Samstag, 21.06.2008

Radsport

Klöden klettert auf Platz zwei

Altdorf - Andreas Klöden hat nach einer starken Leistung beim Bergzeitfahren den zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tour de Suisse erobert.

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© DPA

Beim 25 Kilometer langen Anstieg von Altdorf hinauf auf den 1948 Meter hohen Klausenpass musste der in der Schweiz lebende deutsche Astana-Profi nur dem Tschechen Roman Kreuziger und Jose Rujano den Vortritt lassen.

Kreuziger hatte in 1:00:22 Stunden 16 Sekunden Vorsprung auf den Spanier, der wiederum nur eine Sekunde schneller war als Klöden. Gut in Schuss für die bevorstehende Tour de France präsentierte sich auch der Berliner Jens Voigt vom CSC-Team auf Platz sechs.

Kirchen bricht ein

Die Chance, das Gelbe Trikot des Gesamtsiegers noch zu erobern, ist für Klöden jedoch nur minimal. Vor der letzten Etappe führt Kreuziger mit 48 Sekunden das Klassement an. Der bisher führende Luxemburger Kim Kirchen brach am Berg völlig ein, verlor über drei Minuten auf den Sieger und rutschte auf Rang sieben ab.

Die Wertung der achten Etappe der Tour de Suisse im Überblick

Schon vor der vorletzten Etappe hatten der WM-Dritte Stefan Schumacher (Nürtingen) und Olaf Pollack (Kolkwitz) die Tour aufgeben müssen. Schumacher war ebenso wie sein Gerolsteiner-Teamgefährte Oliver Zaugg (Schweiz) und der Niederländer Thomas Dekker von einem Magen-Darm-Virus erfasst worden.

Pollack, der für das österreichische Team Volksbank startet, musste wegen einer Bronchitis passen. "Ich möchte nichts riskieren", begründete Pollack, der bei den Olympischen Spielen für das Zweier-Mannschaftsfahren auf der Bahn qualifiziert ist, seinen Ausstieg.

Konflikt mit UCI

Unterdessen kündigten die Veranstalter der Tour de Suisse an, auf Konfrontationskurs mit dem Radsport-Weltverband UCI gehen zu wollen. Sie verlangen eine größere rechtliche Handlungsfreiheit. Tour-de-Suisse-Direktor Armin Meier erklärte auf einer Pressekonferenz, er erachte den Ausschluss des in eine Kokainaffäre verwickelten Belgiers Tom Boonen auch im Nachhinein als gerechtfertigt.

"Wir tragen zu 100 Prozent das finanzielle Risiko, aber wir haben nicht die geringste rechtliche Handhabe", meinte Meier im Hinblick auf die Erneuerung des Vertrages mit der ProTour. Auch die Veranstalter der Tour de France hatten Ex-Weltmeister Boonen ausgeschlossen, der aber weiter um sein Startrecht kämpft.


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