Stefan Bradl im Interview

"Einer der schönsten Momente in meinem Leben"

SID
Sonntag, 13.07.2008 | 15:15 Uhr
Motorsport, Motorrad, WM, Stefan Bradl, Sachsenring
© Getty
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Hohenstein-Ernstthal - Nach dem Erfolg am Sachsenring stellte sich Stefan Bradl, der beim Grand-Prix von Deutschland den zweiten Platz belegte, den Fragen der Presse:

Frage: Platz zwei beim Heimspiel, dazu das beste Ergebnis eines Deutschen bei einem Heim-Grand-Prix seit 1996 - Was geht in Ihnen vor?

Bradl: "Es war ein unglaubliches Erlebnis. Das Rennen war sehr hart. Ich habe mich gut gefühlt und von Anfang an Druck gemacht. Dass es am Ende so geklappt hat, macht mich glücklich und stolz. Es lag ja so ein Druck auf mir, ich wollte unbedingt auf das Podest. Und in den Tagen hier hat sich der Druck auch von außen aufgebaut."

Frage: Wie haben Sie die Zieldurchfahrt erlebt?

Bradl: "Ich musste in der Schlussrunde noch hart kämpfen und habe bei der Zieldurchfahrt nur noch zum Team geschaut. Die haben so gejubelt, die wären bald von der Boxenmauer gefallen. Ich bin noch nicht so einer wie Rossi, der sich sofort ein Spielchen ausdenkt, wie er feiert. Ich glaube aber, ich habe den Fans noch eine schöne Show gezeigt. In der einen Kurve stand mein Fanclub, da habe ich gehalten und meine Handschuhe ins Publikum geworfen. Das war einer der schönsten Momente in meinem Leben. Aber ich musste ja auch wieder zurück. Wenn ich in jeder Kurve gehalten hätte, wäre ich gegen 16 Uhr in die Box gerollt."

Frage: Welchen Anteil hat Ihr Vater Helmut an dem Erfolg?

Bradl: "Von ihm kam der entscheidende Tipp mit dem harten Hinterreifen. Ich wollte eine weichere Mischung. Aber er hatte recht. Ab und zu glaube ich ihm das nicht. Ich habe ihn dann an der Winnerbox umarmt. Da ist es mir eiskalt geworden. Jetzt freue ich mich auf den Urlaub zu Hause mit ihm."

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