Montag, 16.06.2008

US Open in Torrey Pines

Drama! Woods rettet sich ins Stechen

München - Die US Open in Torrey Pines sind an Dramatik nicht mehr zu überbieten.

Tiger Woods, Golf, US Open
© Getty

Tiger Woods rettete sich in der Finalrunde durch ein unglaubliches Birdie an der 18 in ein Playoff und wird dort am Montag auf Underdog Rocco Mediate treffen. Das Stechen wird nach den US-Open-Regularien über 18 Löcher ausgetragen.

Das Playoff ab 18 Uhr live im Internet TV!

Wie soll das lädierte Knie von Woods noch einmal eine komplette Runde durchstehen? Man weiß es nicht. Aber der Reihe nach.

Woods' nächster Katastrophen-Start

Woods ging nach seinen heroischen zweiten neun Löchern in Runde drei bei einem Gesamtscore von drei unter Par mit einem Schlag Vorsprung auf den Engländer Lee Westwood in den Schlusstag. Mediate lag bei eins unter Par zwei Schläge zurück.

Um 13.30 Uhr Ortszeit schlug das Duo Woods/Westwood ab. Es dauert nicht lange und schon konnte man nicht glauben, was man gerade gesehen hatte.

Woods verzog seinen Abschlag an der 1 zum dritten Mal in dieser Woche weit nach links. Zum dritten Mal kassierte der Superstar gleich an der ersten Spielbahn ein Doppel-Bogey. Was war hier denn los?

Die besten Bilder der US Open!   

Westwood musste an der 1 ebenfalls ein Bogey notieren. Mediate gelang an der 2 ein Birdie und der Führungswechsel war perfekt.

Woods' Katastrophen-Start setzte sich mit einem Bogey an der 2 nahtlos fort, ehe er sich mit sechs Pars in Folge von der 3 bis zur 8 stabilisieren konnte.

Woods verspielt die Führung 

An der 9 gelang Woods sein erstes Birdie des Tages. Es folgte ein weiteres an der 11 und er hatte sich die Führung zurückerobert.

Wer jetzt gedacht hatte, Woods würde das Ding schon schaukeln, sah sich getäuscht. Der 32-Jährige kassierte an der 13, einem Par-5-Loch, das er an Tag 2 und 3 noch in Eagle gespielt hatte, ein völlig unnötiges Bogey.

Der Stand nach Tag 4  

Zum Glück für Woods machte Westwood genau den gleichen Fehler. "Westy" hatte zuvor schon Bogeys an der 10 und 12 auf die Scorekarte schreiben müssen. Er schien sich langsam aber sicher aus dem Turnier zu spielen. Nichts würde es werden mit dem ersten europäischen Sieger bei einer US Open seit Tony Jacklin 1970.

Während Woods und Westwood in argen Problemen waren, spielte Mediate das solideste Golf von allen und lag verdient in Führung. Würde der 45-Jährige zum ältesten US-Open-Champion der Geschichte und damit zum nächsten Überraschungssieger bei einem Major werden?

Nötig: Ein Birdie an der 18

Als Woods an der 15 erneut ein Bogey spielte, deutete vieles darauf hin. Mediate spielte zum Abschluss ein Par an der 18 und notierte eine 71er-Par-Runde. Sein Gesamtergebnis von eins unter Par stand fest.

Woods und Westwood lagen nach der 17 bei Even Par. Sie benötigten beide ein Birdie, um in ein Stechen zu kommen.

Eigentlich eine machbare Angelegenheit. Die 18 ist in ein Par-5-Loch und spielte sich gerade am Sonntag vergleichsweise einfach. Wenn man den Abschlag aufs Fairway bringt...

Sowohl Woods als auch Westwood trafen die Spielbahn jedoch nicht. Die Eagle-Möglichkeit war damit schon mal dahin.

Natürlich locht Woods den Putt

Westwood legte gut vor, doch Woods' Layup-Schlag ging ins Rough. Die Chancen von Mediate, seinen ersten ganz großen Triumph zu feiern, stiegen weiter.

13 Mal hatte Woods bei einem Major nach drei Runden geführt, 13 Mal hatte er gewonnen. Diese Serie hätte nun zu Ende gehen können.

Woods und Westwood trafen mit ihren dritten Schlägen das Grün, hatten aber beide schwierige Birdie-Putts vor sich. Westwood war zuerst an der Reihe. Sein Bergab-Putt verfehlte knapp das Loch. Er war raus. Mediate konnte durchatmen. Nun kam nur noch Woods.

Tiger rettet sich ins Stechen - der Putt in SPOX.TV   

Und wie es nicht anders zu erwarten war, lochte dieser seinen 4-Meter-Putt. Playoff! Der Rest war ein einziger Jubelsturm. Mediate trug es mit Fassung: "Unglaublich. Aber ich habe gewusst, dass er ihn rein macht. Er ist Tiger Woods."

Kaymer fällt zurück

Im Schatten der ganzen Dramatik erlebte Martin Kaymer keine gute Finalrunde. Der deutsche Shootingstar, der nach drei Runden auf dem 19. Platz so aussichtsreich im Rennen gelegen war, fiel durch eine enttäuschende 77 auf insgesamt elf über Par und den geteilten 53. Platz zurück.

Vor allem mit den ersten beiden Löchern wird sich der 23-Jährige kaum mehr anfreunden. Zum dritten Mal in Folge startete Kaymer mit Bogeys an der 1 und 2 in seinen Tag.

Im Gegensatz zu den vorherigen Runden konnte er sich danach nicht sofort fangen. Statt dessen folgten weitere Bogeys an der 4,5,7,11 und 16. Sein einziges Birdie gelang Kaymer an der 14.

"Ich habe schlecht gespielt heute. Man spielt die ganze Woche okay und ist im guten Mittelfeld und am letzten Tag spielt man eine 77 und fällt 30 Plätze zurück, das ist natürlich schon bitter", meinte Kaymer.

Dennoch steht am Ende eine solide und vor allem lehrreiche Woche, die Kaymer in seiner Entwicklung zum Weltklassespieler weiter nach vorne bringen wird.

Florian Regelmann

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