Donnerstag, 05.06.2008

Nervenschlacht in Frankfurt

Bonn zittert sich ins Finale

Frankfurt/Main - Die Telekom Baskets Bonn haben erstmals seit 2001 wieder das Playoff-Finale erreicht und fordern nun im Endspiel Hauptrundensieger ALBA Berlin heraus.

BBL, Basketball, Bonn, Bernd Bruel
© Getty

Die Rheinländer gewannen das entscheidende fünfte Halbfinalspiel bei den Skyliners Frankfurt 75:74 (46:41). Damit entschied Bonn die Best-of-Five-Serie mit 3-2 für sich.

Bester Bonner Werfer war Jeremiah Davis mit 18 Punkten. Bei den Frankfurtern kam Ilian Evtimov auf 17 Zähler. Das erste Finale findet am 8. Juni in Berlin statt. ALBA hatte sich im Halbfinale mit 3-1 gegen die Baskets Oldenburg durchgesetzt.

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Sieg in letzter Sekunde

In einer bis zum Schluss dramatischen Begegnung machten die Bonner den Finaleinzug erst in den letzten Sekunden perfekt. Tragische Figur bei den Gastgebern, die zuvor alle Heimspiele in der K.o.-Runde gewonnen hatten, war Nationalspieler Pascal Roller, der in der Schlusssekunde einen Korbleger vergab.

Zuvor hatte Bonns Winsome Frazier zwei Freiwürfe verworfen und damit die Vorentscheidung verpasst.

Besserer Start für Frankfurt

Anders als in den vorausgegangenen Partien erwischten dieses Mal die Skyliners den besseren Start und zogen auf 14:4 davon. Die Gäste, die auf ihren beiden verletzten Leistungsträger John Bowler und und Ronald Burrell verzichten mussten, ließen sich davon aber nicht beirren.

Bis zum Ende des ersten Viertels hatte das Team von Trainer Michael Koch den Rückstand auf einen Punkt verkürzt.

Bonn holt die Rebounds

Mitte des zweiten Abschnitts gingen die Baskets erstmals seit dem 2:0 zum Start wieder in Führung. Vor allem unter den Körben hatte Bonn trotz der Ausfälle von Bowler und Burrell ein deutliches Übergewicht.

18 Rebounds fischten sich die Spieler des dreifachen Vize-Meisters im ersten Durchgang, nur sieben die Akteure der Hessen. Lediglich ihre Treffsicherheit von der Dreipunkt-Linie hielt die Skyliners in der Partie.

Neun Dreier, davon einer von Derrick Allen mit der Pausensirene aus der eigenen Hälfte, gelangen den Hausherren im ersten Durchgang.

Dramatischer Schluss

Der Glückswurf des bisher in den Playoffs so enttäuschenden Allen gab den Frankfurtern neues Selbstvertrauen. Bonns Jeremiah Davis verhinderte mit erfolgreichen Dreiern jedoch zunächst, dass die Skyliners die Partie zu ihren Gunsten wenden konnten.

So gingen die Baskets mit einem knappen 58:56-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort wurde es dramatisch, die Führung wechselte hin und her, ehe sich am Ende die Bonner jubelnd in den Armen lagen.

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