Limit liegt bei 45,95.

Für Pistorius sprang am Ende der sechste Platz heraus. Der Sieg ging an den Jamaikaner Ricardo Chambers (44,96).

Vlasic und Jelimo dominieren

Von den fünf in Rom angetretenen Kandidaten greift nach der "Halbzeit" nur noch ein Damen-Duo nach dem Jackpot von einer Million Dollar: Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien) setzte ihre sensationelle Serie fort und blieb auch im 32. Wettkampf siegreich. Mit 2,00 Metern verfehlte die große Olympia-Favoritin ihre Jahresweltbestleistung diesmal um sechs Zentimeter.

Kenias erst 18 Jahre alte 800-Meter-Läuferin Pamela Jelimo dominierte in 1:55,69 Minuten auch auf der dritten Station der Premium-Serie. Um einen Teil des Preisgelds von insgesamt einer Million Dollar zu kassieren, müssen beide aber noch auf den weiteren drei Stationen in Paris (18. Juli), Zürich (29. August) und Brüssel (5. September) als Erste ins Ziel kommen.

Geplatzte Träume

Dagegen ist die Siegesserie der Spanierin Josephine Onyia gerissen: Über 100 Meter Hürden musste sich die Gewinnerin von Berlin und Oslo mit Platz sechs in 12,85 Sekunden begnügen; die Jamaikanerin Brigitte Foster-Hylton war bei ihrem Sieglauf 25/100 schneller. Für den US-Amerikaner Bershawn Jackson (Zweiter über 400 Meter Hürden) und Weitspringer Hussein Al-Sabee aus Saudi-Arabien (Dritter) ist der Traum vom goldenen Jackpot dagegen geplatzt.

Der Kubaner Dayron Robles wurde über 110 Meter Hürden in 13,08 Sekunden seiner Favoritenrolle zwar gerecht, verfehlte seinen am 12. Juni aufgestellten Weltrekord aber um 21/100. Weltmeister Tero Pitkämäki (Finnland) setzte sich im Speerwerfen mit 87,70 Metern durch; für den deutschen Vizemeister Peter Esenwein (Kornwestheim/Ludwigsburg) reichten 79,14 Meter nur zum achten Platz.

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