Samstag, 21.06.2008

Leichtathletik

Zehnkämpfer Schrader auf Olympia-Kurs

Ratingen - Der Uerdinger Michael Schrader hat im Hürdensprint seine Führung in der deutschen Olympia-Qualifikation der Zehnkämpfer in Ratingen verteidigt. Mit 14,58 Sekunden und 5173 Punkten liegt er im Gesamtklassement hinter dem Kubaner Leonel Suarez auf Platz zwei.

Dritter ist Vorjahressieger Arthur Abele (Aalen), der mit 13,90 Sekunden die schnellste Zeit unter 21 Teilnehmern erzielte. Glück hatte der WM-Fünfte Andre Niklaus (Berlin), der an einer Hürde fast gestrauchelt wäre und noch in 14,60 Sekunden ins Ziel kam.

Er ist mit 5062 Punkten Sechster hinter Jacob Minah (Göttingen/5131) und Norman Müller (Halle/5077).

Schrader knackt Olympia-Norm

Im Siebenkampf hat nach vier Disziplinen die EM-Vierte Jennifer Oeser (Leverkusen) mit 3771 Punkten die Nase vorn. Mit nur 27 Zählern zurück liegt Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg/3744) auf Rang zwei und vor der EM-Dritten Lilli Schwarzkopf (Paderborn/3706). Für die Peking-Spiele im August werden je drei Startplätze im Zehn- und Siebenkampf vergeben.

Bestätigen konnte Schrader seinen Durchbruch in die 8000-Punkte-Elite beim Meeting in Götzis (8142 Punkte), wo er erstmals die magische Grenze überschritt und die Olympia-Norm (8050) knackte.

Einen ersten Tag mit Licht und Schatten erlebte Aushängeschild Andre Niklaus, der in Götzis vor dem 1500-Meter-Lauf ausgestiegen war und besonders unter Druck steht. Den schwachen 100-Meter-Sprint in 11,11 Sekunden und nur 13,42 Meter im Kugelstoß machte der 26-Jährige mit 7,45 Meter im Weitsprung und starken 2,11 Meter im Hochsprung wett.

Aus für Behrenbruch

Der EM-Fünfte Behrenbruch, als bester deutscher Starter von Götzis (8242 Punkte) in der Pool-Position für Peking, musste gehandicapt durch eine Leistenverletzung schon vor dem 400-Meter-Lauf aussteigen. Der 23 Jahre alte Frankfurter muss nun hoffen, dass seine "Hausnummer" von Österreich am Ende reichen wird.

Gut im Olympia- Rennen liegen neben dem Zweitplatzierten Minah auch noch Arthur Abele (Aalen) und Norman Müller (Halle), die jeweils 4105 Punkte sammelten.

Schwarzkopf auf Bestleistungs-Kurs

"Man sieht, wie verbissen gekämpft wird. Das wird ganz eng", resümierte Siebenkampf-Bundestrainer Klaus Baarck nach Tag eins. Zufrieden zeigte sich Spitzenreiterin Jennifer Oeser: "Ich bin gut unterwegs." Unerwartet stark trumpfte die schon 30-Jährige Sonja Kesselschläger auf. Die Olympia-Sechste von 2004 glänzte vor allem im Hochsprung mit 1,85 Meter.

Die EM-Dritte Lilli Schwarzkopf hat Kurs auf eine neue Bestleistung (6439 Punkte) eingeschlagen. Vor ihrem zweiten stärkeren Tag hatte sie 3706 Punkte und damit 167 Zähler mehr als in Götzis gesammelt.

Hinter dem Führungstrio kann sich auch noch ihre Vereinskameradin Julia Mächtig als Vierte mit 3702 Punkten Hoffnung auf das Olympia-Ticket machen. "Vier Athletinnen über 3700 Punkte, das ist ein tolles Ergebnis", sagte Baarck zur "Halbzeit".


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