Samstag, 21.06.2008

BMW International Open

Kaymer-Show geht weiter

München - Man kennt solche Siege ja von Tiger Woods. Bei seinem ersten Major-Sieg 1997 beim Masters in Augusta deklassierte er die Weltelite um zwölf Schläge. Bei der US Open 2000 in Pebble Beach hatten die Zweitplatzierten am Ende unfassbare 15 Schläge Rückstand auf Woods.

Martin Kaymer trennen nur noch 18 Löcher vom Sieg. Überragend, der Junge!
© bmw golfsport
Martin Kaymer trennen nur noch 18 Löcher vom Sieg. Überragend, der Junge!

Zugegeben: So weit sind wir bei den BMW International Open noch nicht, aber Martin Kaymer ist auf bestem Wege, im Tiger-Style für den ersten deutschen Sieger in München zu sorgen.

Der deutsche Shootingstar dominierte die Konkurrenz auch am dritten Tag im Golfclub München Eichenried fast nach Belieben.

Vorsprung ausgebaut

Kaymer spielte eine 67er-Runde und baute so seinen ohnehin schon komfortablen Vorsprung noch einmal weiter aus.

Bei einem Gesamtscore von 18 unter Par liegt Kaymer sechs Schläge vor dem Südafrikaner Charl Schwartzel, der sich durch eine 66 auf zwölf unter Par schob. Den dritten Platz teilen sich die Engländer Paul Casey (67), Benn Barham (69) und Ross Fisher (67) sowie der Franzose Thomas Levet (67) bei elf unter Par.

"Ich habe heute nicht ganz so gut geputtet wie gestern, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden und freue mich jetzt auf morgen. Ich werde genau so weiterspielen wie an den ersten drei Tagen. Ich werde aggressiv nach vorne spielen", so Kaymer.

Die besten Bilder der BMW International Open

Kaymer begann seine Runde mit fünf soliden Pars, ehe er an der 6 das erste Par-5-Loch des Tages ausnutzte und ein Birdie spielte. Es folgten Birdies auf der 8, 9, 11 und 18, als er mit seinem gelochten Putt noch mal für einen großen Jubelsturm sorgte.

Ein Bogey musste der 23-Jährige erneut nicht auf die Scorekarte schreiben. Seit seinem einzigen Bogey des Turniers an Tag 1 hat Kaymer nun 49 Löcher fehlerfreies Golf gespielt. Ist aber auch nicht schwer, wenn man nach drei Runden 49 von 54 Grüns getroffen hat. Über 90 Prozent. Einfach beeindruckend.

Schuster in den Top 10 

Fast genauso beeindruckend war lange Zeit die Vorstellung von Tino Schuster. Dem Challenge-Tour-Spieler gelang in Runde drei eine 69.

Insgesamt zehn unter Par bedeuten nach drei Runden den geteilten siebten Rang. Eigentlich ausgezeichnet. Aber es wäre so viel mehr drin gewesen.

Mit einem Eagle an der 11 hatte Schuster zwischenzeitlich für eine deutsche Doppelführung gesorgt. Leider folgten ärgerliche Fehler auf den Grüns, die zu Bogeys an der 14 und 18 führten, als er jeweils ganz kurze Putts vorbei schob.

"Das Ende ärgert mich natürlich, aber insgesamt überwiegt die Freude, dass ich wieder gut gespielt habe", sagte Schuster.

Nächster Schritt muss kommen

Trotz großen Talents ist der 29-Jährige den meisten bislang nur deswegen bekannt, weil er 2005 bei der British Open mal kurzzeitig mit Woods weit oben auf dem Leaderboard stand.

Nun scheint Schuster aber soweit zu sein, um mit etwas Verspätung den nächsten Schritt zu machen.

Nach den ersten drei Tagen würde es trotz des schlechten Finishs am Samstag doch sehr überraschen, wenn er spätestens im nächsten Jahr nicht regelmäßig auf der European Tour aufteen und vorne mitspielen würde.

Gross vor Cejka und Langer

Drittbester Deutscher ist weiterhin nicht etwa Bernhard Langer oder Alex Cejka, sondern der Amateur Stephan Gross Jr.. Der 20-Jährige brachte eine 71 ins Clubhaus und liegt auf dem geteilten 23. Rang.

Cejka machte sich seine Runde durch ein Triple-Bogey an der 11, ausgerechnet einem leichten Par-5, kaputt und musste sich so mit einer 71 zufrieden geben.

Bei insgesamt vier unter Par liegt Cejka auf dem geteilten 35. Platz einen Schlag vor Langer. Der 50-Jährige kämpfte auch am Samstag mit seinem Schwung und notierte wie Cejka eine 71.

Alle werden sie auch am Finaltag nur ganz kleine Sidekicks sein. Denn in der Martin Kaymer-Show gibt es nur einen Hauptdarsteller.

Florian Regelmann

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